Gitarre Ukulele
Test
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03.06.2019

Praxis

Sound

Unverstärkt gespielt macht sich bei der Manoa Maui die Fichtendecke sofort deutlich bemerkbar. Transparenz und klare Höhen dominieren das Klangbild und man spürt deutlich, dass hier ein großes Potential liegt und sich die Decke im Klang bei häufigem Spielen noch ausgereifter präsentieren wird. Das liegt in der Natur der Sache, denn bei Massivholzdecken kann man über die Zeit im Gegensatz zu den Decken, die in Schichtbauweise angefertigt werden, von einem klanglichen Zugewinn sprechen. Strummings werden von einer starken Präsenz getragen, das Verhältnis zwischen den Bässen, den Mitten und den Höhen ist sehr stimmig. Auch klingen die einzelnen Saiten sehr ausgewogen zueinander. Der Grundklang ist nicht sehr weich oder gefällig, er prescht eher nach vorne und schafft sich sehr einnehmend Gehör beim Publikum.

Etwas ausbalancierter kommt der Sound des Roadie Modells daher: Das Klangbild hat ein gutes Verhältnis zwischen Fülle und Klarheit. Soloeinlagen in den höheren Lagen überzeugen mit einem schönen Sustain. Umso flacher der Korpus, umso unproblematischer bzw. rückkoppelungsärmer läuft das Tonabnehmersystem auf der Bühne. Und genau da gehört dieses Modell auch hin. Man könnte nun den Eindruck bekommen, das Instrument hätte unverstärkt gespielt irgendeinen Nachteil. Dem ist aber nicht so. Schon beim ersten Anspielen ist kein Lautstärkeunterschied zu einer normalen Ukulele mit tiefem Korpus hörbar. Klar, das Volumen ist ein klein wenig schlanker, aber für jeden Interessenten, der dieses Modell auch unplugged zur Liedbegleitung nutzen will sei gesagt: Go for it!

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