Gitarre Hersteller_Nexi_Industries
Test
1
20.01.2019

Nexi Industries 70s Distortion-DIS01-UD und Distortion-DIS02-UD Test

Distortion-Pedale für E-Gitarre

Völlig losgelöst

Die Nexi Industries 70s Distortion DIS-01 und Distortion DIS-02 aus der Urban-Serie des niederländischen Herstellers lassen sich kabellos in das neuartige wie clevere Effektboard integrieren, das unter der Bezeichnung "The Solution" einfachste Organisation und problemlosen und schnellen Einsatz der hauseigenen, aber mit entsprechendem Zubehör auch markenfremder Pedale erlaubt.

Die eigenen Kreationen, zu denen auch die beiden Distortion-Pedale dieses Tests gehören, können umgekehrt aber auch als eigenständige Effekte in ein herkömmliches Setup eingebunden werden, was ihren Gebrauchswert erheblich steigert. Aus diesem Grund kommen die beiden Zerrer in diesem Test ohne das heimische Solution-Board zum Einsatz und müssen zeigen, ob sie auch als eigenständige Bodentreter überzeugen können.

Details

Sämtliche Pedale aus dem Hause Nexi Industries sind spritzwassergeschützt und bis auf Wah- und Volume-Pedal nahezu gleich aufgebaut. Unterschiede gibt es nur bei der Anzahl der verwendeten Potis. Beide Kandidaten werden sicher verpackt in einem Karton geliefert und besitzen Abmessungen von 7,8 x 12,2 x 6 cm. Die in China aus Aluminium gefertigten Gehäuse machen eine überaus robusten Eindruck. Das DIS-01 70s Distortion bringt 422 Gramm auf die Waage, das DIS-02 Distortion 413 Gramm.

Da beide Pedale aus der Urban-Serie stammen, sind die ansonsten schwarz lackierten Gehäuse auf der Oberseite mit orange-roten Sprenkeln und Beschriftung versehen. Sollte diese Optik nicht ansprechen, gibt es sie aber auch in Streifenoptik (Racing Design) oder ganz schlicht grau eingefärbt (Original Design). Nexi bietet insgesamt 15 Pedale, allesamt in diesen drei Designs.

Ein Rundgang um die Pedale macht klar, das sich der Hersteller einige Gedanken in punkto Nutzerfreundlichkeit gemacht hat. Das fängt schon mit der Unterseite an, die mit einem breiten Gummi versehen ist, der für einen rutschfesten Stand sorgt. In der Gummierung sind vier Torx-Schrauben zu finden, die die Unterseite mit dem restlichen Gehäuse fixieren. Hat man das passende Werkzeug zur Hand und entfernt den Boden, zeigt sich im Inneren der Pedale sauberste Verarbeitung und der Anschluss für einen 9-Volt-Block. Das ist gut zu wissen, also alles wieder angeschraubt und weiter geht es mit dem Rundgang.

Da sich die Pedale mit dem hauseigenen "The Solution"-Board kabellos integrieren lassen, müssen Signal und Strom irgendwie auf anderen Wegen hinein. Dies geschieht mithilfe eines Multipin-Steckers an der Unterseite, der bei Nichtgebrauch mit einem Gummi verschlossen ist.

Bei einem normalen Pedalboard ist ein solcher Anschluss in der Regel nicht zu finden, daher hat Nexi Industries seine Pedale auch mit herkömmlichen Ein- und Ausgangsbuchsen an der linken und rechten Gehäuseseite versehen. Diese sind, wie auch der Netzteilanschluss an der Stirnseite, ebenfalls mit Gummipfropfen verschlossen, die sich aber leicht entfernen lassen. Ein Standard-9-Volt-Gleichstromnetzteil oder eine zentrale Spannungsversorgung reichen zum Betrieb.

Alle Nexi-Pedale verfügen übrigens über eine analoge Signalführung und einen True-Bypass. Der verhältnismäßig große Fußschalter aktiviert das jeweilige Pedal und schaltet gleichzeitig auf der Oberseite im oberen Drittel einen LED-Kranz, der auch aus einiger Entfernung den aktiven Zustand deutlich anzeigt, eine sehr gute Idee! Glücklicherweise fällt das Licht auch nicht zu hell aus, was leider oftmals der Fall ist und das Ablesen häufig unnötig erschwert. Dieser Lichtkranz umschließt beim 70s Distortion drei Metallpotis, beim Distortion, dem DIS-02, hingegen nur zwei.&nb

Sie lassen sich allesamt sehr geschmeidig bedienen und zeigen dank eines schwarzen Skalenstrichs die aktuelle Stellung zuverlässig an. Beim 70s Distortion stehen Distortion, Tone und Volume zum Justieren bereit, das Distortion besitzt einen Pre-Gain und einen Power-Regler. Nexi Industries bewirbt das mit zwei Reglern ausgestattete Pedal als ausgesprochen vielseitig einsetzbar, wohingegen sich das 70s Distortion, ganz wie der Name schon sagt, eher Vintage-orientiert zeigt.

Wie sich das klanglich darstellt, werde ich jetzt im Praxisteil näher beleuchten.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare