Test
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27.08.2016

Istanbul Mehmet 22“ Sahra Ride Test

Ride-Becken

Von Jazz bis Crash

Der türkische Beckenhersteller Istanbul Mehmet präsentiert der Trommlerwelt ein brandneues 22 Zoll Ride Becken, welches auf den Namen „Sahra“ hört und das erste Instrument einer gleichnamigen, neuen Serie des Traditionsherstellers ist.  Das in der Türkei handgehämmerte, dünne Instrument, hergestellt aus B20 Bronze, lässt einen trockenen, warmen Grundsound erwarten und spricht so vor allem Freunde eines jazzigen, washigen Klangs an – der erfreulich günstige Anschaffungspreis dürfte das Interesse an diesem Cymbal zusätzlich steigern.
Eine kleine Geschichtsstunde zur Marke: Der Name „Istanbul“  dürfte den meisten Trommlern durchaus etwas sagen – schließlich steht die größte Metropole der Türkei seit langer Zeit an erster Stelle, wenn es um die Kunst des Beckenschmiedens geht, und dass es eine gleichnamige Marke gibt, hat sich mittlerweile auch herumgesprochen. Diese wurde Anfang der Achtzigerjahre in eben jener Stadt am Bosporus gegründet. Zunächst wurden die Instrumente unter dem Namen „Zildjiler“ in die USA exportiert, kurz darauf taufte man die Manufaktur schlicht auf den Namen „Istanbul“. Nach dem Tod eines der beiden Gründer im Jahre 1997, Agop Tomurcuk, teilte sich das Unternehmen in zwei eigenständige Firmen, und so gibt es seither die Marken „Istanbul Agpop“ und „Istanbul Mehmet“, zurückgehend auf den zweiten Gründer, Mehmet Tamdeger. Und aus eben diesem Hause, Istanbul Mehmet, stammt das neue „Sahra“ Ride, welches wir uns nun einmal ganz genau anschauen wollen.

Details

Im Lieferkarton finde ich das 55 Zentimeter große Becken, nochmals eingepackt in eine transparente Plastiktüte mit Haltegriffen und Marken-Aufdruck. Als erstes fällt mir das mit 2255 Gramm verhältnismäßig kleine Gewicht des Instrumentes auf, welches der geringen Materialstärke geschuldet ist. Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite des Riesentellers findet sich ein schwarzer Logo-Aufdruck „Istanbul Mehmet – Handmade Cymbals from Turkey“. Auf der Oberseite prangt zudem der Name „Sahra“ sowie die Größengabe „Ride 22 / 55 cm“. Auch auf der Rückseite des Beckens findet sich die Größenangabe, sowie auf der von Hammerschlägen verschonten Innenseite der Kuppe noch die Unterschrift des ausführenden Beckenschmiedes – ganz so, wie es von Beginn an im Hause Istanbul Tradition war. 

Roher Look – kleine Bell.
Die Optik des Sahra Ride ist ziemlich roh; obwohl auf beiden Seiten dezente Spuren des Abdrehvorgangs zu erkennen sind, dominieren die fingernagelgroßen Hammerschläge das Erscheinungsbild des Beckens. Darüber hinaus wurde die Oberfläche nicht weiter behandelt, und so ergibt sich ein Muster aus Schwarz und Bronze, welches ein wenig an die Fellzeichnung einer Wildkatze erinnert. Die eher kleine Bell ist auch auf der Schlagseite frei von Hammerschlagspuren, das Mittelloch ist perfekt gearbeitet. So viel also zu den Fakten, jetzt wird es Zeit, das Schätzchen zum Klingen zu bringen – auf in die Praxis!

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