Gitarre
Test
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20.04.2012

DV Mark Galileo 15 Test

Röhren-Topteil

Kleiner Italiener

Während der italienische Hersteller DV Mark bei Gitarristen noch keine so große Rolle spielt, genießen die Produkte mit dem Markbass-Logo unter Bassisten schon seit 2001 einen guten Ruf. Die Gründe dafür sind recht einleuchtend, denn die Verstärker klingen gut, bieten ordentlich Power und sind unglaublich leicht. Dazu kommt ein mehr als moderater Preis für dieses attraktive Gesamtpaket. Weil es neben den anderen positiven Eigenschaften vor allem das verblüffend geringe Gewicht ist, das Bassisten zu schätzen wissen, sollen diese Segnungen nun auch uns Gitarristen zugutekommen. Immerhin produzieren die Italiener ihre Amps unter der Philosophie „Gut klingendes Equipment muss nicht viel wiegen.“

Kein Wunder also, dass diesem Test eine recht hohe Erwartungshaltung zugrunde liegt und sich die Frage stellt, ob das kleine Gitarrentopteil mit 15 Watt im Lunchboxformat und dem Namen Galileo 15 auf dem richtigen Weg ist, die Marke unter Gitarristen ähnlich populär zu machen wie unter Bassisten.

DETAILS

Unser Galileo kommt im schwarzen Lochblech-Gehäuse, das von vorne und hinten einen Einblick in das Innenleben gewährt. Durch diese offene Konstruktion ist natürlich für reichlich Luftaustausch und Wärmeabfuhr gesorgt. Lediglich die Seiten sind massiv und mit schwarzem Vinyl überzogen. Transportiert wird das Topteil mit einem echten Lederriemen, der seitlich befestigt und über die Oberseite gespannt ist. Und tatsächlich lässt sich der kleine Kasten mit seinen 5,3 Kilo auch sehr bequem daran spazierentragen. Für stabilen und rutschfesten Halt sorgen vier große Gummifüße. Der Galileo ist klassisch aufgebaut und verzichtet auf Schnickschnack: vorne das Bedienfeld mit fünf Chickenhead-Reglern und auf der Rückseite die Lautsprecheranschlüsse. Die Verarbeitung und die verwendeten Bauteile machen einen guten Eindruck, der Amp sieht so aus, als könnte ihm das harte Leben unterwegs nicht viel anhaben. Das ist auch wichtig, denn gerade kleine Verstärker werden in allen möglichen Varianten transportiert (Auto, Bahn, Fahrrad ...) und sind gerade dort erheblichen Erschütterungen und Stößen ausgesetzt. Sehr empfehlenswert ist auf jeden Fall die vom Hersteller angebotene Tasche (optional erhältlich), in der man das Topteil gut geschützt transportieren kann.

Unser einkanaliges Testmodell ist sehr schlicht konzipiert, die gerade einmal fünf Regler auf dem Bedienfeld sind für Gain, Dreiband-Klangregelung (Bass, Middle, High) und als Master für die Endlautstärke zuständig. Die cremefarbenen Chickenhead-Regler folgen der besseren Orientierung wegen einem Raster aus dreizehn Strichen. Neben der Eingangsbuchse befindet sich auf der linken Seite ein Schalter mit der Bezeichnung Bright, der bei Bedarf die Frequenzen um 3 kHz boostet. Der Power-Schalter auf der rechten Seite wird nicht von einem Standby-Switch begleitet, weshalb der Amp runde 20 Sekunden nach dem Einschalten braucht, bis die Röhren aufgewärmt sind und das Gerät vollständig betriebsbereit ist.

Auch die Rückseite präsentiert sich ganz puristisch nur mit den nötigen Anschlüssen: zwei Lautsprecher-Buchsen, eine mit vier, die andere mit acht Ohm und die Buchse für das Netzkabel.

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