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04.12.2017

Mix-Trick für superbreiten Vocalsound

Endlich richtig fetter Gesangs-Mix

Hyper Production stellen euch auf ihrem Youtube-Kanal eine einfache Mix-Variante vor, mit denen ihr in wenigen Schritten Gesangsspuren, die mit einem einfachen Demosound daherkommen, eine eindrucksvolle Tiefe verpassen könnt. Ergänzt wird das Ganze durch Stereo-Backing-Vocals, die in der exakt selben Weise bearbeitet werden. Drei Spuren Gesang reichen demnach bereits aus, um einen richtig fetten Gesangssound zu mixen. Und das geht so:

Die Lead Vocals werden von Hyper Production zweimal dupliziert und die Tonhöhen der Duplikate mit einem Pitchshifter um -6 Cents bzw. +6 Cents verändert. Beide tonhöhenveränderten Spuren werden dann hart per Panning nach links und rechts ausgelenkt. Auf dieselbe Weise werden auch die Spuren der Backing Vocals dupliziert, per Pitch-Shifter verändert und im Stereobild verteilt.

Die Lead Vocals werden dann noch mit einem Delay versehen, das dem Originalsignal per Send-Weg zugemischt wird. Im Beispiel ist das ein Achtel-Noten-Delay mit einem nicht zu starken Feedback von 26% und Low und High Cut-Filtern, die die Bandbreite des Delay-Sounds auf 110 bis 8400 Hz begrenzen. So können sich weder Basswummern noch Höhen unangenehm aufschaukeln.

Eine Kleinigkeit solltet ihr aber beachten, die nicht im Video erwähnt wird, aber sehr gut zu hören ist. Wenn ihr mit einem Pitch-Shifter-Plugin in Echtzeit arbeitet, kann es zu Signallatenzen kommen. Diese könnt ihr gegebenenfalls umgehen, indem ihr das entsprechende Audio-Event direkt mit der Pitch-Shift-Bearbeitung eurer DAW verändert oder aber das Audiosignal inklusive Effekt per Render-Funktion in ein neues Event einrechnen lasst.

Wenn ihr noch mehr Workshops zum Mixen von Vocals sucht, dann werdet ihr auf bonedo.de fündig … zum Beispiel in unserem Vocal Production Workshop.

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