Test
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17.11.2010

Praxis

Die Toms des Sets sind resonanzseitig mit einschichtigen, klaren Fellen (Aquarian Classic Clear) ausgestattet. Entgegen meiner Befürchtungen durch die Angaben auf der Evans-Homepage vertragen die G Plus auch heftigere Schläge mit recht dicken Sticks ohne einzudellen – anders als die dünneren G1-Coated. Richtig kräftig zulangende Trommler sollten aber dennoch von diesen Drumskins Abstand nehmen. Die generelle Verarbeitungsqualität lässt jedoch nicht zu wünschen übrig.

Die Felle klingen dank der etwas strafferen Vorspannung schon in tieferen Tunings angenehm und warm, der Sustain ist mittellang. Der Klang erinnert an den warmen und trotzdem glasklaren Sound von Kalbsfellen, man könnte glatt meinen, das G-Plus sei ein Zwitter aus Plastik und Kalb. Die singenden Obertöne der Felle sind eine Inspiration beim Spielen, mikrofoniert klingen die Felle sogar noch einen Deut besser als natürlich im Raum. Das Spielgefühl ist in Ordnung und diese Felle werden in meiner Hirnkartei als positive Alternative für warme Sounds abgespeichert.

Kleiner Tip noch: Als reines Resonanzfell für größere Toms sind die G Plus übrigens aufgrund ihres etwas gedämpften Obertonverhaltens auch gut verwendbar und machen bei tieferer Stimmung einen runden und fetten Sound.

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