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Test
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10.12.2018

JHS Pedals Tidewater Tremolo Test

Tremolo-Effektpedal für E-Gitarre

Wabern mit Stil

Der JHS Pedals Tidewater Tremolo-Pedal stammt aus der Fertigung des Boutique-Herstellers aus dem amerikanischen Grandview in der Nähe von Kansas City, der 2007 mit der Produktion von Effektpedalen begann und recht schnell der Geheimtipp-Ecke entwuchs. Kreationen mit dem JHS-Logo finden sich inzwischen auch auf den Boards zahlreicher bekannter User wie beispielsweise The Edge, Andy Timmons, Mike Campbell und vielen anderen.

Das JHS Tidewater Tremolo steckt in einem Mikro-Pedalgehäuse und soll laut Hersteller den beliebten und legendären Tremoloeffekt reproduzieren, wie man ihn von Fender-Blackface oder Vox-Amps kennt. Das macht neugierig, zumal das Pedal für JHS-Verhältnisse zu einem recht moderaten Preis zu haben ist.

Details

In einem Karton sicher verpackt erreicht mich das 93 x 38 x 48 mm kleine und hellblau lackierte Pedal, das aufgrund seiner schmalen Abmessungen recht wenig Platz auf dem meist chronisch übervölkerten Pedalboard fordert. Im Karton befinden sich außerdem eine Bedienungsanleitung, ein Firmenaufkleber, ein Plektrum und vier Gummifüßchen, die bei Bedarf angeklebt werden können und das Pedal vom Wegrutschen auf glatten Flächen abhalten. Sehr gut, denn genau diese sind bei hochpreisigen Edelpedalen erstaunlicherweise recht selten zu finden.

Das vollständig aus Metall gefertigte Gehäuse macht einen hochwertigen Eindruck und fasst sich auch entsprechend an. Die Unterseite ist mit Schrauben fixiert und wird vermutlich eher selten entfernt werden, denn das Pedal lässt sich nicht mit Batterie betreiben. Einen Grund dazu gibt es dennoch, denn im Inneren befinden sich drei Dip-Schalter, die ein Halbieren der Tremologeschwindigkeit ermöglichen. Der Anschluss für das benötigte Netzteil wartet an der Stirnseite, wobei das Pedal nach einem Standard-9-Volt-Gleichstromspender verlangt, wie er auch sonst bei den meisten Pedalen verwendet wird. Die Ein- und Ausgangsbuchsen liegen rechts und links an den Gehäuseseiten und sind von außen mit dem Gehäuse verschraubt, was für zusätzliche Stabilität sorgt.

Auf der mit Wellenlinien verzierten Oberseite finden sich drei Regler mit passend zur Optik gewählten blauen Kunststoffknöpfen, die jeweils einen weißen Skalenstrich besitzen und ein Ablesen der Stellung auch aus der Entfernung ermöglichen. Der Volume-Regler bestimmt bis zur 12-Uhr-Stellung die Gesamtlautstärke, kann aber auch, wenn er weiter aufgedreht wird, als Booster agieren, um die Vorstufe des Amps anzupusten. Der Mix-Regler justiert die Intensität des Tremolos und der Speed-Regler reguliert die Effektgeschwindigkeit, die, wie schon erwähnt, mit den internen Dip-Switches halbiert werden kann. Zum Aktivieren des Effekts steht der obligatorische Fußschalter bereit, der gleichzeitig eine LED zum Leuchten bringt, die den aktiven Zustand anzeigt.

Natürlich besitzt das Tidewater einen True-Bypass, der das einkommende Signal im deaktivierten Zustand direkt an den Ausgang weiterleitet. Zur optischen Kontrolle der Geschwindigkeit dient eine zusätzliche kleinere LED, die dem Tempo entsprechend blinkt.

Verarbeitungsseitig gibt es rein garnichts zu bemängeln und das in den USA handgefertigte Pedal macht einen sehr hochwertigen Eindruck.

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