Gitarre Hersteller_Mooer
Test
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19.08.2018

Mooer Mod Factory MKII Test

Modulations-Multieffektpedal

Mini-Moduliermaschine

Das Mooer Mod Factory MKII Mikro-Pedal vereint in seinem kleinen Gehäuse tatsächlich einen Multi-Effektgenerator, der sage und schreibe elf klassische Modulationseffekte bereithält. Mit der Micro-Serie hat sich der chinesische Hersteller auf extrem kleine Gehäuse eingeschossen, bei denen die Miniaturisierung lediglich durch die Größe der Buchsen, Schalter und Potis limitiert wird.

Positiv ist, dass die winzigen Gehäuse dem User die Unterbringung unglaublich vieler Pedale auf dem Stressbrett erlauben. Und negativ, dass die winzigen Gehäuse dazu verführen, unglaublich viele Pedale aufs Stressbrett zu nageln. Unser Testkandidat, der Mooer Mod Factory MKII, verspricht mit seiner breiten Auswahl an Modulationseffekten die Einsparung des einen oder anderen Pedals.

Details

Konzept und Aufbau

Das Micro-Gehäuse ist mit seinen Maßen von gerade einmal 93,5 x 42 x 52 mm (L x B x H) bei einem Gewicht von 146 Gramm ein wahres Platzwunder. Eine gummierte Unterseite sorgt für sicheren Halt auf den Brettern, die die Welt bedeuten, obwohl sich das Pedal gerade wegen seiner geringen Maße und dem fehlenden Batteriebetrieb eher für die Unterbringung per Klettband auf dem Pedalboard eignet.

Die Oberseite beherbergt die Bedienelemente, deren Herzstück ein mittig platzierter, mit einem großen, weißen Poti-Zeigerknopf ausgestatteter 11-Positionen-Drehstufenschalter ist. Mit ihm wird der gewünschte Effekt angewählt.

Zur Auswahl stehen:

  • Chorus
  • Flanger
  • Tremolo
  • Phaser
  • Vibrato
  • Rotary
  • Liquid
  • Auto Wah
  • Stutter
  • Ring
  • Low Bit

Für jeden Effekttyp stehen maximal drei Parameter zur Verfügung, deren Regelmöglichkeiten sich in Form von drei kleinen schwarzen Potis für Speed, Depth und CTRL vor dem Modus-Schalter befinden. Hinter dem Mod-Selector wartet der Serial/Parallel-Taster inklusive LED-Statusanzeige.

Im parallelen Modus wird das Gitarrensignal vor der Effektsektion gesplittet und lässt sich im Gegensatz zum seriellen Modus stufenlos beimischen. Das Ergebnis sind weichere und unaufdringlichere Modulationseffekte. Das Ganze ist auch optisch gut zu erkennen, denn im seriellen Modus leuchtet die LED blau und im parallelen Modus rot.

Der Fußschalter hat drei unterschiedliche Funktionen. Zum einen fungiert er ganz normal als Ein- und Ausschalter. Im Accel-Modus drückt und hält man den Schalter bei eingeschaltetem Effekt, wodurch sich die Geschwindigkeit der Modulation allmählich steigert. Nach dem Loslassen kehrt das Tempo wieder auf den Ursprungswert zurück. Um in den Tap-Modus zu kommen, drückt man bei eingeschaltetem Effekt zweimal hintereinander auf den Fußtaster. Das Pedal verlässt den Tap-Tempo-Modus fünf Sekunden nach dem letzten Tippen automatisch.

Um die beiden gegenüberliegenden Ein- und Ausgangsbuchsen überhaupt unterbringen zu können, wurden sie versetzt angebracht. Deshalb findet sich im Inneren des Pedals kein Platz für einen 9-Volt-Block, aber ein Anschluss für ein 9-Volt Gleichstrom-Netzteil wartet an der Stirnseite. Ein Batteriebetrieb würde auch wenig Sinn machen, denn mit einem Verbrauch von 250 mA wäre ein 9-Volt-Block ziemlich schnell leergesaugt.

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