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08.09.2021

Kaufberater Studio-Subwoofer (2021)

Die besten Tieftöner für satte Studio-Bässe

Subwoofer, ideale Ergänzung für Nahfeldmonitore mit eingeschränkter Basswiedergabe

Nicht nur für Studiobesitzer, die Surround-Anlagen nutzen, können Subwoofer ein fester Bestandteil ihrer Produktionsumgebung sein. Auch zur Erweiterung eines Stereo-Sets Nahfeldmonitore auf eine 2.1-Anlage eignen sich diese ausgewiesenen Tieftonlautsprecher. In diesem Kaufberater möchten wir euch deshalb Antworten auf folgende häufig gestellte Fragen geben:

  • Wann ist die Anschaffung eines Subwoofers sinnvoll?
  • Welche Typen von Subwoofer-Lösungen sind auf dem Markt erhältlich?
  • Welcher Subwoofer passt zu meinem Home-, Projekt- oder Profi-Studio?

Ganz gleich, ob Ihr nur gelegentlich eigene Songs aufnehmt und wenig Geld ausgeben möchtet, ob euer Budget etwas höher ist und ihr bereits Produktionen auf recht professionellem Niveau macht oder ob ihr eine kommerzielle Recording- und Mix-Umgebung betreibt – in unserem Kaufberater findet ihr den passenden Subwoofer. Falls Ihr auf der Suche nach Subwoofern für Live-Beschallungen seid, könnt ihr euch stattdessen in unserem Kaufberater Subwoofer für PA-Systeme umschauen.

Quick Facts: Subwoofer

Wer sich einen Basslautsprecher für den Studiobetrieb zulegen möchte, sieht sich einem Dickicht von Entscheidungen gegenüber, in das wir an dieser Stelle für euch die eine oder andere Schneise schlagen möchten. Schließlich soll euer Kauf nicht nach dem Prinzip Trial-and-Error erfolgen, sondern euch nach Möglichkeit auf Anhieb Bässe, Funktionalität und Handling bescheren, die ihr euch wünscht.

Wie bei anderen Lautsprechertypen auch, können Subwoofer in passiver und aktiver Ausführung auftreten. Während ihr für die passive Variante einen externen Verstärker benötigt, ist die aktive Variante mit einem integrierten Verstärker ausgestattet. Aktive Subwoofer sind gerade im Prosumer-Bereich deutlich häufiger anzutreffen. Das ist kein Wunder, liegen ihre Vorteile doch auf der Hand: Sie benötigen keine komplizierte Verkabelung und nehmen in der Regel weniger Platz in Anspruch als ein passiver Subwoofer plus Verstärker. Außerdem bietet die Verstärkungseinheit aktiver Subwoofer in vielen Fällen auch Anschlussmöglichkeiten für Nahfeldmonitore. Das wiederum spart Kabelwege und macht das eigene Studio ein ganzes Stück aufgeräumter.

Ein weiterer Punkt, den es bei der Entscheidung für einen Subwoofer zu bedenken gilt, ist seine Gehäusebauart. Während einige Subwoofer mit einer Bassöffnung und nicht selten mit einem Bassreflexsystem im Inneren arbeiten, gibt es auch Modelle mit geschlossenem Gehäuse. Sie haben für gewöhnlich den Vorteil, dass sie eine präzisere Bassabbildung bieten. Wer dagegen eine voluminösere, aber weniger genaue Basswiedergabe bevorzugt, wird mit einem Speaker mit Bassreflex besser fahren.

Ein entscheidender Auswahlpunkt für einen Subwoofer ist dessen frequenztechnische Passung zu einem eventuell schon bestehenden Stereopaar von Monitorlaustprechern. Damit sich überlappende Frequenzbereiche zwischen beiden Lautsprechertypen im Klangbild nicht übermäßig hervorstechen, sollte der Frequenzumfang des Subwoofers an den angepasst sein. Alternativ sollte die obere Frequenzgrenze des Tieftöners und/oder die untere Frequenzgrenze der Top-Speaker manuell angepasst werden können. Hier gilt es deshalb bei einer Neuanschaffung genau hinzuschauen, welche Nahfeldmonitore gegebenenfalls schon vorhanden sind und welchen Frequenzumfang sie haben, beziehungsweise ob und wo sich ihre Basswiedergabe einschränken lässt.

Welche Parameter muss ich beim Kauf eines Studio-Subwoofers bedenken?

Die Quick Facts haben euch einige typische Unterscheidungen von Subwoofern vorgestellt. Doch diese externen Bedingungen sind nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite besteht aus den konkreten Anforderungen eurer Produktionsumgebung… und da ist nunmal jeder Raum, jeder Musikstil, jeder Geschmack und auch jede schon bestehende Anlage individuell. Damit ihr euch ein klares Profil eurer Anforderungen an einen Basslautsprecher für machen solltet ihr zumindest Antworten auf die folgenden drei Fragen finden:

Welche Frequenzen soll der Subwoofer abbilden?

Diese Frage ist wohl einer der ganz zentralen, wenn nicht die zentralste Frage überhaupt, wenn es um die Anschaffung eines Subwoofers geht. Es ist ein ganz selbstverständlicher Wunsch, dass fast jeder Recording- und Mixing-Fan sich wünscht, den gesamten typischerweise vom menschlichen Gehör wahrnehmbaren Frequenzumfang in seinem Studio abbilden zu können. Was aber ebenfalls klar ist: Je tiefer die Wiedergabe eines Basslautsprechers sein soll, desto tiefer müsst ihr in der Regel bei der Anschaffung auch in die Tasche greifen. In diesem Punkt kann es sich deshalb lohnen Kompromisse einzugehen, wenn ihr auf euer Budget achten müsst. Schließlich ist bei dieser Frage auch entscheidend für welche Hörer ihr letztlich eure Audioproduktionen macht. Wird eure Musik vorwiegend auf Kopfhörern und über Desktop-Speaker von Laptops abgespielt, ist eine präzise Wiedergabe der allertiefsten Frequenzen im Mix nur in wenigen Fällen die Mehrkosten für Subwoofer wert, die bis in den Bereich um 20 Hz hinab arbeiten.

Welche Lautsprechergröße wird benötigt?

Eng mit der Frage nach der tiefsten Wiedergabefrequenz ist die Frage nach der passenden Lautsprechergröße verbunden. Denn als Faustregel gilt, je größer die Membran des Basslautsprechers desto tiefer auch der Ton, den er wiedergeben kann. Gerade in kleinen Räumen nehmen große Subwoofer aber enorm viel Platz ein, der eigentlich nicht zur Verfügung steht. Außerdem ist nicht jeder Raum für eine ultratiefe Basswiedergabe geeignet. Probleme wie sich aufschaukelnde Resonanzen in den Raumecken (sogenannte Bassmoden) oder Dröhnen zwischen parallelen Wänden (durch stehende Wellen) sind nur zwei der Probleme, die vor allem in akustisch unbearbeiteten Räumen auftauchen können.

Dazu kommt, dass sich tiefe Frequenzen in kleinen Räumen gar nicht erst voll ausbreiten können und es deshalb zum Druckkammereffekt kommt. Eine präzise Beurteilung der Bassfrequenzen ist dann kaum möglich. Wenigstens die halbe Wellenlänge einer bestimmten Frequenz sollte sich zwischen Bassmembran und Wand ausbreiten können, um diesen Effekt zu vermeiden. Bei 20 Hz müsste ein Abhörraum dann schon eine Tiefe von über 8,50 m haben, bei 40 Hz immerhin noch eine Tiefe von 4,42 m. Wenn ihr für eure Raumgröße die passende untere Frequenz finden möchtet, könnt ihr diese mit der folgenden Formel berechnen:

Das bedeutet, dass ihr in einem Raum mit 2,50 m Distanz zwischen Subwoofer und Wand eine Bassfrequenz von 68,64 Hz wiedergeben könnt, ohne dass es in dieser Richtung zu einem Druckstau kommt.

Welche Leistung ist angemessen?

Wenn es um die akustische Leistung eines Subwoofers geht, werden sich die meisten Homestudiobesitzer entspannt zurücklehnen können. Denn in den eher kleinen Räumen, die typischerweise für Heimaufnahmen genutzt werden, bedeuten beim maximalen Schalldruckpegel schon Werte um 90 dB SPL einen regelrechten Overkill. Ähnlich sieht es bei der Ausgangsleistung von integrierten Verstärkern und externen Endstufen aus. Wer hier Wert auf praktische Angaben legt, sollte bei den Herstellerangaben nicht auf die kurzfristige Maximalleistung in W schauen, sondern stattdessen auf den Wert der Musikleistung achten, der mit dem Zusatz „RMS“ angegeben wird.

Habt ihr für euch Antworten auf diese Fragen gefunden und euch auch mit den vorangehenden Quick Facts auseinandergesetzt, findet ihr euch problemlos in unseren Kaufempfehlungen verschiedener Subwoofer zurecht. Wenn ihr euch ganz generell für aktiv oder passiv, für Bassreflex oder geschlossenes Gehäuse, für einen ergänzenden Subwoofer oder eine fertige 2.1-Anlage entschieden habt, könnt ihr je nach Geldbeutel und Professionalitätsgrad gezielt in unsere Empfehlungen schauen.

Studio-Subwoofer für schmale Geldbeutel

Wer sich zuhause ein Homestudio eingerichtet hat, hat die Qual der Wahl zwischen Multimedia-Subwoofern und Tieftönern, die sich tatsächlich für die Musikproduktion mit geringem Budget eignen. Wir haben für euch drei Modelle herausgesucht, die euch trotz kleiner Kasse immerhin ein Low-End bis 40 Hz hinab oder sogar kurz darunter bescheren.

Wenn hier stellenweise nicht nur Subwoofer, sondern auch Monitore zu sehen sind, liegt das daran, dass sie gemeinsam im Test behandelt wurden. Die Modelle sind aber auch einzeln erhältlich!

Vorkonfektionierte 2.1-Anlage oder ergänzender Subwoofer?

Die Vorteile einer vorkonfektionierten 2.1-Anlage liegen auf der Hand. Zunächst ist die Abstimmung der Trennfrequenz zwischen Tieftöner und Top-Lautsprechern bei diesen Sets aufeinander abgestimmt. Deshalb könnt ihr bei diesen Systemen einen smoothen Übergang zwischen Bassfrequenzen und unteren Mitten erwarten. Über die Trennfrequenz hinaus ist auch das übrige Sound-Bild aller drei Speaker aus einem Guss. Und nicht zuletzt passen alle drei Lautsprecher auch in Sachen Design zueinander.

Alternativ dazu könnt ihr zu einem bestehenden Stereopaar von Nahfeldmonitoren einen Subwoofer ergänzen. Hier müsst ihr dann zwar auf die Passung der Trennfrequenz achten oder darauf, dass der Basslautsprecher ein justierbares manuelles HiCut-Filter besitzt. Dafür seid ihr aber nicht auf die Bandbreite des Subwoofers eines 2.1-Sets angewiesen, sondern könnt den Subwoofer ganz nach eigenen Vorstellungen auswählen.

Einige Hersteller haben aber auch verschiedene Speaker-Reihen in ihrem Programm, aus denen ihr euch je nach Bedarf ein Set zusammenstellen könnt. Diese Lösung liegt dann irgendwo zwischen gut harmonierender vorkonfektionierter Anlage und frei Schnauze zusammengestelltem 2.1-System.

Studio-Subwoofer für Homestudios

Wer größere Ansprüche an den Frequenzumfang eines Subwoofers stellt und in seinem Homestudio sogar bis 30 Hz oder ein wenig weiter hinab in Sound eintauchen möchte, der findet im Bereich bis 400,- € einige Tiefbass-Modelle, bei denen sich das Antesten lohnt. Die vier Modelle, die vier Modelle, die wir euch hier vorstellen, sind allesamt aktive Speaker mit offener Bauweise, die über eine regelbare Trennfrequenz verfügen.

Subwoofer-Feinheiten

Wer auf ein besonders intensives Basserlebnis wert legt, bei dem der Boden des Raums mitschwingt und die Tiefbass-Quelle kaum noch lokalisierbar ist, kann statt eines herkömmlichen Basslautsprechers auch auf einen Subwoofer mit Downfire-Technik zurückgreifen. Diese Subwoofer-Bauart ist vor allem für den Heimkinobereich interessant, aber in Tonstudio-Umgebungen eben auch für all diejenigen, die Audio für Games und Filme produzieren.

Sofern ihr Musik produziert entscheidet ihr euch jedoch besser für eine klassische Frontfire-Lösung, die ihr noch dazu vom Boden entkoppelt, um das Mitschwingen des Bodens weitgehend zu vermeiden. So könnt ihr zum einen das Mix-Signal analytischer beurteilen. Zum anderen geht bei einem auf diese Weise aufgestellten Frontfire-Sub weniger Energie an den Boden verloren. Das kann gerade bei geringerer Leistung des Subwoofers und höheren Laustärken einen entscheidenden Unterschied machen.

Vor allem wenn mehr als nur ein einzelner Subwoofer zum Einsatz kommen soll, ist es außerdem entscheidend, dass die Geräte eine Möglichkeit zur Polaritätsinvertierung besitzen. Andernfalls können bei der Wiedergabe Kammfiltereffekte, Schwebungen und sogar Auslöschungen entstehen. Professionelle Anwender kommen deshalb nicht um einen Subwoofer mit „Phasenumkehrschalter“ oder tiefergreifenden Regelungen herum.

Studio-Subwoofer für Projektstudios und Profis

Wer Qualität groß schreibt und sowohl in Sachen exklusiver Ausstattung seines Tieftöners als auch bei der Passung zu einer bestehenden 2.0-Anlage höchste Anforderungen stellt, kann richtig tief in die Tasche greifen. Die Kosten eines Subwoofers könne dabei schnell immens sein. Wir haben für euch aber zwei Subwoofer herausgesucht, die im Projektstudio nicht die Kasse plündern, und zwei Basslautsprecher, die kaum Wünsche offen lassen, wenn es euch nicht ums Geld gehen sollte.

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