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Test
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04.06.2014

Okko Dominator Test

Distortion Effektpedal

Chef im Ring

Der Okko Dominator im bonedo-Test - Der nächste Zerrer aus dem Hause Okko, der sich dem bonedo-Test stellt, bietet sich eher für härtere Einsätze an - bei einem Pedal mit dem Namen Dominator erwartet man auch nicht unbedingt Kuschelrock-Sounds. Fettes Brett ist angesagt und laut Hersteller kommt das Gerät mit einem satten Ton, der aber nichts mit den überkomprimierten „Bedroom-Metal“ Sounds gemeinsam haben soll. 

Trotz hohem Verzerrungsgrad soll das Pedal immer noch natürlich klingen und auch auf die Spieldynamik ansprechen. Das klingt auf jeden Fall sehr interessant, aber bevor wir unser Vertrauen vorbehaltlos dem Katalogtext eines Herstellers schenken, wollen wir doch lieber mit eigenen Augen und Ohren erfahren, wie viel davon der Okko Dominator tatsächlich kann.

Details

Unser Testkandidat kommt im feuerroten Metallgehäuse der Konfektionsgröße B (118 x 97 x 54 mm), allerdings im Querformat gehalten, sodass alle fünf Regler nebeneinander in der oberen Reihe sitzen und Amp-Panel-mäßig angeordnet sind. In der Mitte findet man ganz groß den Schriftzug, der dem Gitarristen unterschwellig Mut zuspricht und nebenbei auch noch anzeigt, ob der Distortion aktiviert ist, denn im Buchstaben O hat man die große Kontrolllampe eingearbeitet. Mehr an Bedienelementen gibt es auf der Oberseite nicht, außer dem obligatorischen Fußschalter (True Bypass) in der unteren rechten Ecke. Einen weiteren Schalter (Midrange Selector) hat man allerdings auf die Rückseite verbannt, hier befinden sich auch die drei Anschlussmöglichkeiten für Input, Output und ein externes 9V-Standard-Netzteil. 

Der Dominator kann natürlich auch mit einer normalen 9V-Batterie betrieben werden, hierzu muss allerdings die Bodenplatte des Gehäuses abgeschraubt werden, denn ein separat zugängliches Batteriefach gibt es nicht. Unser Testkandidat benötigt für ein analoges Zerrpedal ordentlich Power, der Hersteller gibt 45 mA Stromverbrauch an, daher würde ich eher zum Netzbetrieb raten. Es arbeitet mit einem internen Spannungsverdoppler, damit auch genügend Headroom und dynamischer Spielraum vorhanden ist, was auch den etwas höheren Stromverbrauch erklärt.

Die Bedienung unseres Pedals ist relativ simpel. Mit Gain und Level werden Verzerrungsgrad und Endlautstärke eingestellt, zusätzlich steht eine aktive Dreiband-Klangregelung zur Einstellung der Klangfarbe des Zerrsounds zur Verfügung. Der Clou an der ganzen Konzeption ist die Möglichkeit, den zu bearbeitenden Frequenzbereich des Mittenreglers mit dem Midrange-Selection-Schalter auszuwählen und dem Sound so eine entsprechende Färbung zu geben. So sieht der Fokus des Mittenbereichs mit dem Midrange-Selection-Schalter aus:

Position 0 (Schalter in der Mitte) - tiefe Mitten

Position I (Schalter rechts) - obere Mitten

Position II (Schalter links) - mittlere Mitten 

Wie sich das Ganze nun anhört und was man damit alles anstellen kann, erfahrt ihr sofort im Praxisteil. 

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