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29.05.2019

Gitarrenzubehör für Anfänger: Welches Equipment braucht man?

Ratgeber für Gitarreneinsteiger

Das richtige Zubehör für Westerngitarre, E-Gitarre und Konzertgitarre

Beim Kauf der ersten Gitarre steht häufig die Frage im Raum, welches zusätzliche Equipment gleich zu Beginn eine sinnvolle Investition darstellt. Diese Frage richtet sich natürlich auch nach dem gewählten Gitarrentyp. Dennoch ist manches Zubehör sowohl für die klassische Gitarre als auch für die Westerngitarre oder E-Gitarre gleichermaßen zu empfehlen.

Um nicht den Überblick zu verlieren, bekommt ihr im heutigen Ratgeber umfassende Tipps zu sinnvollem Zubehör für Gitarreneinsteiger.

Das Stimmgerät

Eine sehr wichtige Investition für alle Gitarrentypen stellt das Stimmgerät dar. Denn ist die Gitarre nicht sauber gestimmt, trübt das mit Garantie die Spielfreude und ist zudem auch nicht förderlich für die Entwicklung des Gehörs. Daher solltet ihr euer Instrument von Anfang an regelmäßig stimmen.

Elektronische Stimmgeräte, auch Tuner genannt, gibt es in verschiedenen Größen, Ausführungen und natürlich auch Preisklassen. Sehr kompakt und praktisch sind die sogenannten Clip-Tuner, die ganz einfach an der Kopfplatte befestigt werden.

Typische Standard-Stimmgeräte sind etwas größer, bieten aber auch einen Klinkenanschluss für elektrisch verstärkte Gitarren und haben eine übersichtlichere Anzeige. Empfehlenswert ist es außerdem, sich gleich einen Tuner anzuschaffen, der sowohl eine einfache nummerierte Anzeige für die Standardstimmung der sechs Saiten besitzt, als auch eine Chromatic-Tuner-Funktion, bei der alle Töne des Tonsystems erkannt und angezeigt werden können. Die nummerierte Anzeige bietet Einsteigern, die mit den Tonnamen noch nicht so vertraut sind, einen besseren Überblick.

Möchte man später aber auch alternative Stimmungen ausprobieren oder eine arg verstimmte Gitarre erst einmal in Stimmung bringen, schafft der Chromatic-Tuner-Abhilfe.

Manche Stimmgeräte haben übrigens auch gleich eine praktische Metronomfunktion an Bord. Kalibrieren lässt sich außerdem häufig auch die Höhe des Kammertons. Diese sollte im Normalfall auf 440 Hz stehen.

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Clip Tuner:

Standard Stimmgeräte:

Das Metronom

Timing ist ein elementarer und sehr entscheidender Bestandteil beim Musikmachen. Die Genauigkeit des eigenen Timings lässt sich dabei von Beginn an mit einem sogenannten Metronom schulen.

Empfehlenswert ist ein elektrisches Metronom mit diversen Funktionen. Klassische Metronome zum Aufziehen sehen dagegen zwar im Mobiliar eines Musikzimmers schön aus, arbeiten aber nicht so genau und umfassend wie ihre modernen elektrischen Verwandten.

Wer es von Anfang an ganz genau wissen will, dem sei ein Exemplar mit den typischen Zusatzfunktionen wie der Wiedergabe von verschiedenen Taktarten und Notenwerten empfohlen. Wie schon erwähnt, ist aber auch bei einigen Stimmgeräten eine einfache Metronomfunktion bereits integriert.

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Der Gitarrenständer

Damit das Instrument nicht zu Schaden kommt und einen Platz hat, an dem es sicher abgestellt werden kann, ist ein stabiler und sicherer Gitarrenständer eine sehr lohnenswerte Investition! Gitarrenständer gibt es in verschiedenen Ausführungen für diverse Gitarrentypen. Möchte man Platz sparen, ist man mit einem Wandhalter natürlich auch gut beraten.

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Die Gitarrentasche

Eine gute Gitarrentasche sorgt auch unterwegs dafür, dass die Gitarre unversehrt bleibt. Hier den Sparhebel anzusetzen, macht also keinen Sinn. Dennoch ist eine einfache Tasche häufig schon Bestandteil von Einsteiger-Gitarrensets.

Ansonsten ist es zu empfehlen, je nach Modelltyp eine Tasche zu wählen, die eine gewisse Polsterung aufweist, sich bequem tragen lässt, Räume zum Verstauen von Noten und anderem kleinen Zubehör bietet und bestenfalls auch wasserabweisend ist. Bei einer teureren Gitarre macht es natürlich auch Sinn, gleich über einen Koffer nachzudenken.

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Der Notenständer

Auch wenn das Notenlesen bei Gitarreneinsteigern nicht unbedingt zu den beliebtesten Übungen gehört, ist ein Notenständer beim Üben generell sehr sinnvoll.
So lassen sich nämlich je nach Sitz- oder Stehposition alle Dokumente, von Songtexten über Tabs und Noten, auf Augenhöhe positionieren, was einen bequemen Lesevorgang erlaubt.
Notenständer gibt es ebenfalls in verschiedenen Ausführungen. Möchte man den Notenständer auch unterwegs einsetzen, empfiehlt sich die einfache Klappvariante.

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Der Kapodaster

Besonders unter Spielern der Westerngitarre ist der Kapodaster ein beliebtes Werkzeug, um mit offenen Saiten in anderen Tonarten spielen zu können. Zu Beginn kann das Kapo aber auch eingesetzt werden, um schwer zu greifende Akkorde zu umgehen. Kapos gibt es dabei in verschiedenen Größen und Ausführungen für alle Gitarrentypen.

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Das Plektrum

Das Spielen mit dem Plektrum ist vor allem unter Besitzern von E- und Westerngitarre verbreitet, während es bei der Konzertgitarre zumindest bei klassischer Spielweiser eher nicht eingesetzt wird. Für die E-Gitarre und die Westerngitarre empfehlen sich Plektren in Medium- und Heavy-Stärke. Weiche "Thin"-Plektren lohnen wiederum, auf der klassischen Gitarre ausprobiert zu werden.

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Spielhilfen für Konzertgitarre

Konzertgitarristen wird im Unterricht meist eine Fußbank nahegelegt, um das Instrument in eine bessere Spielposition zu bringen. Alternativ dazu haben sich aber auch Gitarrenstützen, die an der unteren Zarge befestigt werden, oder das sogenannte Dynarette-Kissen etabliert. Diese beiden Alternativen sorgen dabei für eine ergonomische Sitzhaltung.

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Der Gitarrengurt (Westerngitarre & E-Gitarre)

Das Üben im Stehen stellt eine willkommene Abwechslung für die Körperhaltung dar. Spätestens aber, wenn die erste Band gegründet wird, muss die Gitarre an den Gurt geschnallt werden. Falls bei eurem ersten Instrument noch kein Gurt dabei ist, empfiehlt es sich, gleich einen hinzuzukaufen.

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Das Gitarrenkabel (E-Gitarre)

Ohne ein zusätzliches Kabel nützt euch bei euer E-Gitarre auch der schönste Verstärker nichts. Also, Kabel nicht vergessen!

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Der Übungsamp (E-Gitarre)

Der Musikmarkt bietet inzwischen eine Menge guter Lösungen zum Thema Übungsamps. Für Abwechslung sorgt dabei ohne Frage ein sogenannter Modelling-Amp, der Simulationen der bekanntesten Verstärkertypen und häufig auch eine Auswahl typischer Gitarreneffekte mitbringt. So bekommt der angehende E-Gitarrist einen ersten Eindruck von den möglichen Soundvariationen seines Instrumentes, ohne dabei in weiteres Equipment investieren zu müssen.

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Die Saiten

Gitarrensaiten sollten regelmäßig gewechselt werden, zumal sie vor allem auf der E-Gitarre am Anfang häufiger reißen können. Je nach Musikrichtung und Spielweise empfehlen sich verschiedene Saitenstärken. Daher ist es nicht unüblich, im Laufe der Zeit immer wieder die Saitenstärke zu wechseln.

Bei klassischen Gitarren stellt dennoch ein "Medium Tension"-Satz am Anfang eine gute Wahl dar. Westerngitarren werden wiederum ab Werk meist in der Saitenstärke "Light" ausgeliefert, die in der Regel von .012 - .053 reicht. Um das Saitenziehen nicht unnötig zu erschweren, empfiehlt sich bei E-Gitarren zu Beginn eine Saitenstärke von .009 - .042. Wer nicht ständig wechseln will, sollte zudem ruhig einmal beschichtete Saiten ausprobieren.

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Weiteres Zubehör

Mit einer Saitenkurbel für die Stimmwirbel lässt sich der Saitenwechsel deutlich bequemer bewerkstelligen. Ist die Gitarre dann neu besaitet, müssen die überstehenden Saitenenden abschließend gekürzt werden. Hier empfiehlt sich ein zusätzlicher Saitenschneider.

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