Test
4
29.11.2017

Praxis

Eine musikalische Ohrenweide, auf die man sich bei normalen Schlagzeugbecken im Idealfall gefasst machen kann, erwarte ich von den Still Cymbals vor dem Platzieren auf meinen Beckenstativen nicht. Aber das ist auch nicht Sinn der Übung, hier geht es eindeutig um reduzierte Lautstärke bei annähernd realistischem Spielgefühl. Zur besseren Beurteilung des Lautstärkeunterschieds habe ich euch mein akustisches Set auch mit einem Paiste Beckensatz mittlerer Gewichtsklasse aufgenommen. Die beiden 16“ und 18“ Crashes entstammen der 602 Modern Essentials Serie, das 20“ Ride ist ein Traditionals Medium Heavy Ride und die Hi-Hat ein 15“ 602 Modell aus den 60er Jahren.

Zum Vergleich der Lautstärke könnt ihr hier die oben angesprochenen Paiste Becken hören:

Die Millenium Still Becken sind, ähnlich wie die bekannten Low Volume Becken, wirklich leise, man kann also den Gehörschutz guten Gewissens in der Tasche lassen. Bedingt durch die vielen Löcher klingen sie etwas zischelig, mit viel Höhenanteil bei relativ kurzem Sustain. Die Modell-Vorlagen, also Hi-Hat, Crash- und Ride-Becken, sind eindeutig zuzuweisen. Ich habe also nicht das Gefühl, wie zum Beispiel bei E-Drum Beckenpads, auf einem komplett anderen Instrument zu spielen. Das Still-Ride hat eine hörbar abgesetzte Bell, und die Außenseite lässt sich auch ohne Probleme ancrashen. Alle Sounds und Bewegungen, die ich auf normalen Hi-Hat Becken ausführen kann, lassen sich auch der Still Hi-Hat entlocken. Auffällig ist der relativ starke Rebound der Beckenoberflächen, den ich (genau wie bei Zildjians Low Volume Becken auch) auf die vielen Löcher und die insgesamt hohe Spannung der Becken zurückführe.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare