Drummer_Sitz_Entry
Test
4
08.02.2017

Gibraltar 5608 und 6608 Drum Thrones Test

Schlagzeughocker mit runder und sattelförmiger Sitzfläche

Simpel oder zu simpel?

Die taiwanesische Firma Gibraltar gehört zu den wenigen Herstellern, die fast ausschließlich Hardware und Zubehörteile im Sortiment haben. Da ist es kein Wunder, dass das Angebot an Hockern schon fast unübersichtliche Ausmaße angenommen hat. Heute nehmen wir uns der Einsteigermodelle an, genannt 5608 und 6608. Gedacht sind sie für Drummer, die nicht viel Geld für einen Sitz ausgeben möchten, aber auch als leichtes Reisegepäck für den Working Drummer sollen sie sich eignen.  

Features wie besonders dicke Polsterungen und Rohrdurchmesser oder gar Luxus-Merkmale wie Gasdruckfedern und Rückenlehnen sollte man bei unseren Testobjekten natürlich nicht erwarten. Hier geht es eher schlicht zu, an Stabilität und Praxistauglichkeit soll es allerdings trotzdem nicht mangeln. Welche Erfahrungen der - durchaus nicht leichtgewichtige - Tester mit den beiden Leichtmodellen gemacht hat, könnt ihr auf den folgenden Zeilen nachlesen.

Details

Heavy Duty geht anders, die Verarbeitung ist aber einwandfrei

Den ersten positiven Eindruck hinterlassen die beiden Hocker schon vor dem Auspacken, die Kartons sind nämlich angenehm leicht. Ihr Inhalt ist, wie erwartet, einfach gehalten, wobei sich beide Modelle doch recht deutlich voneinander unterscheiden. Es beginnt beim Unterteil. Wo der 5608 über eine einstrebige Basis verfügt, besitzt der teurere 6608 Sattelsitz doppelte Verstrebungen für erhöhte Stabilität. Die Streben sind zudem weiter oben am Basisrohr angebracht, was ebenfalls der Standfestigkeit zugute kommen soll. Beide Hocker stehen auf schmalen Gummifüßen, welche ein „Made in Taiwan“-Sticker ziert. Auch bei der Sitzhöhenverstellung und der Fixierung herrscht Gleichstand. Wo bei den teureren Gibraltar-Modellen ein massives Gewinderohr für die Justierung sorgt, müssen sich unsere Testkandidaten mit normalen, hohlen Tauchrohren und Flügelschrauben-Klemmungen begnügen. Memory-Schellen merken sich die gewählte Einstellung, sollen allerdings auch zur zusätzlichen Sicherung beitragen, um ein Absacken der Sitzfläche zu verhindern. Auch die Tatsache, dass man den Tauchrohren eine raue Oberfläche anstelle einer Verchromung spendiert hat, dürfte mit dem daraus resultierenden, zusätzlichen Grip zu tun haben. 

Bei den Sitzflächen setzt man – laut Gibraltar – auf „Top grade foam“, also Qualitätsschaumstoff. Im Falle des 5608 ist dieser rund geformt und eher dünn, aber fest ausgelegt, während der 6608 eine etwas breitere und auch dicker gefüllte Sattelform besitzt. Beide Topteile sind in Vinyl eingekleidet und sauber vernäht. Die Verbindung zwischen Sitzteil und Tauchrohr wird durch Gussflansche hergestellt, Flügelschrauben sorgen im angezogenen Zustand für eine feste Verbindung. Drehbewegungen des Sitzteils unabhängig von der Basis sind also nicht vorgesehen.  

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare