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23.06.2021

"Ihr könnt mich mal" - Roger Waters möchte nicht dass Facebook Pink Floyds Song verwendet

Facebook Chef Zuckerberg wollte 'Another Brick in the Wall 2' für eine Werbung von Instagram nutzen. Roger Waters von Pink Floyd ist über die Anfrage gar nicht erfreut und schießt während einer Veranstaltung gegen Facebook und Zuckerberg. 

Roger Waters ist bekannt dafür, seine Meinung offen auszudrücken. Kein Wunder also, dass er mit Zensur ein Problem hat. Und genau diese Zensur bemängelt er auch im Falle von Wikileaks-Gründer Julian Assange. Die Berichterstattung über Assange sei demnach nicht neutral, viele Inhalte werden auf Plattformen wie Facebook oder Instagram zensiert.

Bei der Solidaritätsveranstaltung "The Peoples Forum" zur Freilassung von Julian Assange brachte der Musiker dann etwas unerwartet dieses Thema auf den Tisch. Grund dafür war ein Angebot von Facebook Gründer Zuckerberg, bei dem eine enorme Geldsumme geboten wurde, um 'Another Brick in the Wall (Part 2)' für eine Instagram Werbung zu nutzen. Die Antwort darauf war sehr deutlich: "Fuck you. No fucking way." 

Waters kommt in Fahrt

Zuerst wollte er das Thema dabei belassen, das Publikum im Raum fand die Ansprache aber sehr amüsant. Dass spornte Waters weiter an, seine Meinung offen kundzutun. In folge dessen las er Teile der Anfrage von Facebook vor und machte sich darüber lustig. Er nannte Zuckerberg unter anderem einen der "mächtigsten Idioten der Welt". In dem Schreiben an Rogers steht, dass "die Ansichten des Songs auch heutzutage geläufig und notwendig sind". Daher sei der Song so "zeitlos und wichtig". Dieser Interpretation stimmt Rogers zwar zu, sieht aber einen Widerspruch in der Verwendung von Facebook. Mit Songzeilen wie "We don't need no thought control" (Wir brauchen keine Gedankenkontrolle) kritisiert der Song eben genau das, was Facebook heutzutage macht. 

Laut Waters möchte Facebook und Instagram das Lied nur nutzen, um noch mächtiger zu werden, um "absolut alles zu übernehmen". Als logische Schlussfolgerung sieht Waters, dass das amerikanische Unternehmen alles noch mehr nach eigenen Vorstellungen zensieren möchte - und damit auch weniger Berichterstattung über Julian Assange zulässt. Anmerkung: Erst vor wenigen Tage gab Facebook bekannt, dass sie in Zukunft Regeln schaffen möchte, was als Satire durchgehen kann und was nicht. 

Das Video, welches Waters auch auf Facebook mit dem Untertitel "Zuckerberg was a little prick when he was grading co-eds. Being very rich changes nothing, he’ll always be a little prick!" teilte, gibt es hier zum nachsehen.

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