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Mooer 020 Blueno Test

Praxis

Für die Aufnahmen der Audiofiles verbinde ich das Blueno-Pedal mit dem Effekt-Return meines Marshalls JVM 410 und nehme die angeschlossene 2×12″ Box mit einem SM 57 ab. Eine klangliche Bearbeitung der Aufnahmen habe ich natürlich nicht vorgenommen.
Ich beginne mit dem cleanen Kanal des Blueno und einer Fender Telecaster. Alle Regler des Pedals zeigen in die Mittelposition.

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Clean 1: Alle Regler 12 Uhr, Telecaster Clean 2: Alle Regler 12 Uhr, Telecaster

Der cleane Kanal präsentiert sich in Verbindung mit der Telecaster druckvoll und angenehm offen in den Höhen. Die Attacks und die typische Klangästhetik der angeschlossenen Gitarre werden klar und deutlich wiedergegeben.
Es folgt ein Beispiel mit einer Gibson Les Paul. Die Einstellungen am Pedal behalte ich bei.

Audio Samples
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Clean: Alle Regler 12 Uhr, Les Paul

Auch der typische Klang der Les Paul wird deutlich wiedergegeben und besitzt ein mittiges, breites Klangbild mit angenehmen Höhen und nicht zu präsenten Bässen.
Ich drehe nun Treble- und Mid-Regler auf Maximum, den Bass aber in die Minimalstellung. Ich bleibe bei der Les Paul.

Audio Samples
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Clean: Bass min, Mid und Treble max., Les Paul
Der Mooer 020 Blueno glänzt mit ausgeprägten Mitten und besticht durch seine Durchsetzungskraft.
Der Mooer 020 Blueno glänzt mit ausgeprägten Mitten und besticht durch seine Durchsetzungskraft.

In dieser Einstellung erscheint das Klangbild durch den reduzierten Bass etwas schlanker, besitzt aber weiterhin ausreichend Durchsetzungskraft.
Weiter geht es mit dem Overdrive-Kanal des Blueno. Im ersten Durchgang kommt die Telecaster, im zweiten die Les Paul zum Einsatz. Alle Regler stehen wieder in der Mitte.

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Overdrive: Alle Regler 12 Uhr, Telecaster Overdrive: Alle Regler 12 Uhr, Les Paul

Hier wird der Sound insgesamt etwas bissiger und rückt ein kleines Stückchen weiter nach vorn. Ich würde den Klang als schmutzig-clean beschreiben. Auch hier ist auffällig, wie deutlich die Attacks bei beiden Gitarren wiedergegeben werden.
Im nächsten Beispiel drehe ich den Gain-Regler von 9 Uhr in die Mitte, dann auf 15 Uhr und abschließend ganz nach rechts. Als Gitarre verwende ich die Les Paul.

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Overdrive: Gain Check (9-12-15-max.), Les Paul

Je höher der Gain-Regler aufgedreht wird, desto mehr fokussieren sich die Mitten, was für einen vokalähnlichen Klang sorgt. Mit High-Gain hat das aber natürlich gar nichts zu tun. Außerdem gibt das Pedal ehrlich und schonungslos Spielfehler preis.
Ich möchte im nächsten Beispiel herausfinden, was passiert, wenn ich die tiefe E-Saite der Les Paul auf D herunterstimme, dabei Treble- und Bassregler ganz auf- und das Mid-Poti ganz zudrehe.

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Overdrive: Bass max, Mid min., Treble max, Les Paul Drop D

Der EQ arbeitet ausgesprochen effektiv und ist in der Lage, die Charakteristik des Pedals zu verändern. Der Sound wird bissiger und ist recht durchsetzungsstark.
Im letzten Beispiel möchte ich herausfinden, was die Speaker-Simulation in Sachen authentischer Klang macht.

Audio Samples
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Check Speakersimulation

Wie bei allen von mir getesteten Mooer-Pedalen der Micro-Preamp-Serie gefällt mir auch hier die Speaker-Simulation sehr gut. Sie liefert eine gute Basis zum weiteren Bearbeiten in einer DAW oder mit dem EQ eines Mischpults. Das Mittenbild ist ausgeprägt und auch das Spielgefühl stimmt.

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