Hersteller_Korg
Test
3
27.02.2013

Praxis

Sound

Das Korg Pa3X muss sich klanglich mit seinem Konkurrenten Yamaha Tyros 4 messen lassen. Im Vergleich zum Vorgänger Pa2X wurde einiges verbessert! Gerade die Drums, die ausschlaggebend sind für den Sound der Styles sind, klingen druckvoller und können mit dem neuen Drum-Editor detailliert verändert werden. Doch zunächst zu den Instrumenten.

Die akustischen und elektrischen Pianos klingen großartig und setzen sich gut durch:

Orgeln und Akkordeons können überzeugen und sind in großer Vielfalt vorhanden:

Die akustischen und elektrischen Gitarren sind durchschnittlich:

Die Streicher und Chöre sind brauchbar, ein weiblicher Sopran-Sound sticht heraus: 

Die Bläser können überzeugen, vor allem die warmen Posaunen und Trompeten klingen sehr gut:

Solo-Synths und Flächen setzen sich gut durch, sind aber nicht besonders aktuell. Gerade die neueren Hits à la Taio Cruz kann man mit diesen etwas altbackenen Sounds nicht unbedingt reproduzieren. 

Styles

Die Styles des Pa3X überzeugen vor allem durch die aufgewerteten Drums. Neue Ambient-Drumkits und die verbesserten Effekte verleihen dem Arranger mehr Glanz. Dem deutschsprachigen Entertainer wird die volle Palette der Schlager- und volkstümlichen Musik angeboten. Hier liegt ganz klar der Schwerpunkt des Musikanten:

Auch modernere Styles sind natürlich im Programm und gerade mit Hilfe des Songbooks lassen sich schnell bestimmte Songs reproduzieren:

Die Qualität der Styles ist hoch, kommt aber nicht ganz an die edlen Arrangements im Tyros 4 heran. Manchmal wirkt die Instrumentierung etwas billig und die Art der Programmierung sowie die Übergänge zu Endings etwas unrund.

Vocalist

Mit dem eingebauten TC Helicon Vocalist hat Korg einen hochwertigen Stimmenprozessor verbaut, der wirklich überzeugen kann. Zur Gesangsstimme wird z.B. ein Chor erzeugt, immer passend zum gespielten Akkord, oder eine tiefe Stimme, die immer genau eine Oktave unter der eigenen liegt. 

Auch der bekannte Hardtune-Effekt ist möglich, bekannt seit dem Hit „Believe“ von Cher:

Die Bedienung ist dabei äußerst komfortabel. Mit Hilfe der Drehregler ist eine schnelle Lautstärkeanpassung zum restlichen Keyboardsound garantiert.

Bedienung

An die Art der Menüführung im Pa3X gewöhnt man sich schnell. Dank der Vielzahl der Taster, die übersichtlich angeordnet sind, und des farbigen Touchscreens kommt man schnell und oft sogar auf unterschiedlichen Wegen ans Ziel. Dabei muss erwähnt werden, dass es sich bei dem TouchView-Bildschirm natürlich nicht um das Display eines iPhones handelt – man muss bei der Bedienung schon etwas Druck ausüben, was manchmal etwas ungewohnt ist. Die Möglichkeiten des Gerätes sind enorm, trotzdem verliert man nicht den Überblick, wenn man z.B. aus über tausend Sounds den passenden finden will. Wer tiefer in die Materie eindringt, kann mit ausgereiften Editoren für Drumkits, Sequencer, Styles und Sounds alles bearbeiten, was das Musikantenherz begehrt. Korg hat mit Funktionen wie Manualbass und Chord-Sequencer Features eingebaut, die dem Musiker beim Live-Spiel sehr entgegenkommen. Es sind oft die kleinen Dinge, die wichtig sind und die man schmerzlich vermisst, wenn sie plötzlich fehlen!

Die System-Software ist mittlerweile bei Version 1.6 angekommen und kann als ausgereift angesehen werden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil! Das Pa3X ist mittlerweile frei von Bugs und Kinderkrankheiten, alles läuft geschmeidig und ohne Wartezeiten. 

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare