Gitarre
Test
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23.11.2018

Revv G3 Test

Distortion-Pedal für E-Gitarre

Metal-Zerrmeister

Das Revv G3 Distortion-Pedal entstammt denselben Werkstätten, in denen normalerweise edle Amps in Handarbeit und aus hochwertigen und perfekt aufeinander angestimmten elektronischen Bauteilen hergestellt werden. Chef und Mastermind des in Winnipeg, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Manitoba angesiedelten Unternehmens, ist Dan Trudeau, der vor seiner Karriere als Amp-Designer Servicetechniker für CNC-Anlagen und im Bereich der Robotik tätig war.

Nach den großen Erfolgen der Generator Amp-Linie hatte sich Dan dazu entschlossen, den Sound des Generator 120 High-Gain Kanals in Pedalform herauszubringen. Die Idee hinter dem G3 war die Nachahmung dieses sogenannten Purple-Kanals auf Transistorbasis, eine Entwicklung, die ein knappes Jahr in Anspruch nahm.

Details

Konzept und Aufbau

Die Elektronik des G3 sitzt in einem stabilen, violetten Stahlblechgehäuse. Wie bei einigen modernen Verzerrern erzeugt das Pedal einen in sich fertigen und schlüssigen Sound, der keinen angezerrten Amp benötigt. Ganz im Gegenteil klingt das Pedal am besten vor einem völlig clean eingestellten Gitarrenverstärker oder im Effekt-Return. Alternativ kann man den G3 auch direkt in eine Endstufe stecken, denn laut Hersteller kann der Verzerrer nicht nur mit klassischen Gitarrenverstärkern, sondern auch mit digitalen- und Hybridamps. Insofern hat das Pedal sogar Preamp-Qualitäten.

Das Pedal ist im Vergleich zu den meisten Verzerrern mit ziemlich vielen Reglern ausgestattet. Da wären zunächst einmal der Gain-Regler für den Verzerrungsgrad und der Volume-Regler für die Ausgangslautstärke. Wie es sich für einen waschechten High-Gain-Verzerrer gehört, findet sich hier auch eine komplette Dreiband-Klangregelung, bestehend aus Bass, Middle und Treble. Hier geht es also richtig zur Sache und in punkto Vielseitigkeit kann man sich wirklich nicht beklagen. Aber es kommt noch besser, denn der Sound lässt sich mit einem Dreiweg-Kippschalter noch weiter verfeinern. In der mittleren Position bringt das Pedal die geringsten Gainreserven, gefolgt vom Blue Channel und dem Red Channel. Gleichzeitig ändert sich die Zerrstruktur von einer eher klassischen hin zu einer sehr straffen Wiedergabe.

Die Anschlüsse befinden sich an der Stirnseite, dazu gehört neben den beiden Ein- und Ausgangsbuchsen auch der Anschluss für ein optionales 9-Volt-DC-Netzteil.

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