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Test
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30.06.2016

Pioneer SE-MHR5 Test

High-Resolution-Kopfhörer für unterwegs

Hi-Fi-Kopfhörer im Studio?

Auch der mobile Mensch möchte auf exzellenten Sound nicht verzichten, und so buhlen zahlreiche Hersteller mit portablen HiRes-Kopfhörern um die Gunst der audiophilen Kundschaft. Pioneers SE-MHR5 gehört ebenfalls in diese Produktgruppe. Wir haben uns den gar nicht mal so teuren Hörer kommen lassen und sind neugierig, was der Kandidat im Studio zu leisten vermag. Denn die Erkenntnis, dass mit reiner Schönfärberei heutzutage kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist, hat sich auch in der Hi-Fi-Branche längst herumgesprochen.

Der Kopfhörer wird zusammengefaltet in einer Transporttasche geliefert. So weiß man schon beim Auspacken seine Reisetauglichkeit zu schätzen. Mit einem Gewicht von 240 Gramm liegt er im guten Mittelfeld. Die Verarbeitung wirkt solide und hochwertig, erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass Gabel und Scharniere aus Plastik und nicht aus Aluminium bestehen. Die Bügel und die inneren Fassungen der Ohrmuscheln bilden durch schwarz-gummierten Kunststoff einen schönen Kontrast, der Kopfhörer wirkt optisch gelungen.

Details

Allgemeines

Kopf- und Ohrpolster bestehen aus weichem Leder, gefüllt mit Memory-Schaum. Das sorgt für einen angenehmen Sitz. Die Schienen zur Größenverstellung laufen erfreulich fest, sind jedoch ohne größeren Kraftaufwand zu bewegen. Die Führung des austauschbaren Kabels ist linksseitig, wie von den meisten Kopfhörermodellen gewohnt. Trotz der Buchse in der Ohrmuschel betont Pioneer, dass beide Seitenteile mit identischem Volumen konzipiert wurden, damit keine Differenzen im Frequenzspektrum auftreten. Für guten Tiefgang hat der Hersteller pro Seite einen optisch auffälligen Bassreflexport integriert. Die Abdeckung der Ohrmuscheln besteht dann tatsächlich aus geriffeltem, schwarz lackiertem Aluminium mit dem Logo obenauf.

Kabel und Zubehör

Zwei Kabel von jeweils 1,2 Metern Länge gehören zum Lieferumfang. Das Standardkabel hat an beiden Enden 3,5mm-Stereo-Klinkenstecker. Das zweite Kabel arbeitet symmetrisch und besitzt daher zwei vierpolige Klinken, an der Hörerseite im 3,5mm- und an der Verstärkerseite im 2,5mm-Format. Die hörerseitige Klinke ist bei beiden Kabelvarianten mit einer Arretierung gegen versehentliches Herausziehen gesichert. Die kräftige und geriffelte Ummantelung schützt vor Kabelbruch und Knoten, allerdings ist eine Neigung zu Verdrehern schon beim Auspacken zu bemerken. Für Pros auf der Bühne und im Studio ein Ärgernis. Die Tasche ist leicht und schützt den Kopfhörer vor leichteren Außeneinwirkungen wie Spritzwasser und Kratzern, vor stärkeren Stößen jedoch nicht.

Technik und Kennzahlen

Wie bei HiRes-Geräten üblich, verläuft der Frequenzgang über das Hörspektrum hinaus. So reicht das Spektrum laut Hersteller von 7 Hertz bis 50 Kilohertz. Um eine gute akustische Balance zu erreichen, setzt der Hersteller auf ein Doppelkammersystem. Die Impedanz liegt für einen mobilen Kopfhörer mit 45 Ohm vergleichsweise hoch, jedoch entlockte er jedem Testzuspieler ausreichend Pegel.

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