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19.07.2018

MasterSounds FX, Radius 4V Rotary-Mixer und Linear 4V vorgestellt

Wer hätte das gedacht: Erst letztes Jahr schickte die britische Mischpultschmiede MasterSounds ihren Vierkanal Rotary-Mixer Radius 4 aufs DJ-Parkett, den wir in diesem Artikel über den Testparcours gezerrt haben, und nun folgt ein Doppelschlag mit Vollausstattung und Linefader-Modell. Dazu wird auch gleich noch ein FX-Gerät serviert, mit dem man den Sound ordentlich durch die Mangel drehen kann.

MasterSounds FX

Das Effektgerät soll für 495 Pfund über den Tisch gehen und ist eine Kombination aus analog emulierendem Klangschredder, Multimode-Filter und Distorsion Unit. Letztgenannte verfügt über einen Parameter-Regler, das Filter ist mit Resonanz- und Frequenz-Pots ausgerüstet und kann als Hochpass, Tiefpass oder Bandpass operieren. Die Haupt-Effektsektion mit dem Auswahl-Drehschalter bietet 8 Effekte: 3 Delays, 3 Reverbs, Noise und ein Pitching-Delay. 

Radius 4V und Linear 4V

... setzen ab auf Röhrenverstärkung und kommen mit einem Dreiband-EQ pro Kanal statt lediglich Hochpassfilter zur Klangregelung anzubieten. Außerdem haben sie einen Penny & Giles Crossfader anzubieten, was zumindest für das Rotary-Modell bemerkenswert ist, da nicht wenige Hersteller darauf verzichten. Wie gehabt findet sich in der Master-Sektion der Dreiband-Master-EQ/Isolator. Es gibt separate Master- und Booth-Ausgänge und Regelmöglichkeiten. Die Kopfhörersektion wartet mit Split-Funktion und Cue/Add-Mix-Regler auf.

Jeder der vier vollausgestatteten Kanalzüge ist mit Quellwahlschalter, Gain, Dreiband-EQ, Cue-Button, Crossfader-Zuweisung und pre/post umschaltbaren Aux-Sends bestückt. Dazu kommen 10-schrittige LED-VU-Meter zur Pegelkontrolle pro Kanal, begleitet von den analogen VU-Meter rechts oben, die automatisch auf das Vorhörsignal wechseln, sobald Cue an einem Kanal eingeschaltet wird. Ebenso nett anzusehen: die Beleuchtung wechselt bei Übersteuerung von warmweiß auf hellrot.

Der Hersteller verbaut im Linear 4V hochwertige TKD-Fader. Beim Radius 4V werden Alps-Pots genutzt. Für amtlichen warmen Rotary-Sound und authentischen Turntable-Klang sorgen laut Herstellerangaben vier aufeinander abgestimmte Doppel-Trioden-Röhren, ein Paar Burson V6 Classic-Verstärker, eine neu entwickelte RIAA-Stufe und JFET-Vorverstärker.

Handgefertigte Boutique-Mixer wie diesen gibt’s natürlich nicht zum Wühltischpreis. Satte 1985,- Pfund ruft MasterSounds auf.

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