Gitarre Hersteller_Nexi_Industries
Test
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13.11.2018

Nexi Industries Fuzz FZZ-01-UD Test

Fuzz-Pedal für E-Gitarre

Fuzz ohne Boden

Das Nexi Industries Fuzz FZZ-01-UD gehört zu den Pedalen des niederländischen Herstellers, die sowohl als Bestandteile eines speziellen Effektboards oder aber als Standalone-Geräte eingesetzt werden können. Nexi Industries geht in Sachen Effekt-Organisation eigene Wege und bietet ein in sich abgestimmtes System, das ausgesprochen funktional und praxistauglich ausgefallen ist.

Unser Testkandidat ist, wie alle Effektpedale des Herstellers, ein Bestandteil des eigenentwickelten "The Solution"-Boards, in das es mit einem Klick und ohne sonstige Kabelverbindungen integriert werden kann. Allerdings war Nexi Industries clever genug, den Pedalen auch alle Anschlussmöglichkeiten mitzugeben, die sie für den unabhängigen Betrieb brauchen. Deshalb muss sich der Fuzz FZZ-01 aus der Urban-Serie heute auch alleine vor dem Amp bewähren.

Details

Das Fuzz wird gut geschützt in einem schlichten Karton geliefert und macht auf den ersten Blick einen ausgesprochen robusten Eindruck. Wie alle Pedale von Nexi Industries besitzt auch dieses Abmessungen von 7,8 x 12,2 x 6,0 cm und bringt 409 Gramm auf die Waage. Das robuste Aluminiumgehäuse ist schwarz lackiert, wobei die Oberseite mit hellen Farbspritzern "veredelt" wurde. Wem die Farbgebung nicht gefällt, kann aus zwei weiteren Designs auswählen, die der Hersteller anbietet, wobei das UD in unserem Fall für Urban Design steht. Optional ist auch ein "Racing Stripes" und ein "Original Design" in schlichtem Grau. Insgesamt stehen 14 Pedale zur Verfügung, darunter auch ein Wah- und ein Volume-Pedal.

Der Hersteller wirbt mit der Tatsache, dass sämtliche Produkte spritzwassergeschützt sind, worauf auch die Gummierungen der Pedale hinweist, die an der Unterseite für einen rutschfesten Stand sorgt. Da bei allen ein innovatives Stecksystem für die Verbindung mit dem hauseigenen "The Solution"-Board bürgt, besitzt auch das Fuzz-Pedal hier einen Multipin-Stecker, der ebenfalls mit einem Gummi verschlossen ist. Allerdings wird dieser Anschluss heute nicht verwendet werden, da das Pedal ganz herkömmlich seine Fähigkeiten zeigen muss.

Wer sich näher für das Stecksystem interessiert, dem sei unser Test des Blues Ultra Starter Kits mit dem "The Solution"-Board ans Herz gelegt.

Die Ein- und Ausgangsbuchsen des Pedals befinden sich an der rechten und linken Gehäuseseite, der Anschluss für das Netzteil ist an der Stirnseite zu finden. Auch diese Öffnungen sind mit kleinen Gummideckeln verschlossen, die sich problemlos entfernen lassen. Soll das Pedal mit einem Netzteil betrieben werden, wird ein Standard 9-Volt-Gleichstromadapter benötigt. Aber auch Batteriebetrieb ist möglich, wozu vier Schrauben an der Unterseite entfernt werden müssen, die sich in der Gummierung befinden. Dabei handelt es sich um Torx-Schrauben, daher sollte man unbedingt an ein passendes Werkzeug denken. Ein Blick in das Innere zeigt sauberste Verarbeitung und den Anschluss für einen 9-Volt-Block.

Die Signalführung ist wie bei allen Nexi Pedalen analog und bietet einen True-Bypass, der das einkommende Signal bei ausgeschaltetem Pedal direkt an den Ausgang weiterleitet. Auffälligstes Merkmal auf der Oberseite ist sicherlich der verhältnismäßig groß ausgefallene Fußschalter. Wird dieser betätigt, leuchtet ein LED-Kranz, der die drei Potis umringt, was für eine sehr gute optische Kontrolle des Betriebszustands sorgt. Die drei Potis befinden sich im oberen Drittel des leicht abgeschrägten Fuzz-Pedals und justieren Gain, Tone und Volume. Die Potis drehen sich sehr geschmeidig und besitzen genügend Widerstand, um nicht versehentlich verstellt zu werden, und ihre drei Metallknöpfe zeigen mit ihren schwarzen Skalenstrichen auch aus dem Stand die aktuelle Reglerposition.

Auf mich macht das ohne Fehl und Tadel in China gefertigte Pedal einen durchdachten und stimmigen Eindruck.

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