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Gibson SG 61 Reissue Satin Worn Cherry Test

PRAXIS

Ich muss zugeben, dass es mir nicht auffiel, dass es sich beim Griffbrett nicht um Palisander handelt. Sehr erstaunlich. Auch das Spielgefühl erinnert so gar nicht an Ahorn. Der Hals fühlt sich toll an, die Maserung des Holzes ist sehr gut zu spüren und durch die wirklich hauchdünne Lackierung schwingt er, wie der Rest der Gitarre ganz wunderbar und intensiv. Trocken angespielt liefert die SG einen knackigen, schnell ansprechenden holzigen Ton, der, einmal angeschlagen, lang und gleichmäßig ausschwingt. Es stellt sich augenblicklich ein vertrautes Spielgefühl ein, was sicherlich auch an der guten Verarbeitung und perfekten Einstellung liegt. Klangliche Einschränkungen wegen des Griffbretts habe ich zumindest beim unverstärkten Spielen keine entdecken können. Zeit also, die Gitarre an einen Marshall-Amp anzuschließen. Ein SM 57 nimmt die 4×12“ Box mit G75 Celestions ab, also alles ganz klassisch.
Beginnen möchte ich mit einigen Cleansounds, wobei ich durch alle drei Positionen schalte, beginnend mit dem Hals-PU.

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Clean Neck Mid Steg

Auch hier bestätigt sich das oben Genannte. Die Gitarre klingt schön breit und hat diese spezielle kernige Note, die sich gerade im Bandgefüge hervorragend durchsetzt.
Meiner Meinung nach läuft sie am verzerrten Amp zur wirklichen Form auf – hier ein Beispiel.

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Crunch Steg Achtel

Der Steg-Humbucker ballt angenehm die Faust und drückt punchige, fast schon kehlige Achtel in den Amp. Der Sound komprimiert sehr angenehm, lässt aber trotzdem Platz für die wichtigen Attacks. Selbstverständlich verwende ich bei keinem der Beispiele einen EQ oder Kompressor. Das gute Stück klingt von Haus aus so, bietet also jede Menge Möglichkeiten zur Klangverbiegung.
Jetzt ein kurzes Rockriff:

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Crunch Rhythm

Vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber im direkten Vergleich zu diversen SGs ist diese eine Spur spritziger, die Anschläge werden sauberer dargestellt und das Klangbild erscheint offener, sprich frischer. Man darf ein Griffbrettholz auch nicht überbewerten, aber kein Zweifel, dass es sich in der Summe schon bemerkbar macht.
Ich erhöhe den Zerrgrad des Amps und spiele ein modernes Rockriff.

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Modern Rock Rhythm

Auch diese Übung meistert sie mit Bravour. Dieser Sound braucht schnelles Holz und nicht allzu viel Output seitens der Pickups für ein definiertes Klangbild. Die 57 Classic PUs machen da einen hervorragenden Job.
Dasselbe Riff noch einmal, allerdings nun in der Metal-Variante.

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Metal Rhythm

Dem oben Gesagten ist absolut nichts hinzuzufügen.
Abschließend ein kleines Instrumentalstück.Alle Gitarren bis auf die Lead-Linie sind gedoppelt, aber ohne irgendeine klangliche Bearbeitung. Lediglich eine Prise Delay und Hall sind auf dem Solo zu finden.

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SG-Song
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