Gitarre Hersteller_MesaBoogie
Test
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17.12.2014

Mesa Boogie Mark Five:25 Test

Röhrenverstärker Gitarren-Topteil

Let's Boogie!

Der Markt für kleine Röhrenamps zeigt sich absolut stabil und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2014 präsentiert uns Mesa Boogie den Mark Five:25, die kleine Version des gleichnamigen Flaggschiffs Mesa Boogie Mark V, das seit 2009 über die Bühnen schippert. Optisch ist das Topteil an den großen Bruder angelehnt, aber etwas kleiner in Sachen Leistung, Abmessungen und Gewicht - das kleine Rock´n´Roll Handtäschchen für unterwegs sozusagen.

Nicht gespart wurde beim Mark Five:25 allerdings bei den wesentlichen Dingen: Es gibt zwei Kanäle, den legendären Fünfband-EQ und jede Menge weiterer nützlicher Features. Wir schauen uns das kleine Vollröhren-Gitarren-Topteil mal genauer an.

Details

Gehäuse/Optik

Der Mark Five:25 kommt im robusten Holzgehäuse, das mit schwarzem Vinyl überzogen und an sechs Ecken mit Kunststoffschonern ausgestattet ist. Zum Tragen wartet auf der Oberseite ein Kunststoffgriff und im ruhenden Zustand hat der Kleine rutschfesten Halt auf vier großen Gummifüßen. Das leicht angeschrägte Bedienfeld findet man an der oberen Hälfte der Frontseite, die Fläche darunter ist mit schwarzem Boxenbespannstoff überzogen. Mit den Maßen 355 x 203 x 221 mm (B x H x T) und einem Gesamtgewicht von 7,5 kg ist unser Kandidat wirklich sehr handlich, für die schnelle Jam-Session oder eine Probe kann man ihn notfalls auch mal über eine längere Strecke tragen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren. Ob die 25 Watt Leistung für das Spiel in der Band und auf der Bühne ausreichen, werden wir im Praxisteil erforschen. Die Chancen stehen auf jeden Fall gut, denn hier ist pure Röhrentechnologie am Start, in der Vorstufe arbeiten sechs 12AX7 und die Endstufe ist mit zwei EL84 bestückt. Die Rückseite bietet einen nahezu ungestörten Blick auf die Glühkolben, denn es gibt keine Rückwand, die Endstufenröhren sind lediglich durch ein Metallgitter geschützt.

Bedienfeld

Unser Testkandidat ist komplett zweikanalig aufgebaut, das bedeutet, er hat identische Regler für beide Kanäle: Gain, Treble, Middle, Bass, Presence, Master. Dazu kommt der Fünfband-EQ, den man wahlweise für jeden Kanal einzeln schalten kann, auch per Fußschalter. Außerdem verfügt jeder Kanal über einen Mode-Schalter, der drei verschiedene Grundcharakteristiken in petto hat. In ersten sind das Clean, Fat und Crunch, im zweiten MKIIC+, MKIV und XTREME. Auch die Leistung lässt sich pro Kanal anpassen, Schalter rechts neben dem EQ bieten die Wahl zwischen 10 und 25 Watt. Am linken Rand wartet eine Anschlussbuchse auf die Gitarre und eine weitere auf den mitgelieferten Fußschalter, der den EQ und die Kanäle fernsteuert. Rechtsaußen haben Power- und Standby-Schalter ihren Platz eingenommen. Das Bedienfeld ist für einen so kleinen Amp recht üppig ausgestattet, aber das ist noch nicht alles, denn auf der Rückseite geht es weiter ...

Rückseite

Auch hier hat man sich nicht lumpen lassen, der Mark Five:25 ist zwar klein, aber kein Spielzeug. Neben dem Effektloop-Anschluss (Send, Return - serieller Effektloop) findet sich auch ein Kopfhörerausgang für den Fall, dass man spät abends niemanden stören möchte. Selbstverständlich liegt hier ein frequenzkorrigiertes Signal an, und wer das zum Recording benutzen möchte, dem steht gleich eine symmetrische XLR-Buchse mit der Bezeichnung CabClone DI zur Verfügung. Diese Schaltung simuliert eine Lautsprecherbox und lässt sogar die Wahl zwischen Open Back und Close Back. Weiterhin besteht die Möglichkeit, den CabClone wahlweise mit oder ohne Lautsprecher zu betreiben, auf den Betrieb mit Lautsprecher warten drei Anschlüsse mit 2x 4 Ohm und 1x 8 Ohm. In der Mitte der Rückseite bieten sich zwei zusätzliche Regelmöglichkeiten, die den Anteil des integrierten Federhalls für jeden Kanal separat bestimmen.

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