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Fender CD-140SCE All Mahogany Test

Praxis

Klang und Spielpraxis

a) Handling
Das Gewicht von 2150 Gramm zerrt nicht wesentlich an der Schulter, sodass auch längere Konzerte kein Problem sind. Immerhin legt eine massive Solidbody nicht selten das Doppelte auf die Waage. Mit Gurtpins an der vorderen und hinteren Zarge ist die CD-140SCE jedenfalls gut bestückt und hängt ausbalanciert am Gurt. Der schmale Hals mit C-Shaping liegt gut in der Hand, und bei dem leicht gewölbten Griffbrett kann durchaus auch der Daumen bei Bedarf die dicke E-Saite und A-Saite greifen. Der Hals wurde korrekt eingestellt, sodass auf der ganzen Länge eine Performance ohne Schnarrgeräusche möglich ist. Bei unserem vorliegenden Testmodell vergrößert sich der Abstand zwischen Saite und Bundkronen bis zum 12. Bund zusehends. Der Single-Line-Spieler sollte sich in den oberen Bünden deshalb entweder vornehm mit artistischen Einlagen zurückhalten oder zusätzliche Trainingseinheiten einschieben. Mit der Werksbespannung (.012er Satz) kommt die Gitarre aber ohnehin mehr dem Picker und dem Strummer entgegen. Die CD-140SCE punktet mit einer sauberen Intonation auf der ganzen Länge.

Mit Fender verbindet man meist E-Gitarren, aber die Firma baut bereits seit den 60er Jahren auch Akustikgitarren.
Mit Fender verbindet man meist E-Gitarren, aber die Firma baut bereits seit den 60er Jahren auch Akustikgitarren.

b) Klang
Mit einem soliden Natursound läuft die CD-140SCE der Konkurrenz aus dem eigenen Hause (Sonoran SCE und F-1020 SCE) im direkten Vergleich davon. Die CD-140SCE klingt ausgewogen mit einer leichten Bevorzugungen des Mittenbereichs und mit warmen, tiefen Mitten. Im oberen Frequenzbereich bleibt unsere Kandidatin dagegen eher sachlich, aber nicht dumpf oder matt.
Die Decke knickt im übertragenen Sinne akustisch nicht so schnell ein, wenn die Lautstärke erhöht wird. Aus diesem Grund können auch größere Dynamikunterschiede vergleichsweise realistisch transportiert werden. Allerdings entwickelt sie nicht ausreichend Hub. Deshalb wirkt das Klangbild im Ergebnis eher zart. Bei der Demo-Aufnahme sollte man aber ruhig ein Mikro einsetzen, denn der Naturton besitzt genügend Substanz.
Der Fishman Presys generiert einen soliden elektroakustischen Ton, wenn man die CD-140SCE mit einem Akustikverstärker verkabelt. Den Preamp kann man auch ohne Bedenken “stand-alone” im Studio einsetzen. Allerdings können sich im Obertonbereich die üblichen Schnarzgeräusche einmischen. Der Sound kommt mit einem leicht eingeschränkten Dynamikumfang über die Studioboxen, auch deshalb bietet sich ein Mix mit dem Natursignal über Mikrofon an.

c) Hörbeispiele

Audio Samples
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1. Picking (Mikrofon) 2. Strumming (Mikrofon) 3. Picking (Pickup) 4. Strumming (Pickup) 5. Bass-Line (Mikrofon) 6. Single Line (Mikrofon)
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