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20.03.2009

Neve Portico 5042 Test

Große Namen = große Leistung?


Zwar geraten Bandmaschinen und der Begriff der analogen Bandsättigung bei der breiten Masse mehr und mehr in Vergessenheit. Doch gerade Sound-Gourmets wissen die bereitgestellten klanglichen und dynamischen Eigenschaften nach wie vor zu schätzen. So werden Bandmaschinen heutzutage beispielsweise weiterhin für das Basis-Recording und Mastering eingesetzt, da das klangliche Verhalten der Bandsorte und die jeweilige Laufgeschwindigkeit durchaus einen positiven Effekt auf das Audiomaterial haben können. Es soll sogar Toningenieure geben, die ihre Tonbandsorte (Ampex, 3M, BASF) am Klangverhalten und dem Bandgrundrauschen erkennen. Dieses Klangverhalten wird im Allgemeinen als Bandsättigung bezeichnet.

 

Der Neve 5042 soll das Verhalten eben dieser Bandsättigung simulieren und ist als ein zweikanaliges Gerät auch für den Stereobetrieb ausgelegt. Eine analoge Färbung zu geben, verspricht uns das Gerät, basierend auf dem Klangverhalten analoger Bandaufzeichnungstechnik, in Abhängigkeit der Parameter „Tape Input“ – Aufzeichnungspegel, Bandgeschwindigkeit und Bandsättigung/Kompression. Einsatzgebiet sind alle Signale (Mono oder Stereo), bei denen der Toningenieur davon ausgeht, dass es ihnen an „analoger Färbung“ fehlt. Zum anderen steht die Funktion „Line Driver“ zur Verfügung, um einen Pegelgewinn von bis zu 12 dB zu erzielen. High-End ist die richtige Kategorie, in der dieses Gerät seine Verwendung finden soll. Denn nur mit „sauberen“ Signalen ist eine Veränderung hörbar. Der Neve 5042 ist weder für den Live-Einsatz noch für den Proberaum oder das Homerecording-Studio konzipiert.

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