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Test
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05.08.2009

Praxis

Flügelklänge
Das Wichtigste zuerst: Der Klaviersound des FP-7 ist für meine Begriffe sehr gut. Es gibt drei Flügelpresets, die sich vornehmlich in ihrer Brillanz unterscheiden. Alle drei klingen warm und natürlich. In einer kürzlich absolvierten Studiosession haben die Klänge des FP-7 so einige virtuelle Piano-PlugIns auf ihre Plätze verwiesen - zu meinem Stolz und des Produzentens Überraschung. Was mir allerdings fehlt ist der Klang eines guten Upright-Pianos, wie es ihn etwa bei Native Instruments Akoustik Piano oder bei Clavias Nord Serie gibt. Es muss doch nicht immer gleich Konzertflügel oder Honkey-Tonk Piano sein.


Piano Designer
Mit dem so genannten „Piano Designer“ lässt sich der Klaviersound zusätzlich leicht den eigenen Wünschen anpassen. Als Klangwerkzeuge stehen einem dabei die Öffnung des imaginären Flügeldeckels, Geräusche des Dämpferpedals, Saitenresonanz und Key-Off Resonanz zur Verfügung. Mit der Hammer Response Funktion kann zusätzlich das verzögerte Auftreffen des Hammers auf die Saite bei leichtem Anschlag emuliert werden. Und auch der passende Sound wird mit den „Hammer Noise Samples“ gleich mitgeliefert. Zusätzlich kann jede Note einzeln mit bis zu 50 Cent ver- bzw. gestimmt werden. Es gibt also einige Möglichkeiten den Klang seinen eigenen Vorstellungen anzupassen. Doch wie gesagt: Schon die Presets sind mehr als zufriedenstellend.

Weitere Sounds

Bei den E-Pianos gibt es die Klassiker Rhodes, Wurlitzer, Clavinet etc. Alle klanglich vertretbar, aber nicht übermäßig funky. Interessanter wird es da bei den Orgeln. Die Presets klingen schon recht gut. Zusätzlich können die Tone-Taster als Zugriegelersatz eingesetzt werden. Und auch sonst sind die Orgelsounds voll editierbar. So ist beispielsweise der typische Percussionsound zuschaltbar, sowie dessen schnelles oder langsames abschwellen - und natürlich auch der klassische Leslie-Effekt. Das alles ist allerdings recht umständlich, sodass man zwar einen Orgelsound seiner Wahl komplett programmieren kann, dies aber nicht live zu bewerkstelligen ist. Außerdem wird man das FP-7 auf Grund der gewichteten Tastatur wohl eh kaum zum exzessiven Orgelspielen benutzen wollen.

Die anderen Sounds wie etwa Streicher, Bässe oder Gitarren sind in Roland-typischer, hoher Qualität vorhanden, wobei die Auswahl und Editier- möglichkeiten natürlich begrenzt sind.

In der Praxis ist vor allem die Kombination aus guter Tastatur, gutem Sound und guten Boxen bestechend. So kann man das FP-7 sowohl zu hause zum Üben, als auch auf der Bühne oder im Studio problemlos nutzen. Die Boxen klingen (im Vergleich zu anderen Stagepiano-Boxen) warm und druckvoll. Außerdem lassen sie sich ausschalten, wenn beispielsweise über eine externe PA gespielt wird.

 

Ebenfalls praktisch ist der Miniklinke-Eingang. Da kann man schnell mal einen MP3-Player anschließen, zum Mitspielen oder Transkribieren. Ein internes Metronom ist natürlich Standard, die genaue Angabe der Taktart aber dennoch löblich und unerlässlich. Weiterhin benutze ich zum Üben recht häufig den Session Partner mit seiner Funktion, eigene Akkorde aufzunehmen. So lassen sich etwa komplizierte kurze Harmonieabfolgen im Loop abspielen, um dazu Skalen etc. zu üben.

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