Gitarre Hersteller_Gibson
Test
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26.06.2014

Gibson Les Paul Classic 2014 Test

E-Gitarre

Turbo-lent - Die Paula mit Turbo-Switch

Die Gibson Les Paul Classic 2014 im bonedo-Test - Eine weitere Les Paul des 2014er Jahrgangs steht zum Test bereit. Gibson lässt sich im 120-jährigen Jubiläumsjahr nicht lumpen und beschert uns Gitarristen einige interessante Modelle, die zwar auf den Klassikern basieren, aber die eine oder andere Novität im Gepäck haben.

Manche Veränderungen sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen, aber bei der Classic fällt eines direkt ins Auge: eine Les Paul mit nur drei Reglern und einem zusätzlichen Schalter. Was sich dahinter verbirgt, erfahrt ihr hier.

Details

Korpus

Bei den Hölzern wurde die Tradition gewahrt, den Mahagoni-Korpus schmückt eine gewölbte Ahorndecke und das Instrument ist in verschiedenen Finishes erhältlich. Unser Testmodell strahlt in Seafoam Green, die 2014er Classic ist außerdem in Wine Red, Lemon Burst, Vintage Sunburst, Ebony und Heritage Sunburst erhältlich. Zur Gewichtsreduzierung kommt das Traditional Weight Relief zur Anwendung, dabei werden vor dem Aufleimen der Ahorndecke neun runde Einfräsungen im Korpus vorgenommen. Die Gitarre verliert dadurch nicht so viel an Gewicht wie beim Modern Weight Relief, behält dafür aber ein etwas kraftvolleres Schwingungsverhalten.

Unsere Les Paul hat ein cremefarbenes Binding am Korpusrand, Rückseite und Zargen sind klar lackiert und lassen damit freie Sicht auf die Maserung. Auf der Decke sind die gewohnten Zutaten zu entdecken, zu denen eine verchromte Tune-O-Matic Bridge mit Stop Tailpiece, zwei Humbucker, ein cremefarbenes Schlagbrett und der üblichen 3-Wege Toggle-Switch gehören - alles an gewohnter Position. Wie bereits erwähnt, wurde ein Regler eingespart und an dessen Stelle ein kleiner Schalter montiert, der bei Bedarf für einen knackigen Boost von 15dB sorgt. Wer also seinen Amp noch heißer anfahren möchte, kann dies hiermit tun.

So ein aktiver Boost benötigt natürlich Strom, und den gibt's von einer 9V-Blockbatterie. Das Fach für den Energiespender liegt leicht zugänglich auf der Rückseite des Korpus. Ist der Booster nicht aktiviert, arbeitet die Les Paul Classic im normalen Passiv-Modus.

Pickups

Die Gitarre ist mit zwei '57 Zebra Classic Tonabnehmern in Schwarz-Creme-Optik ausgestattet. Beide sind splitbar, was per Push/Pull-Funktion über die jeweiligen Volume-Regler bewerkstelligt wird.

Die Potis kommen mit den neuen Gold Supreme Grip Speed Knobs, grob geriffelten Knöpfen, die mehr Griffigkeit bieten. Neben den beiden Volume-Reglern gibt es noch ein Master Tone-Poti und den besagten 15dB Boost-Schalter. Zum Anwählen der Tonabnehmer steht der traditionelle 3-Wege Toggle Switch zur Verfügung, mit dem die Pickups entweder einzeln oder zusammen geschaltet werden können.

Hals

Der verleimte Hals ist aus Mahagoni gefertigt und wird von einem Palisandergriffbrett mit 22 Medium Frets komplettiert. Den Hals schließt ein TekToid Graphitsattel (weiß) ab, der mit einer Plek-Maschine genau auf den 009-046er Saitensatz abgerichtet wurde. Die Bundstäbchen sind sauber eingepasst und verarbeitet, hier kratzt nichts bei Bendings oder leichten Fingervibratos. An der Halskante befindet sich ein cremefarbenes Binding, das vor überstehenden Bünden schützt und mit schwarzen Dots für gute Orientierung sorgt.

Auf dem Griffbrett selbst übernehmen diese Aufgabe die üblichen Trapez-Inlays. An der schwarz lackierten Kopfplatte sorgen sechs Tone Pros Vintage Tuner mit Perloid-Buttons für gute Stimmung, die Mechaniken arbeiten zuverlässig und ohne Spiel oder tote Punkte. Dem Instrument kann man insgesamt eine gute Verarbeitung und werkseitige Voreinstellung von Halsneigung und Saitenlage bescheinigen, der Hals mit dem Slim Taper Profil liegt gut in der Hand und es sind keine weitere Einstellarbeiten nötig, um dem Instrument die ersten Riffs zu entlocken.

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