Gitarre Hersteller_Electro-Harmonix
Test
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12.11.2018

Praxis

Für die folgenden Audiofiles verbinde ich den Triangle Big Muff Pi mit dem Eingang meines Marshall JVM 410 Topteils und nehme die angeschlossene 2 x 12 Box mit einem SM 57 ab. Selbstverständlich habe ich keine weiteren Klangveränderungen vorgenommen.

Zum Einsatz kommt eine Stratocaster, die mit einem Seymour-Duncan-Humbucker am Steg bestückt ist.

Im ersten Durchgang ist der Amp pur, anschließend mit dem Big Muff zu hören, bei dem alle Regler auf die 12-Uhr-Position zeigen.

Das Pedal liefert den bekannten dicken und breiten Zerrsound, der den Klang mit ausreichend Höhen versieht und sich relativ breit macht.

Im folgenden Beispiel möchte ich herausfinden, wie sich das Sustain-Poti in unterschiedlichen Reglerstellungen bemerkbar macht. Dafür drehe ich es im ersten Durchgang in die Minimal- dann in die Mittel- und anschließend in die Maximalstellung.

Ab der Mittelstellung verdichtet sich der Sound deutlich und dementsprechend verlängert sich natürlich auch das Sustain. Je weiter es in Richtung Maximalstellung geht, desto fuzziger wird der Klang, die Attacks werden breiter und aufgrund der hohen Zerrdichte "überschlagen" sich die gespielten Noten hin und wieder.

Als nächstes kommt der Tone-Regler zum Einsatz, den ich, wie im Beispiel zuvor, von der Minimal- über die Mittel- hin zur Maximalstellung drehe.

Der Tone-Regler zeigt sich als überaus mächtiges Tool zur Klangformung und liefert in der Minimalstellung einen wolligen, dicken und warmen Klang. Ganz nach rechts gedreht verlagert sich der Sound in Richtung Höhen, wobei die tiefen Frequenzen deutlich ausgedünnt werden und ein fast schon beißender Ton zustande kommt.

Für das nächste Beispiel schultere ich meine Les Paul, drehe den Tone-Regler ganz nach links und den Sustain-Regler in die Maximalstellung.

Aufgrund des hohen Gain-Settings überlagern sich die gespielten Noten teilweise und in Kombination mit dem heruntergeregelten Tone-Regler entsteht ein dicker, warmer Sound, perfekt für fette Singlenote-Linien. Dabei vermisse ich die Attacks aber nicht! Sie sind zwar nicht ganz so präsent wie bei höheren Stellungen des Tone-Reglers, aber immer noch ausreichend vorhanden, was der Definition der gespielten Noten natürlich sehr zugute kommt.

Als Nächstes drehe ich Tone-Regler auf 16 Uhr und Sustain auf 10 Uhr.

Heraus kommt ein charakteristischer Fuzz-Sound mit ausgedünntem Bass und Tiefmitten, der sich wunderbar als Effektsound oder auch zum Layern mit klassischen Zerrsounds im Studio eignet.

Abschließend positioniere ich den Tone-Regler auf 9 Uhr und Sustain auf 15 Uhr.

Auch diese Einstellung gefällt mir sehr gut, denn die Les Paul singt hervorragend in den höheren Lagen, und sobald es auf die tieferen Saiten geht, suppt der Sound ganz wunderbar weg und erweckt so den Eindruck eines voll aufgedrehten Amps, der am Limit agiert.

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