Keyboards
Feature
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21.12.2018

Die interessantesten Synthesizer mit Tastatur 2018

Von analogen, digitalen und hybriden Synthesizern in 2018

Für jeden etwas dabei in 2018

Wer als Keyboarder in 2018 nach ‚seinem‘ Instrument suchte, wurde garantiert fündig. Gerade in einer Zeit, in der so vielschichtige Interessen das Marktgeschehen beleben, hat 2018 ein umfangreiches Angebot an sehr interessanten und auch innovativen Produkten präsentiert. Ob im Bereich analoger, digitaler oder hybrider Synthesizer, das Jahr war in keinem Fall langweilig. Der Sektor der Synthesizer erfährt gerade in der Jetzt-Zeit eine wahre Renaissance, die sich in dieser Form schon bereits eine Zeit lang zuvor andeutete, und sich gerade in diesem Jahr zu einem echten Highlight entwickelte. Ich möchte an dieser Stelle die Instrumente aufführen, die über eine Tastatur verfügen, und die in diesem Jahr für großes Interesse sorgten.

(Die Reihenfolge der Produkte richtet sich nach deren Erscheinungsdatum in 2018.)

Korg Prologue

Hybrid Synthesizer

Mit dem Prologue hat der japanische Hersteller Korg einen polyphonen Analogsynthesizer am Start, der den Nerv der Zeit trifft. Mit acht oder 16 multitimbralen Stimmen und in zwei Tastaturgrößen erhältlich, bietet Prologue eine zeitgemäße Symbiose aus analogem Sound und digitalen Möglichkeiten. Ein echter Könner-Hybrid, der einen schnell den Eindruck gewinnen lässt, Korg habe die besten Zutaten der Analog-, wie auch der Digitalwelt erfolgreich verknüpft. Der analoge Grundklang des Prologue überzeugt und wird durch die digitalen Effekte und Klangerzeugungen sinnvoll erweitert. Dieses Prinzip macht den Prologue zu einem Allround-Talent, der klassische Sounds bietet und gleichzeitig Wege zu neuen Ufern aufzeigt. Neue Ufer können mit Prologue durch die offene Entwicklungs-API (Application Programming Interface) ‚Prologue SDK‘ erreicht werden, mit welcher Anwender Möglichkeiten haben, die Hardware über ein SDK (Software Development Kit) und dedizierte Entwicklungswerkzeuge erweitern zu können. Über das SDK lassen sich benutzerdefinierte digitale Oszillatoren für die MULTI ENGINE erstellen und benutzerdefinierte Modulationseffekte zu den vorhandenen Modulationseffekten hinzufügen, die dann über eine Prologue-Librarian-Anwendung (Mac und Win) in den Prologue geladen werden können.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 16-fach polyphoner Analogsynthesizer (Prologue-16)
  • 8-fach polyphoner Analogsynthesizer (Prologue-8)
  • 49/61 Tasten in Standard-Größe
  • 3 Oszillatoren (2 mal analog + digitale Multi-Engine mit Noise, VPM und benutzerdefinierten Oszillatoren)
  • Low Pass Filter mit Resonance, Drive- und Low-Cut-Schaltungen
  • L. F. Compressor mit analogem VU-Meter
  • 2 Hüllkurven (ADSR)
  • 4 Voice Modi
  • Arpeggiator
  • Integrierte Digital-Effekte
  • Layer- / Split-Funktion
  • 500 Soundspeicherplätze
  • Erstellung eigener Oszillatoren und Effekte möglich (über externe SDK-Software)
  • Aluminium-Gehäuse mit Echtholz-Seitenteilen
  • Maße BxTxH: 709 mm x 348 mm x 118 mm
  • Gewicht: 9 kg / 7,5 kg

Korg Prologue Sound Demo (No Talking)

Preis

Korg Prologue-8: 1.299 €

(Produktseite auf thomann.de)

Korg Prologue-16: 1.599 €

(Produktseite auf thomann.de)

Arturia MiniBrute 2 /2S

Semimodularer Analogsynthesizer

Arturias MiniBrute hatte seit seinem Erscheinen im Jahr 2012 klanglich schon ein eigenes Standing. Mit dem MiniBrute 2 zeigt Arturia einen Evolutionsschritt, der den Nachfolger zudem flexibel in Euroracksystemen Verwendung finden lässt. Den wilden Charakter seines Vorgängers beibehaltend, zeigt sich die zweite Generation des MiniBrutes erwachsener, indem sie eine verbesserte und besser zu spielende Tastatur bietet, die auch besser mit Velocity, Aftertouch und der analogen Engine harmoniert, ein Filter mit einem breiteren Soundspektrum, einen KeyStep-ähnlichen Sequenzer, plus eine solidere und ansprechendere Optik präsentiert. Eine sehr flexible semi-modulare und Eurorack-fähige) Architektur sowie eine Reihe neuer Features runden das Komplettpaket MiniBrute 2 ab, der sich preislich obendrein sehen lassen kann. Wer sich nicht entscheiden kann, ob es ein klassischer analoger und monophoner Synthesizer, oder doch ein Euroracksystem werden soll, ist beim MiniBrute 2 oder bei MiniBrute 2S richtig aufgehoben. Der MiniBrute 2S ist ein analoger Monosynth, der die Signalgenerierung, die Klangformung und die modularen Funktionen des MiniBrute 2 vereint. MiniBrute 2S ersetzt dabei die Tastatur durch eine Reihe von Performance-Pads sowie einen dreifachen Layer-Sequencer mit Platz zum Speichern von bis zu 64 Sequenzen und der Möglichkeit, diese miteinander zu verbinden.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

Minibrute 2

  • Kombination aus klassischem und modularem Synthesizer
  • 25-Tasten Keyboard anschlagdynamisch mit Aftertouch
  • Brute-Oszillator
  • Steiner-Parker-Filter
  • Zusätzliche Loop-Hüllkurve
  • Lineare FM
  • Hardsync
  • 2 frei zuweisbare LFOs
  • Integrierter Stepsequenzer
  • Arpeggiator
  • 48er Patchbay
  • Pitch- und Modulation-Rad
  • Line-Ausgang (6,3 mm Klinke)
  • Kopfhörerausgang (3,5 mm Mini-Klinke)
  • MIDI Ein- und Ausgang
  • Inkl. 8 Patchkabeln und "cook book"
  • USB-Anschluss
  • Externes Netzteil
  • Abmessungen: 476 x 336 x 58 mm
  • Gewicht: 4,82 kg

Minibrute 2S

  • Kombination aus klassischem und modularem Synthesizer
  • 16 anschlagdynamische Pads
  • Brute-Oszillator
  • Steiner-Parker-Filter
  • Zusätzliche Loop-Hüllkurve
  • Lineare FM
  • Hardsync
  • Zwei frei zuweisbare LFOs
  • Integrierter Stepsequenzer
  • Arpeggiator
  • 48er Patchbay
  • 1x Line-Ausgang 6.3 mm Klinke
  • Kopfhörerausgang 3.5 mm Miniklinke
  • MIDI Ein- und Ausgang
  • USB
  • Netzteilanschluss
  • Abmessungen (B x H x T): 484 x 56 x 227 mm
  • Gewicht: 3,5 kg
  • inkl. 8 Patchkabel, externes Netzteil und "cook book"

Arturia Minibrute 2 Sound Demo (no talking)

Preise

Arturia MiniBrute 2: 569 €

(Produktseite auf thomann.de)

Arturia MiniBrute 2S: 573 €

(Produktseite auf thomann.de)

Alesis Vortex Wireless 2

Keytar USB/MIDI Controller

Es gibt noch ein paar Hersteller, die auch die in den 1980er Jahren so populären Umhängekeyboards, oder besser Keytars immer noch herstellen. Bieten doch diese dem ambitionierten Keyboarder Möglichkeiten, ganz vorne auf der Bühne neben präsenten Gitarristen aktiv zu mit zu performen. Und so bringen Alesis mit dem Vortex Wireless 2 die dritte Generation, der seit 2012 hergestellten Umhänger, die eine immer bessere Anpassung an die heutigen technischen Möglichkeiten sowie die Realisition vieler Anwenderwünsche offerieren. Neben zahlreichen Pads und neun neuen Fadern besitzt das Vortex Wireless 2, ebenso wie sein Vorgänger, einen „Beschleunigungssensor“, der je nach Neigung der Keytar MIDI-Daten sendet, was eine imposante Bühnendarbietung garantiert. Die neue „Wireless“-Variante bietet zudem eine drahtlose USB-Verbindung mit jedem Rechner mithilfe eines Wireless-Sticks, der ganz einfach in den Rechner gesteckt wird und dadurch den Controller sofort erkennt. Mit dem Vortex Wireless 2 hat Alesis erneut eine vielseitig einsetzbare Keytar geschaffen, die nicht nur durch ein schickes Design gefällt, sondern auch durch ihre vielen Controller enorme Möglichkeiten bietet.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • USB/MIDI Keytar Controller mit Beschleunigungssensor
  • tragbares Performance-Keyboard mit Schultergurt
  • 37 anschlagdynamische Tasten mit Aftertouch
  • 8 anschlagdynamische RGB-beleuchtete Performance Pads
  • 9 Fader zur Lautstärke- oder Parametersteuerung
  • programmierbarer Neigungssensor mit An/Aus-Schalter
  • Pitch-Bend Rad
  • Ribboncontroller
  • Sustain- und Oktavschalter am Haltegriff
  • USB-Anschluss
  • 5-poliger DIN Standard MIDI-Anschluss
  • Drahtlose USB-Verbindung zu jedem Mac oder PC
  • Spannungsversorgung über USB oder 4 AA-Batterien
  • Abmessungen: 89,4 x 25,4 x 7,4 cm
  • Gewicht: 2,9 kg

Mitgeliefertes Zubehör

  • USB-Kabel
  • Gurt
  • Kabelhalterung
  • Handbuch
  • Software: Hybrid 3, Loom 2, Vacuum Pro und Xpand!2 von AIR Music Technology, TimewARP 2600, Ableton Live Lite

 

Preis

Alesis Vortex Wireless 2: 233 €

(Produktseite auf thomann.de)

Waldorf Quantum

Hybrid Synthesizer

Noch während der Winter-Namm 2018 im PrototypenStadium, bringt Waldorf Mitte 2018 den fertiggestellten Quantum in die Läden. Hierbei handelt es sich um einen achtstimmigen digital-analogen Hybrid Synthesizer, der mehrere Syntheseformen inkl. Wavetables und klassischen Wellenformen kombiniert. Drei Oszillatoren sind für die Klangerzeugung zuständig, die obendrein als Granularsampler oder Resonator werkeln können. 6 LFOs und der Import von Nave Presets stehen in den Startlöchern um neue Klangmöglichkeiten zu offerieren. Die Oszillatoren des duo-timbralen Waldorf Quantum beherrschen vier Verfahren zur Klangerzeugung. Neben den Waldorf-typischen Wavetables und klassischen, "analogen" Wellenformen gibt es einen "Particle"-Modus, wohinter sich ein Granular-Sampler verbirgt, und einen "Resonator", eine resonierende Filterbank. Der Modus lässt sich dabei für jeden Oszillator einzeln wählen. Pro Stimme hat es darüber hinaus zwei analoge Filter auf OTA-Basis und eine digitale Effekt- und Waveshaping-Sektion, die vor oder nach den Filtern eingesetzt werden kann. Drei der insgesamt sechs Envelopes sind auf dem Panel im direkten Zugriff, für die LFOs gilt das gleiche. Zu den weiteren interessanten Features des Quantum zählen digitale Effekte, ein "Komplex Modulator" und ein vielseitiger Arpeggiator. Mit dem knapp 18 kg schweren Quantum ist Waldorf ein wirkliches Meisterwerk an klanglicher Komplexität gelungen. Hier bietet der 8-stimmige Synthesizer alles, was das Herz des Sound Designers höherschlagen lässt: Angefangen bei einfachen Analogsounds über natürliche, sample-basierte Klänge bis hin zu endlos modulierenden Drones, es ist alles da. Der Einsatz der geballten Technik lässt sich dabei aufgrund der vielen Bedienelemente und des großen hochauflösenden Touchscreens direkt steuern, was einen flexiblen Einsatz, gerade bei der Erstellung neuer Klangwelten garantiert.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 61 Tasten Fatar TP8 Tastatur
  • 5 Mastereffekte mit jeweils separater Sektion
  • Kompressor für Mainoutput
  • 3 digitale Oszillatoren je Stimme
  • Auswahl zwischen folgenden Klangerzeugern: Wavetable, Klassische Wellenformen, Granular Sampler, Resonator
  • 6 LFOs in polyphonem und globalem Modus
  • 2 analoge Lowpass Filter und 1 Digitalfilter pro Stimme
  • Touchscreen
  • 6 Envelopes
  • Modulationsmatrix mit 40 Slots
  • Laden und Speichern von Presets via USB sowie SD-Karte
  • 4 GB interner Speicher
  • Importmöglichkeit von Nave Presets
  • Main-Ausgang 2x 6.3 mm Klinke
  • AUX Ausgang 2x 6.3 mm Klinke
  • Line-Eingang 2x 6,3 mm Klinke
  • Kopfhörer-Ausgang 6.3 mm Klinke Stereo
  • Anschluss für Expression- und Sustainpedal
  • USB Host Anschluss
  • USB (MIDI)
  • Midi In/out/Thru
  • Integrierte Stromversorgung

Waldorf Quantum Sound Demo (no talking)

Moog One

Analoger Synthesizer

Nach begeistertem und zunächst ungläubigem Raunen im Netz, wurde es tatsächlich war: Moog hat den „One“ veröffentlicht, einen Edel-Synthesizer im klassischen Memorymoog-Design, der nostalgische Gefühle weckt. Der Moog One ist dem Stand der Zeit angepasst, ohne aber die typischen Merkmale, die einen wirklich klassischen Synthesizer ausmachen, zu vernachlässigen. Optisch bietet der „One“ auch eine klassisch wirkende, aufgeräumte Bedienoberfläche, in deren Zentrum ein hochauflösendes Display den Stand der Zeit anzeigt. Das Ganze wird noch durch ein modernes druckempfindliches X/Y Touchpad unterstrichen, welches neben den traditionellen Pitch- und Modwheels platziert liegt. Die Liste des Gebotenen ist enorm, sodass Enthusiasten hier auf jeden Fall voll auf ihre Kosten kommen werden. So ein Edelstück darf dann auch schon mal preislich über dem liegen, was man heute so für einen Synthie ausgibt. Es passiert auch nicht alle Tage, dass ein Hersteller es wagt einen so großen Wurf zu landen. Technisch betrachtet und kurz beschrieben, ist der Moog One in zwei Varianten erhältlich, die sich lediglich in ihrer Polyphonie unterscheiden: 8 oder 16 stimmige Ausführungen stehen dem potenten Käufer zur Wahl. Der Edel-Synthesizer ist zu dem analog aufgebaut, verfügt über drei VCOs pro Stimme und zwei Filter (Variable State und Ladder), die parallel und seriell verschaltet werden können. Dazu gibt's einen Dual Source Noise Generator, vier LFOs (inkl. MIDI-Sync), drei Hüllkurven, einen analogen Mixer und einen AUX-Input plus neun CV/Gates (5 In, 4 Out). Obendrein ist der Moog One mit digitalen Effekten ausgerüstet und dreifach multitimbral einsetzbar.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 3 neu entwickelte VCOs pro Stimme: analoger Oszillator mit stufenloser Überblendung von Dreieck über Sägezahn zu Rechteck, Pulsweitenmodulation, Hard Sync, Ringmodulation und FM
  • 2 unabhängige Filter Pro Stimme: Multimode State Variable Filter (Tiefpass-, Hochpass-, Bandpass-
  • Notch-Charakteristika) und klassischer Ladder-Filter (Hochpass- / Tiefpass-Charakteristika mit 6 - 24 dB/Okt.)
  • Filter können parallel und seriell genutzt werden
  • Analoger Rauschgenerator mit 6 Klangfarben und eigener AR-Hüllkurve
  • Analoger Mixer für Oszillator-Pegel, Ringmodulator, Rauschen und externem Audioeingang inkl. Filter-Routing
  • 3 DAHDSR-Hüllkurven mit Loop-Mode, Synchronisation und Skalierung
  • 4 LFOs mit 4 Wellenformen - Frequenzbereich von 0,001 - 1000 Hz
  • Flexible Modulationsmatrix
  • 3-fach multitimbral mit Split-, Layer- und Stack-Modi
  • Arpeggiator und Sequenzer pro Part
  • Klassische Modulationseffekte, Vocoder und Eventide Halleffekte pro Part und für Master Ausgang
  • 61-Tasten Fatar TP-8S Premium-Tastatur mit Anschlagsdynamik und Aftertouch
  • Pitch- und Modulationsrad
  • Druckempfindliches X/Y-Touchpad
  • Komfortable und übersichtliche Bedienung durch großes Farb-Display
  • 73 Drehknöpfe und 144 Taster
  • Abmessungen: 107 x 51 x 18 cm
  • Gewicht: ca. 20,4 kg
  • Inkl. externem Netzteil

Anschlüsse:

  • MIDI Eingang / Ausgang
  • 2x USB-Anschluss
  • LAN-Anschluss
  • 1x 6,3 mm Audio Eingang
  • 1x XLR/TRS-Combo Audio Eingang
  • 2x 6,3 mm Kopfhörerausgang
  • 4x 6,3 mm Audio Ausgang
  • 4x 6,3 mm Insert
  • 5x 6,3 mm CV / Gate Eingang
  • 4x 6,3 mm CV Ausgang

Preise

Moog One-8: 6.699 €

(Produktseite auf thomann.de)

Moog One-16: 8.669 €

(Produktseite auf thomann.de)

Dave Smith Instruments Sequential Prophet X / XL

Hybrid Synthesizer

Mit dem Sequential Prophet X knüpft Dave Smith in 2018 an eine lange Tradition an Synthesizern an, welche die Musik nachhaltig bereicherten. Vom Prophet-5 über den MIDI-Standard und den ersten Software-Synth der Welt bis hin zum hybriden Prophet-12 zeichnete er für zahlreiche Erfindungen und Instrumente verantwortlich, die neue Maßstäbe setzten. So soll es dann auch mit dem Prophet X weitergehen. Der Dave Smith Instruments Sequential Prophet X ist ein mächtiger, polyphoner Hybridsynthesizer, der digitale Oszillatoren und Sample Player mit einem analogen Filter kombiniert. Zu seinen Ausstattungsmerkmalen gehört auch eine riesige Sample-Library, die mit 150 GB Größe einen bemerkenswerten Fundus an charakterstarken und sehr gut klingende Samples bietet, die sich mit den Oszillatoren auf vielfältige Weisen kombinieren und miteinander verflechten lassen. Das schafft die verwendete Technologie auf einzigartige Weise. Das toll klingendes Filter, eine üppige Modulationsmatrix mit 16 Slots sowie eine ebenfalls gut klingende und praxisgerechte Effektsektion runden die gelungene Klangerzeugung ab. Der Schwerpunkt des Prophet X liegt dabei eindeutig auf einem kreativen Sound Design, nicht auf üblichen „Bread & Butter“- Sounds. Durch ein gelungenes Bedienkonzept ist der Prophet X auch recht einfach zu handhaben, sodass er auch auf der Bühne eine gute Figur macht. Der Prophet X ist ein echter Spezialist, wenn es um inspirierendes Sound Design geht. Der kurze Zeit nach dem Prophet X veröffentlichte Prophet XL, bietet dieselbe technische Basis des Prophet X, ist aber mit einer leichtgewichteten 76-Tasten Klaviatur ausgestattet, für den, der auf der Bühne einen größeren Tastaturumfang benötigt.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Bi-timbral 8-stimmig Stereo / 16-stimmig mono
  • Halbgewichtete Tastatur mit 61 Tasten und Aftertouch
  • Klangerzeugung: zwei 16 Bit / 48 kHz Sample-basierte Stimmen plus zwei digitale Oszillatoren mit Waveshaper
  • Analoge Stereofilter
  • 150 GB Sample-Library mit akustischen und elektronischen Instrumenten sowie Ambient- und Filmeffekten
  • 50 GB interner Speicher für den Import von zusätzlichen Samples
  • Vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten: Loop-Manipulation, Sample-Stretching,4 Hüllkurvengeneratoren, 4 LFOs und Modulationsmatrix
  • 3 OLED Displays
  • 2 programmierbare Touch-Slider,  positions- und druckempfindlich
  • Pitch- und Modulations-Rad
  • Analoger Line-Ausgang 4x 6.3 mm Klinke (L/R)
  • Stereo Kopfhörer-Ausgang 6.3 mm Klinke
  • MIDI In/Out/Thru
  • USB
  • USB Sample Import
  • Volume- und Sustain-Pedal Eingang
  • Abmessungen (B x H x T): 976 x 109 x 343 mm
  • Gewicht: ca. 11 kg

Dave Smith Instruments Sequential Prophet X Sound Demo (no talking)

DSI Prophet X Sound Demo (no talking)

Preise

Prophet X: 3.855 €

(Produktseite auf thomann.de)

Prophet XL: 4.399 €

(Produktseite auf thomann.de)

Moog Grandmother

Analoger Synthesizer

Mit ‚Grandmother‘ bringt der US-amerikanische Traditionsgersteller Moog in 2018 einen analogen Synthesizer in semi-modularen Design und einer 32-Tasten Klaviatur, der neben vintage Moog Modular Modulen auch einen integrierten Arpeggiator nebst Sequencer und Federhall bietet. Die verwendeten Module sind dabei eine Zusammenstellung, so, wie sie in den alten Moog Modulars vorkommen und für die man normalerweise viel Geld auf den Tisch legen muss. Der mit zwei Oszillatoren ausgerüstete Synthesizer bietet zudem einen Audio-Eingang um externe Audiosignale direkt in den Analogfilter, die Amp-Schaltungen sowie den verbauten Federhall zu schicken. Hervorzuheben ist auch die Konnektivität sowohl zu Computern via USB, zu anderen Synthesizern per MIDI und in die Eurorackwelt über CV. Jedes „Modul“ des Grandmother lässt sich einzeln in ein anderes Euroracksystem einbinden und an jeder Stelle des Synthesizers kann das Signal entnommen werden. Klanglich kann der Moog Grandmother mit den Sounds der späten 1960er Jahre überzeugen, einem Resultat, was dem technischen Aufbau des Synthesizers zugrunde liegt. Der Synthesizer ist zudem übersichtlich zu bedienen und offeriert mit seinen 41 Patchpunkten nicht wenige Möglichkeiten. Mit seinem stimmigen Gesamtkonzept ist der Moog Grandmotther ein Synthesizer, der Anfänger sowie Kenner der Materie gleichermaßen begeistert.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 32-Tasten Fatar Keyboard
  • Speichert bis zu 3 Sequenzen mit bis zu 256 Noten
  • Arpeggiator
  • Integrierter Hardware-Federhall basierend auf Moog 905 (auch für externe Signale nutzbar)
  • 2 analoge Oszillatoren mit wählbarer Wellenform und hard sync
  • Klassischer 4-Pole 10 Hz - 20 kHz Ladder Filter
  • Patchbarer 1-Pole High Pass Filter
  • Analoger ADSR Hüllkurven Generator
  • Patchbares bipolares Dämpfungsglied
  • Kompatibel zu Mother-32, DFAM und anderen Modular-Systemen
  • Pitch- und Modulation-Rad
  • 41 Patch-Punkte mit 21 Eingängen, 16 Ausgängen und einem parallel verdrahteten 4-Klinkenstecker Mult
  • 1 Line-Eingang 6.3 mm Klinke unsymmetrisch
  • 1 kombinierter Line-/Kopfhörerausgang 6.3 mm Klinke symmetrisch
  • MIDI In/Out/Thru, USB
  • Abmessungen (B x T x H): 548.2 x 361.9 x 139.7 mm
  • Gewicht: 7,25 kg
  • Inkl. 12 V Netzteil (100 - 240 V)

Moog Grandmother Sound Demo (no talking)

Roland AX-Edge

Keytar USB/MIDI Controller

Mit dem AX-Edge bringt Roland all die Keyboarder nach vorne ins Rampenlicht, die sich gerne, zusammen mit den an der Bühnenfront spielenden Gitarristen, in den Blicken des wohlgesonnenen Publikums sonnen möchten. Wer sich das AX-Edge umhängt, will durch dynamische Darbietungen auffallen. Die AX-Edge ist der jüngste Synthesizer-Spross der Roland „AX“ Keytar-Serie, die mittlerweile seit knapp 30 Jahren fortbesteht. Boomten die „Umhängkeyboards“ in den 1980er Jahren so richtig, ist seit Anfang des neuen Jahrtausends scheinbar nicht viel davon übriggeblieben. So gehört Roland zu den ganz wenigen Herstellern, der bis heute seine Keytars weiterentwickelt. Klanglich ist AX-Edge mit einem Sound-Set ausgestattet, das speziell für Keytarists entwickelt wurde. Alle Sounds lassen sich darüber hinaus über eine kabellose Bluetooth MIDI Verbindung zur AX-Edge-Editor-App editieren. Auf diese Weise kann man mit Splits und Layern die Tastatur in voller Größe ausnutzen. Unter vielen neuen Effekten befinden sich auch ein Master-Kompressor sowie ein EQ für die optimale Soundanpassung am Veranstaltungsort. Durch die Tone-Remain Funktion lassen sich Sounds nahtlos auf der Bühne wechseln, ohne dass Noten oder Effekt-Tails vorzeitig abgeschnitten werden. Die AX-Edge gibt es in schwarzer und weißer Ausführung und kommt mit einem zusätzlichen Edge Blade in der Box (ein silbernes Edge Blade für das schwarze Modell und ein goldenes Edge Blade für das Weiße), auf denen man dann auch sein eigenes Design verewigen kann, um seinen eigenen Look an der Bühnenfront zu präsentieren.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 49 anschlagsdynamische Full-Size-Tasten mit Aftertouch
  • Bluetooth 4.1 für MIDI- und Editor-App
  • Ribbon-Controller, Modulation-Bar + zuweisbare Controller für ausdrucksstarke Performances
  • 256-stimmige Polyphonie
  • 4 Parts + Vocoder mit Mikrofoneingang
  • 320 Programme und über 500 Preset-Sounds für Keytarists
  • 79 verschiedene Part-Multi-Effekte und Part-EQ
  • 79 verschiedene Programm-Multi-Effekte, Chorus, Hall, Master-Kompressor und Master-EQ
  • Wiedergabe von Audio-Dateien von externen USB-Speicher
  • Batteriebetrieb bis zu 4 Stunden
  • 2x 6,3 mm Stereo Ausgang
  • 6,3 mm Kopfhörer Ausgang
  • MIDI In/Out
  • 6,3 mm Mikrofoneingang
  • Pedal Eingang
  • USB-Host
  • USB Speicher Port
  • Netzteilanschluß
  • Abmessungen: 1252 x 291 x 85 mm
  • Gewicht: 4,2 kg (ohne Batterien)
  • Erhältliche Farben: Schwarz und Weiß
  • Inkl. Netzteil, Schultergurt und einer zusätzlichen Edge Blade

Preise

Roland AX-Edge (black): 924 €

(Produktseite auf thomann.de)

Roland AX-Edge (white): 911 €

(Produktseite auf thomann.de)

Yamaha MODX

Synthesizer Workstation

Mit dem MODX stellt Yamaha einen Synthesizer vor, der die AWM2 und FM-X Syntheseformen des größeren Modells Montage beinhaltet, und für kleiner Budgets erschwinglich ist. Erhältlich ist der MODX in den Tastaturgrößen mit 61, 76, und 88 Tasten, während die beiden kleineren Varianten mit leicht gewichteten Klaviaturen ausgestattet sind. Hervorzuheben ist das transportfreundliche Gewicht: Selbst die 88-Tasten-Version mit Hammermechanik wiegt nur 13,8 kg, wobei alle Tastaturvarianten ohne Aftertouch auskommen. Soundtüftler finden mit der 128-stimmigen, samplebasierten AWM2-Synthese und der 64-stimmigen FM-X Klangerzeugung mit 8 Operatoren viele Möglichkeiten vor. Live-Performer profitieren von dem vom Montage übernommenen "Superknob" und vielen weiteren Möglichkeiten zur Echtzeitkontrolle sowie von der Seamless Sound Switching-Funktion die ein Abreißen der Sounds beim Umschalten verhindert. Schließlich verfügt der MODX über eine tiefe Integration in Cubase, wodurch er sich auch als zentrale Schaltstelle eines Studios eignet Die Synthesizer der Yamaha MODX Serie sind mit Sounds des Montage, Motif XS/XF, MOXF und über eine kostenlose Konverter-Software auch mit der DX- und TX-Serie kompatibel, was den Umstieg auf einen der Neuen erleichtern soll.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 88 gewichtete Tasten (MODX8),
  • 76 halbgewichtete Tasten (MODX7),
  • 61 halbgewichtete Tasten (MODX6)
  • Grösse und Gewicht:
  • 1333 (B) x 404 (T) x 160(H) mm, 13,8kg (MODX8),
  • 1144 (B) x 331 (T) x 134(H) mm, 7,4kg (MODX7),
  • 937 (B) x 331 (T) x 134(H) mm, 6,9kg (MODX6)
  • 192-stimmige Tonerzeugung (128 für AWM2, 64 für FM-X)
  • Sample-basierte AWM2-Synthese mit 8 Elements pro Part
  • FM-X-Synthese mit 8 Operatoren und 88 Algorithmen
  • Super Knob zur gleichzeitigen Steuerung von bis zu 128 Parametern
  • 4 Assignable Knobs
  • 4 Fader
  • Ca. 2.000 Performance-Presets
  • 1 GB Flash-ROM für User-Samples
  • 5,97 GB Waveform-ROM
  • 7” Touch-Display
  • 2 In / 10 Out – USB-Audio-Interface
  • USB-Host-und -Device-Anschluss
  • MIDI-In und -Out
  • 2 Fusspedal-Anschlüsse
  • 2 Fussschalter-Anschlüsse
  • Stereo-Audio-Ausgang
  • Stereo-Audio-Eingang
  • Kopfhörerausgang

Yamaha MODX8 organ Sound Demo (no talking)

Yamaha MODX8 super knob Sound Demo (no talking)

Preise

Yamaha MODX6: 1.195 €

(Produktseite auf thomann.de)

Yamaha MODX7: 1.349 €

(Produktseite auf thomann.de)

Yamaha MODX8: 1.560 €

(Produktseite auf thomann.de)

Schlusswort

Liebe Leser, im Bereich der Synthesizer mit Tastatur hat 2018 nicht gegeizt, zeigen doch einige Hersteller Mut, den Markt mit hochpreisigen und kultträchtigen Instrumenten zu beleben. Auch im Bereich der Desktop-Synths und Eurorack-Systeme gab es viel Neues! Und wieder steht ein neues Jahr vor der Tür, wenn der Weihnachtsbaum bereits nur noch im Rückspiegel zu sehen ist: 2019! Was bringt uns 2019 an interessanten Neuigkeiten? Wir sind gespannt und bleiben dran!

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