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Test
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12.10.2017

J. Rockett Audio Designs Majestic Overdrive Test

Overdrive-Pedal

Led’s rock

Der J. Rockett Audio Designs Majestic Overdrive hat mit Jimmy Page, Led Zeppelin, einer 1959er Les Paul und einem Marshall-Amp gleich diverse Väter und Mütter und soll laut seinen Schöpfern vor allem Freunde des 70er Jahre Gitarrensounds ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Effektspezialisten aus den USA beglücken seit 2006 die Gitarristenszene mit immer wieder neuen und zum Teil ganz eigenen Interpretationen klassischer Pedale.

Auch der Majestic Overdrive schlägt, zumindest in seinem Anspruch, Besonderes bieten zu wollen, in diese Kerbe. Dazu widmet er sich klanglich einem sehr speziellen Thema, das sich am Sound von Jimmy Page auf dem Led Zeppelin Album How The West Was Won orientiert und dem eine 1959er Les Paul an einem Marshall als Vorlage gedient haben soll. Eine interessante Ansage, die wir uns näher anschauen und anhören werden.

Details

Optik/Verarbeitung:

Das Pedal entsteht in Handarbeit in den USA und wird in einem Pappkarton geliefert, in dem sich lediglich noch ein Firmenaufkleber befindet. Leider wurde auch dieses Pedal ohne Gummifüßchen geliefert. Bei einem Preis weit über der 200-Euro-Marke sollten diese meiner Meinung nach aber selbstverständlich zum Lieferumfang gehören. Ob sie schließlich verwendet werden oder nicht, sollte jedem selbst überlassen bleiben.

Die Verarbeitung ist, wie gewohnt, vorbildlich und wohl für die Ewigkeit gedacht. Und das hat auch seinen Grund, denn die beiden Firmeninhaber Chris Van Tassel und Jay Rockett können auf eine lange Erfahrung in der Recording-Industrie und als Session-Musiker zurückgreifen und wissen recht genau, was ein professionelles Pedal ausmacht.

Das Gehäuse besteht vollständig aus Metall und besitzt ein Kampfgewicht von 401 Gramm bei gerade einmal 60 x 42 x 102 mm (B x H x T).

Vier samtweich laufende Potis mit roten, griffigen Kunststoffknöpfen lassen ein feinfühliges Justieren von Volume, Gain, Bass und Treble zu. Wird das Pedal per Metallfußschalter aktiviert, leuchtet eine rote LED. Im ausgeschalteten Zustand leitet der True-Bypass das einkommende Signal unangetastet an den Ausgang weiter.

Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich wie auch der Netzteilanschluss an der Stirnseite, Letzterer verlangt 9-Volt-Gleichstrom, wie sie normalerweise von jeder zentralen Spannungsversorgung eines Effektboards geliefert wird. Aber auch der Betrieb mit einem 9-Volt-Block ist möglich, dazu müssen jedoch vier kleine Kreuzschlitzschrauben an den Gehäuseseiten entfernt werden.

Auch mit dem Majestic Overdrive beweist J. Rockett Audio, auf welch hohem Niveau die Pedale gefertigt werden und rechtfertigt zumindest in Teilen den nicht gerade als günstig zu bezeichnenden Preis. Viel wichtiger ist aber natürlich der Sound, und um den geht es nun im Praxisteil.

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