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Feature
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14.12.2018

Die interessantesten Eurorack-Systeme und Desktop-Synthesizer 2018

Wichtigste Eurorack Komplett-Systeme, semi-modular- und Desktop-Synthesizer in 2018

Elektronische Musik im Fokus - Ein Rückblick auf das Jahr 2018

Das Jahr 2018 war alles andere als langweilig, hat es doch in so vielen Kategorien des Synthesizerbereichs Neues und Innovatives gebracht. Der schon seit längerem anhaltende Trend zu analogen Synthesizern und Tools im Bereich des Euroracks und elektronischer Musik erlebte auch im Jahr 2018 eine wahre Hochzeit an Neuigkeiten. Ob es nun die Vielzahl an einzigartigen Modulen für das Eurorack waren, Komplettsysteme mit besonderen Möglichkeiten, oder aber einzelne Desktop-Synthesizer, über die schon lange vor ihrem Erscheinen in den Foren diskutiert wurde. 2018 brachte eine Menge an interessanten Produkten, von denen wir hier die wichtigsten Vertreter dieses Jahres präsentieren.

(Die Reihenfolge der Produkte richtet sich nach deren Erscheinungsdatum in 2018.)

Erica Synths Fusion Drone System

Eurorack-Komplettsystem

Das Fusion Drone System von Erica Synths aus Lettland zeigt sich als eine ganz besondere Zusammenstellung an Modulen in Form eines kompakten Eurorack-Komplettsystems. Der Einsatz von Röhren verspricht hier ein sattes Hörerlebnis. Der Name des Systems verrät bereits in welche Klangrichtung das Konzept bewegt: „Drone“-Sounds. Das 104TE breite Fusion Drone System ist aus fünf Modulen mit Röhrentechnologie der Fusion Reihe und drei Modulen der Black Series aufgebaut und bietet alles, was der Erzeugung extraordinärer, unkonventionelle Klänge und Geräusche dienlich ist.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 104TE breites Skiff (wahlweise mit Deckel)
  • 20 Patchkabel
  • 2 kg

 Besteht aus:

  • Fusion VCO: 24TE breit; Stromverbrauch: 215mA auf +12V und 185mA auf -12V
  • Fusion Ringmodulator v2: 12TE breit; Stromverbrauch: 160mA auf +12V und 10mA auf -12V
  • Fusion VCF v2: 14TE breit; Stromverbrauch: 35mA auf +12V und 20mA auf -12V
  • Fusion VCA v2: 12TE breit; Stromverbrauch: 21mA auf +12V und 32mA auf -12V
  • Fusion Delay/ Flanger/ Vintage Ensemble: 20TE breit; Stromverbrauch: 35mA auf +12V und 170mA auf -12V
  • Black Modulator: 10TE breit; Stromverbrauch: 34mA auf +12V und 28mA auf -12V
  • Black 8-Multi: 4TE breit; Stromverbrauch: 25mA auf +12V und 15mA auf -12V
  • Black EG: 8TE breit; Stromverbrauch: 25mA auf +12V und 15mA auf -12V

Erica Synths Fusion Drone System - Sound Demo (no talking)

Behringer Model D

Semi-modularer analoger Desktop-Synthesizer

Beim  Behringer Model D handelt es sich um einen monophonen und analogen Desktop-Synthesizer ohne Klaviatur, der wiederum ein Klon des berühmtesten Synthesizers aller Zeiten ist: dem Moog Minimoog Model D. Eine Besonderheit hier ist, dass sich das robuste 3HE hohe Metallgehäuse auch ins Eurorack schrauben lässt, zumal das klassische Layout um zahlreiche Patch-Punkte ergänzt wurde. Ausgerüstet mit drei Oszillatoren braucht sich dieser Synthesizer nicht zu verstecken und für den geforderten Preis erhält man druckvollen, klassischen Sound, der auch im Eurorack nutzbar ist.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Moog Minimoog Reissue Klon
  • Analog-Synthesizer mit 3-VCO Design
  • analoger Signalpfad von VCO, VCF und VCA
  • Fünf Wellenformen mit Pulsweitenmodulation
  • 24dB Kaskaden-Filter mit Resonanz
  • Schaltbares Low/High-Pass Filter
  • Analoger LFO mit Rechteck/Dreieck-Wellenform
  • Semi-Modularer Aufbau
  • Overdrive Schaltkreis
  • Rauschgenerator
  • 16-Stimmen Poly Chain zur Kaskadierungen mehrerer Synthesizer für eine Polyfonie bis zu 16 Stimmen
  • Eurorack-tauglich
  • 49 Kontrollelemente für direkten Zugriff
  • Externe Audio Eingänge zum Bearbeiten externer Soundquellen
  • Ausgänge mit niedrigem und hohem Ausgabepegel
  • MIDI Funktionen

Behringer Model D Sound Demo (no talking)

Analogue Solutions Treadstone

Analoger Desktop-Synthesizer

Treadstone ist ein analoger und monophoner Desktop-Synthesizer, der analoge Effekte, Synthesizer und Sequenzer in kompakten Abmessungen (13 x 12 cm!) liefert, und das alles ohne Menüs und ohne Software. Die einzigen digitalen Elemente sind der integrierte Delay-Effekt sowie das verbaute MIDI-Interface. IN seiner Rolle als autarkes Instrument sowie als Zuspieler für große Synthesizer liefert Treadstone eine breite Soundpalette, die sich im Verbund mit modularen Synthesizern, wie auch im Studio hören lassen kann.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Robustes und kompaktes Stahl/Aluminium-Gehäuse - keine Kunststoffteile
  • Hochwertige Knöpfe mit Aluminiumkappen
  • Hochwertige doppelseitige Leiterplatte
  • Hochwertiger 16bit D/A-Wandler für MIDI-CV
  • Äußerst stabiles MIDI zu CV
  • Stimmstabiler analoger Oszillator
  • Analoge ADS(R)-Hüllkurve
  • Rechteck und Sägezahn
  • Suboszillator und Noise Generator (wahlweise)
  • 24 dB "SSM-Style" Tiefpassfilter
  • LFO inklusive Dreieck und Rechteck
  • Audio Eingang
  • MIDI Loop Sequencer (16 Noten)
  • Integriertes Lo-Fi Digitalecho
  • MIDI In (3,5 mm Klinke)
  • Patchbuchsen für Pitch, Pulsweite, Cutoff und Hüllkurve
  • Audio und Clock-Eingang
  • LFO und Hüllkurven-Ausgang
  • entwickelt, gebaut, getestet und montiert in Großbritannien
  • Seitenteile aus echtem Massivholz
  • Inkl. Netzteil 12 Volt DC 300 mA
  • Abmessungen: 134 x 125 x 52 mm
  • Gewicht: 420 g

 

Preis

Analogue Solutions Treadstone: 499 €

(Produktseite auf thomann.de)

Moog Drummer from another Mother (DFAM)

Analoger Percussion Synthesizer

Der Moog DFAM ist ein analoger, monophoner Synthesizer ausgestattet mit integriertem 8-Step-Sequencer und einem Patch-Feld. Die Klangerzeugung besteht aus zwei VCOs, einem Rauschgenerator sowie Multimode-Ladder-Filter, VCA und drei simplen Decay-Hüllkurven. Der Sequenzer verfügt über Pitch- und Velocity-Spuren und wird per Potis eingestellt. Das scheint im Aufbau recht simpel, bietet aber kraftvolle Sounds, deren Charakter eher im Feld perkussiver Sounds zu finden sein sollen, wobei er auch im Bereich der Synthsounds eine gute Figur macht. Der „Drummer From Another Mother“ (DFAM), ist nach dem Mother-32 der zweite semi-modulare Synthesizer aus dem Hause Moog.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Zwei Oszillatoren mit Rechteck- und Dreieck-Wellenformen und White Noise Generator
  • Schaltbare Low Pass / High Pass 4-Pole Transistor Ladder Filter 20 - 20.000 Hz
  • Analoger 8-Step Sequenzer
  • Integrierte Patchbay 24x 3.5 mm Miniklinke
  • Patchbay Eingänge: Trigger, VCA CV, Velocity, VCA Decay, External Audio, VCF Decay, Noise Level, VCO Decay, VCF Mod, VCO 1 CV, 1-2 FM Amount, VCO 2 CV, Tempo, Run/Stop, Advance/Clock
  • Patchbay Ausgänge: VCA, VCA EG, VCF EG, VCO EG, VCO 1, VCO 2, Trigger, Velocity, Pitch
  • Line-Ausgang über 6.3 mm Klinke
  • Kopfhörerausgang über 6.3 mm Klinke
  • Abmessungen (BxHxT): 319 x 107 x 133 mm
  • Format: Eurorack 60 TE x 26 mm (B x T)
  • Gewicht: ca. 1.59 kg
  • Inkl. externem Netzteil und einem Satz Moog-Patchkabeln

Moog DFAM drummer from another mother demo (no talking)

Erica Synths Pico System II

Eurorack-Komplettsystem

Mit dem Erica Synths Pico System II bringt der lettische Hersteller Erica Synths ein vollwertiges Eurorack-System im Hosentaschenformat. Das Pico System II bietet eine Reihe an analogen und digitalen Modulen, die sich alle aus der Pico-Reihe rekrutieren. Hier findet man alles, angefangen bei einfachen Tools bis hin zu kompletten subtraktiven Stimmen in nur 3TE. Insgesamt ist das Pico System II 42TE klein. Das Erica Synths Pico System II ist ein recht kleines Modularsystem, das sich gleichermaßen für Anfänger, wie auch für fortgeschrittene Nutzer von Modularsystemen eignet, die unterwegs auf das Patchen nicht verzichten möchten.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • SEQ - 16-Step-Sequenzer mit 16 Pattern-Speicher
  • VCO - 32 benutzerdefinierte Wellen in 2 Bänken, hervorragende Nachverfolgung von 1 V / Oktave und LFO-Modus
  • VOICE - Klangquelle mit 8 Algorithmen zur Klangerzeugung
  • VCF1 - Von Polivoks inspirierter LP / BP-VCF, ideal für Basslines
  • TRIGG-4 - Trigger-Pattern-Generator, der auch als Master-Clock für das System dient. Per webbasierter Pattern-Designer-App können Benutzer eigene Muster hochladen
  • 2xDRUMS - 64 Sample Player mit 3 einstellbaren Parametern und CV-Steuerung darüber. Mit webbasierter App können Benutzer ihre eigenen Klangbeispiele hochladen
  • MULTI - gepufferter Audio / CV / Clock Signal Splitter
  • RND - Sinus / Impuls-LFO-Generator und Zufallsereignisse (Zufallsauslöser, S & H und Rauschen)
  • MOD - lin / log ASR - Hüllkurvengenerator und linearer VCA
  • 2xA MIX - 3 Audio-Mixer
  • DSP - Stereo-Effektprozessor mit 8 benutzerdefinierten Effekten
  • OUTPUT - Stereo-Ausgangsmodul mit Kopfhörerverstärker
  • Inklusive Netzteil, Programmer, Patchkabeln und weiterem Zubehör.
  • 42TE und 24 cm x 14 cm x 8 cm
  • Enthält, trotz der geringen Größe, alle Elemente, die man für ein komplettes Basis-System benötigt.

 

Preis

Erica Synths Pico System II: 1.120 € (+ Steuer + Versandkosten)

(Webseite des Herstellers)

Elektron Digitone

Digitaler Desktop-Synthesizer

Der Elektron Digiton ist ein achtstimmiger, digitaler Desktop-Synthesizer mit integriertem Sequenzer. Kombiniert mit der Klangerzeugung, die aus additiver mit nachgeschalteter subtraktiver Synthese besteht, werden hier ganz besondere Sounds geschaffen. Der Digitone-Sequenzer bietet vier Synth-Spuren, die alle mit einem variablen FM-Algorithmus ausgestattet sind sowie vier zusätzliche MIDI-Tracks. Die MIDI-Tracks können dabei jeweils bis zu acht Noten pro Akkord sowie Velocity, Length, Pitch Bend, Aftertouch und CC senden. Jede der acht Sequenzer-Tracks bietet zusätzlich einen Arpeggiator, individuelle Track-Längen sowie polyphones Sequenzieren, Micro-Timing, Trigger-Conditions und Parameter Locks. Das heißt, dass jeder Parameter automatisiert und pro Step geändert werden kann, was wiederum bedeutet, dass man pro Step grundsätzlich einen vollkommen anderen Sound abfeuern kann! 

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 8-stimmig polyphon (multitimbral)
  • Multiple FM-Algorithmen
  • Jede Stimme mit: 1 Multi-mode Filter, 1 Base/Width Filter, 1 Overdrive und 2 zuweisbaren LFOs
  • Sequencer mit 4 Synth-Tracks und 4 MIDI-Tracks
  • 1 Arpeggiator pro Track
  • Polyphones Sequencing
  • Individelle Track-Länge
  • Parameter Locks
  • Micro timing
  • Trig conditions
  • Sound per Step Change
  • Send- und Master-Effekte
  • Panoramic Chorus Send Effekt
  • Saturator Delay Send Effekt
  • Supervoid Reverb Send Effekt
  • Overdrive Master Effekt
  • Sehr scharfes OLED-Display (für optimale Sichtbarkeit in dunkler Umgebung)
  • Stabile, haltbare und präzise ansprechende Gummi-Drehregler und hintergrundbeleuchtete Knöpfe
  • Abmessungen inkl. Reglern und Gummifüßen (B x T x H): 215 x 176 x 63 mm
  • Gewicht: 1,45 kg

Telekom Electronic Beats: Stimming reviews the Elektron Digitakt

Sonicsmith Squaver P1+

Semi-modularer analoger Desktop-Synthesizer

Der Squaver P1+ ist ein semi-modularer Analog-Synthesizer, dessen Besonderheit darin liegt, per Audiosignal gesteuert werden zu können. Mit deren Eigenentwicklung, dem ACO-Chip (Audio Controlled Oszillator) hat der polnische Synthesizer-Hersteller Sonicsmith es geschafft einen Prozessor zu schaffen, der ankommendes Audiomaterial in Echtzeit analysiert und die daraus gewonnene Information als Kontrollspannung auszugeben, die simultan einen integrierten Analog-Synthesizer ansteuert. Dabei verbindet der Squaver P1+ die Tonhöhenanalyse mit einer leistungsfähigen analogen Klangerzeugung einer Vielzahl von Modulations-Ein- und Ausgängen. Das Konzept kann man zweifelsfrei als innovativ bezeichnen, zumal umfangreiche interne Modulationsquellen bereitstehen, was den Sonicsmith Squaver P1+ zu einer potenten Experimentier- und Kreativquelle mit unzähligen Nutzungsmöglichkeiten macht.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Basiert auf dem ACO (Analog Controlled Oszillator)-Chip, einer Eigenentwicklung des Herstellers
  • Analoger Synthesizer folgt der Tonhöhe und Lautstärke des Eingangssignals
  • Extrahiert Gate-, Pitch-, Envelope- und CV-Trigger vom Audio-Eingang
  • Oszillator mit Rechteck (PWM) und Sägezahn
  • 40 dB Verstärkungsbereich am Eingangsvorverstärker (hochohmig)
  • Sidechain-Eingang für zweiten Envelope-Follower (über Fußschalter zuschaltbar)
  • Integrierter Ringmodulator
  • Resonanzfilter (LP, BP, HP, 12/24dB) mit CV-Eingangssteuerung
  • 9V Batteriebetrieb oder Standard 9V Netzteil
  • Die Dual-4-LED-Anzeige zeigt sowohl den Pegel des Haupteingangs als auch des Sidechain an
  • Insgesamt 3 Audio-Eingänge, 5 CV-Ausgänge und 6 CV-Eingänge

Preis

Sonicsmith Squaver P1+: Ca. 729 €

(Produktseite auf thomann.de)

Arturia Drumbrute Impact

Analoger Percussion Synthesizer

Mit dem Drumbrute Impact baut Arturia deren analoges Angebot aus und zeigt sich damit voll im Trend. Der Drumbrute Impact ist somit ein kleines Geschwisterchen des großen Drumbrute und zeigt sich von einer anderen Seite: Ausgestattet mit weniger Instrumenten ist der "Impact" klanglich aber aggressiver und wuchtiger. Eine Besonderheit hier ist das "Color"-Feature, mit dem jeder Sound eine Klangschattierung zusätzlich erhält, die sogar pro Step geändert werden kann. Weiterhin verfügt der Impact über einen Distortion-Effekt in der Summe, der dem Kleinen einen eigenständigen und druckvollen Sound verleiht. Gemessen am geforderten Preis, erhält man mit den Arturia Drumbrute Impact eine Drummachine mit charaktervollem analogen Sound.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Zehn analoge Sounds: Kick, Snare 1, Snare 2, Tom Hi, Tom Low, Cowbell, Cymbal, Closed Hat, Open Hat und FM Sound
  • 64 Patterns mit jeweils bis zu 64 Steps
  • Akzentsetzung pro Instrument und Step
  • “Color”-Klangverfärbung pro Instrument und Step zuschaltbar (außer bei Cowbell)
  • Song-Modus, Polyrhythmus-Funktion: Jede Drumspur kann eigene Step-Anzahl haben, Swing-Funktion global und einzeln, Zufallsgenerator
  • Pattern-Looper für Loops und glitchartige Effekte, Roller für Drum-Rolls in Echtzeit
  • Distortion-Effekt auf Summe zuschaltbar
  • Integriertes Metronom
  • Flexible Sync-Optionen: Intern / MIDI / Clock, inkl. 1PPS, 2PPQ, DIN24 und DIN48
  • USB-MIDI-Interface
  • Summenausgang und vier zusätzliche Gruppenausgänge
  • 3,5 mm Kopfhörerausgang

Arturia DrumBrute Impact Sound Demo (no talking)

Telekom Electronic Beats: Stimming Reviews Arturia's DrumBrute Impact

Studio Electronics Boomstar 8106 MkII

Analoger Desktop-Synthesizer

MIt dem Boommstar Boomstar 8106 MkII bringt der US-Amerikanische Hersteller Studio Electronics die zweite Version seines vollanalogen, monophonen Desktop-Synthesizers.  Sicherlich nicht zu den bekannteren Herstellern gehörend, kennt man den Namen eher in Zusammenhang mit dem  Roland SE-02, den Studio Electronics zusammen mit Roland entwickelt hat. Es gibt aber nicht nur einen Boomstar, sondern gleich sechs, die sich in Form der verwendeten Filtervariante unterscheiden, um die Geschmacksrichtung des Anwenders zu treffen. Somit kann man unter den folgenden Filter-Ausführungen wählen:

  • ARP 2600
  • Moog
  • Roland Jupiter/Juno
  • Roland TB-303
  • Oberheim SEM
  • Yamaha CS-80 

Wer im Segment vollanaloger, monophoner Desktop-Synthesizer nach speziellen Sounds sucht, kommt am Boomstar 8106 MkII nicht vorbei.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 2 VCOs mit Sync und Cross Modulation
  • Sub OSC
  • Mixer mit Overdrive
  • Ring Modulator
  • Filter (verschiedene Varianten erhältlich)
  • VCA
  • Patchpoints für Gate/CV Eingänge
  • OSC Ausgang
  • Externer Audio-In Filter Eingang
  • Filter Cutoff und VCA Gain Control
  • Dioden basierte Rückkopplungsschaltung
  • 1x Line-Ausgang 6.3 mm Klinke
  • MIDI Ein- und Ausgang
  • Seitenteile aus edlem Holz
  • Abmessungen (B x H x T): 260 x 97 x 185 mm 
  • Inkl. externem Netzteil 

 

Preis

Studio Electronics Boomstar 8106 MkII: 1.399 USD

(Webseite des Herstellers)

IK Multimedia UNO Synth

Analoger Desktop-Synthesizer

Mit dem UNO Synth zeigt IK Multimedia während der Superbooth 18 erstmals einen Hardware- Synthesizer, der für den italienischen Hersteller den Einstieg in die Welt der gefragten Analog-Synthesizer bedeutet. Der UNO Synth ist ein monophoner analoger Desktop-Synthesizer mit integriertem Step-Sequenzer, spielbar über eine kapazitive 2-Oktaven Tastatur nebst vollständiger MIDI-Implementierung. Die Kommunikation mit der Außenwelt erfolgt wahlweise über eine DIN-MIDI-Buchse (Microklinke auf 5-Pol DIN-Buchse) oder via USB-MIDI (Mini-USB-Buchse). Dank digitaler Steuerung bietet der UNO Synth nicht nur über 100 Speicherplätze, von denen 80 überschreibbar sind, sondern es können auch alle Parameter im Step-Sequenzer automatisiert werden. Ergänzt wird die Klangerzeugung durch fünf Effekte, die direkt auf die Parameter des Synthesizers wirken sowie durch ein einfaches Digital-Delay. Der kleine Synth klingt zudem richtig gut, passt in jeden Rucksack und kann wahlweise über USB-Bus-Spannung oder Batterien (4 x AA) betrieben werden und das zum kleinen Preis.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Analoge Klangerzeugung mit 2 unabhängigen VCOs mit variabler Wellenform, Rauschgenerator und Multimode-Filter mit Resonanz
  • LFO mit Sinus, Dreieck, Puls, aufsteigendem/absteigendem Sägezahn, Random und Sample-and-Hold zur Modulation von Pitch, Filter und Amp (über Editor auch Pulsweite)
  • AD (Filter) + AR (Amp) Hüllkurven (volle ADSR-Kontrolle via MIDI CC oder Software-Editor)
  • 40 Bedienelemente mit LED-Display
  • 100 Onboard-Presets
  • 4-Oktaven Arpeggiator mit 10 verschiedenen Modi
  • Realtime und Step-edit 16-Schritt Sequenzer mit 20 automatisierbaren Parametern
  • Chromatisches 27-Note Touch-Keyboard mit 13 Skalen
  • Delay-Effekt und 5 Performance-Effekte
  • Selbst-stimmend mit automatischer Kalibrierung
  • USB MIDI und 2.5 mm-Miniklinke MIDI IN/OUT (Kabel inklusive)
  • Audio-In zum Kaskadieren
  • Mac/PC/iOS Editor
  • Vollständige MIDI-Implementation: Alle Parameter und Clock können via MIDI CC gesteuert werden

IK Multimedia UNO Synth Sound Demo (no talking) 1

IK Multimedia UNO Synth Sound Demo (No Talking) 2

ACL System 1

Eurorack-Komplettsystem

Der im Eurorack - und Modularbereich bekannte Hersteller ACL (Audiophile Circuits League) aus Berlin, bringt mit "System-1" deren erstes komplettes Modularsystem, das zudem Stereo ausgelegt ist, was im Regelfall im oberen Preissegment angesiedelt ist. Rein optisch trifft ein ansprechender Retro-Look der 1970er Jahre auf einen modernen Fertigungsstandard. Das analoge Modularsystem, eine 6U 84HP Readymade-Eurorack-Konfiguration, besteht dabei aus 11 Modulen eigener Produktion, die man zudem in einem gut ausgestatteten Stereo-Synthesizer mit CV/Gate-Steuerung erwartet und welche Bass- und Lead-Synth-Sounds sowie Stereo-Effekte plus Drum-Sounds in audiophiler Qualität überzeugend erzeugen.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 2x Variable Sync VCO
  • Dual State Variable VCF
  • VC Dual Delay
  • VC Panning Amplifier
  • Envelope X3
  • Gate Mix
  • M/S Matrix
  • Oktave
  • QLFO
  • Audio Interface
  • Inklusive hochwertigem Gehäuse und Stromversorgung
  • Inklusive 20 Patchkabeln
  • Gewicht: 4,2 kg

 

Preis

ACL System 1: 3.930 €

(Webseite des Herstellers)

Polyend & Dreadbox Medusa

Hybrider Desktop-Synthesizer

Der griechische Hersteller Dreadbox hat in Zusammenarbeit mit der britischen Manufaktur Polyend einen hybriden Desktop-Synthesizer geschaffen, der schon namentlich eine Figur darstellt, die bis heute in der griechischen Mytologie eine Gorgone, die Tochter der Meeresgottheiten Phorkys und Keto darstellt. MEDUSA. In seiner Ausführung ist MEDUSA eine wirklich interessante Kombination die schon rein optisch modern, solide und innovativ wirkt. Geboten werden hier ein vielseitiger Synthesizer, kombiniert mit einem Controller der Ist-Zeit, welche zusammen die Möglichkeiten des Sounddesigns, aber auch bei der Verwendung im Live-Einsatz fast unbegrenzte Möglichkeiten bieten. In der Anwendung bietet der Grid vielseitige Eingriffsmöglichkeiten, die in die Tiefen des Gerätes eindringen lassen. Gepaart mit der hohen Soundqualität der analogen und digitalen Oszillatoren ist MEDUSA ein echtes Highlight in 2018.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 3 digitale Wavetable-Oszillatoren
  • 3 synchronisierbare analoge Oszillatoren mit jeweils vier klassischen Wellenformen
  • klassisches 24 dB Dreadbox Analogfilter mit 3 verschiedenen Typen (2pol. LP, 4pol. LP, HP)
  • 5 unabhängige LFOs
  • 3 verschiedene Spielmodi: monophon, paraphonisch x3 und paraphonisch x6
  • LED-Taster
  • 64 anpassbare und präzise anspielbare Silikon-Pads
  • 3 Sequenzer-Modi: Step, Live und Incremental
  • 128 unabhängige Speicher für Sequenzen und Sound-Presets
  • 2 OLED Displays
  • Mixer für alle sieben Stimmen (analog, digital und Noise)
  • 5 unabhängige und loopbare DADSR-Hüllkurven
  • Robustes Aluminiumgehäuse
  • Abmessungen (B x H x T): 490 x 205 x 50 mm
  • Gewicht: 2,3 kg

Polyend Dreadbox Medusa Sound Demo (no talking)

Erica Synths / Liquid Sky Dada Noise System 

Eurorack-Komplettsystem

Das Dada Noise System, das in einer Kooperation zwischen Erica Synths und Liquid Sky Berlin entstanden ist, ist ein Eurorack-Komplettsystem, welches besonders in der Glitch- und Noisemusik Eignung findet. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung unterschiedlicher Erica Synths Module, die ebenfalls in einem Erica Synths Case samt eigener Stromversorgung ausgeliefert werden. 15 verschiedene Erica Synths Module finden darin Verwendung, die eine Mischung der Black Series, Fusion Series und der Pico Series darstellen. Eine bunte Mischung also aus fast allen Serien, die Erica Synths im Portfolio bietet. Das Erica Synths / Liquid Sky Dada Noise System ist darauf ausgelegt sehr spielbar zu sein. Anders, als viele andere Komplettsysteme, spezialisiert sich das Dada Noise System auf eine bestimmte Art von Klangerzeugung und versteht sich als 'Noise- Instrument'. Das Dada Noise System ist ein außergewöhnliches und beeindruckendes modulares Instrument, das speziell für die ist, deren Herz für experimentelle Musik schlägt.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Noise Modular Synthesizer Instrument bestehend aus 16 Modulen:
  • Black Code Source
  • Black Code Source + CS Expander
  • Black Octasource
  • Black Modulator
  • Black Joystick Controller
  • Black Multimode VCF
  • Black Dual EG/ LFO
  • Black Quad VCA
  • Black Mixer
  • Black Mixer/ Splitter
  • Black Hole DSP + Expansion ROM
  • Black Output
  • Fusion Delay
  • Fusion Ring Modulator
  • Pico VCO
  • Pico Drums

 

Preis

Erica Synths / Liquid Sky Dada Noise System: Ca. 2.990 € (+ Steuer + Versandkosten)

(Webseite des Herstellers)

Behringer Neutron

Semi-modularer analoger Desktop-Synthesizer

Mit dem Neutron zeigte Behringer bereits während der Winter-NAMM 2018 einen semi-modularen Synthesizer, der für allerlei Diskussionsstoff in den Foren sorgte. Dabei handelt es sich um einen Synthesizer, der ein komplett neues Produkt ohne bekannte Vergangenheit ist und von den MIDAS Ingenieuren in Manchester/UK entwickelt wurden, die auch für die erfolgreiche DeepMind-Reihe verantwortlich sind. Schön hier, dass sich das Instrument nach Demontage des Gehäuses auch in einem Eurorack betreiben lässt. In seiner Anwendung ist der Neutron ein paraphonischer Synth mit zwei analogen Oszillatoren und rein analogem Signalweg, der eine semimodulare Architektur mit vordefinierten Routing bietet nebst analogem Delay. Den Sound kann man als durchaus fett bezeichnen und die schnellen Hüllkurven liefern Spielraum für viele klangliche Möglichkeiten.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Parafonischer Synthesizer mit 2 analogen „3340“-Oszillatoren
  • Rein analoger Signalweg
  • Semimodulare Architektur mit vordefiniertem Routing
  • Oszillatoren mit 5 stufenlos überblendbaren Schwingungsformen
  • Individuelle Pulsbreiten-/Shape-Regler
  • Paraphonic-Modus
  • Umschaltbarer, selbstoszillierender analoger Multimode-VCF mit 12 dB/Oktave
  • Zwei analoge ADSR-Generatoren
  • Mehrstufiges Analog-Delay basierend auf BBD-Technologie
  • Overdrive-Schaltung
  • Flexibler LFO mit fünf Wellenformen, MIDI Clock Sync und Key Sync
  • Rauschgenerator
  • 36 Bedienelemente und 7 Tasten für Echtzeitzugriff auf alle Parameter
  • Inkl. Utility-Funktionen wie Attenuator, Multiples, Slew-Rate-Limiter und Summer
  • 32 In/24 Out-Patch-Matrix für flexible Patching-Optionen
  • Sample & Hold mit anpassbarer Audio-Rate und Glide
  • Kopfhörerausgang mit Pegelsteuerung
  • Audio-Eingang für externe Audioquellen
  • USB/Midi-Implementierung für Anschluss an Tastatur oder Sequenzer

Behringer Neutron Sound Demo (no talking)

Erica Synths Techno System

Eurorack-Komplettsystem

Das Erica Synths Techno System ist ein Eurorack-Komplettsystem, dessen Konzeption als hybride Drum-Maschine im Eurorackformat beschrieben werden kann. Bestehend aus insgesamt 16 Modulen bietet das Techno System eine praxisgerechte Auswahl an digitalen sowie analogen Modulen des lettischen Herstellers, vorgesehen für den Einsatz in der Live-Performance und im Studio. Das Techno System kann auch nicht als herkömmliches modulares System bezeichnet werden, denn Module wie Sample & Hold oder Logik gibt es hier nicht. Eine Besonderheit des Techno Systems ist die getroffene Auswahl an Modulen, mit denen sich in kurzer Zeit ganze Tracks produzieren und darbieten lassen. Zudem zeigt sich das Techno System mit seinen zwei Reihen a 104 TE in einer angenehmen Größe und offeriert dabei viele Funktionen. Als hybride modulare Drum-Maschine bietet sie alles, was für die Produktion zeitgemäßer Beats notwendig ist.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Komplettes Eurorack-System in Form einer umfassenden Drum-Maschine
  • Bassline
  • Bass Drum
  • Snare
  • Toms
  • Clap
  • Hi-Hats D
  • Cymbals
  • Modulator
  • Link
  • Dual FX
  • Dual Drive
  • Stereo Mixer
  • Mixer
  • Mixer Lite
  • Drum Sequencer
  • Stromverbrauch: 1,5A
  • Größe: 550x280x140mm
  • Gewicht: 7,55 kg (Mit Deckel, ohne externem Netzteil)

 

Preis

Erica Synths Techno System: Ca. 3.690 € (+ Steuer + Versandkosten)

(Webseite des Herstellers)

Dreadbox Erebus V3

Semi-modularer analoger Desktop-Synthesizer

Wie schon bereits der Erebus 2, ist auch der Erebus in der dritten Generation ein klassischer semi-modularer analoger Synthesizer, der, wie schon sein Vorgänger, in Griechenland von Hand gefertigt wird. Verglichen mit dem Erebus 2 hat sich bei dem Neuling einiges innerhalb der Funktionen, wie auch optisch verändert. Zu den Highlights zählen hier: Ein zusätzlicher Oszillator, ein Triple Ringmodulator, Hochpass-Filter, weitere Patch-Punkte und zusätzliche LFOs. Auch das Design wurde verändert, um es schmaler und kompakter zu halten. Es gibt aber auch beim Erebus in der Version V3 Dinge, die sich nicht geändert haben. Dazu gehören das fehlende Display, wie auch die Möglichkeit, Sounds abzuspeichern. Somit bleibt der Hersteller dem ursprünglichen Erebus-Konzept treu. Auch in der dritten Generation hat der Erebus nichts von seiner Ausstrahlung verloren. Dank des dritten Oszillators, einem interessanten Triple Ring Modulator, mehr Modulationsmöglichkeiten und einer erweiterten Patch-Matrix, ist der Erebus noch größer und vielseitiger geworden denn je.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • 3 Oszillatoren
  • 2 Oszillatoren mit individuellem Glide
  • 12 dB Resonanz-Multimode-Filter (LP und HP), 2 Hüllkurven (1xADSR und 1xADSR für AMP)
  • Lo-Fi Echo
  • White Noise Rauschgenerator
  • LFO
  • Clock Generator
  • Patchbares Sample & Hold
  • 35 Patch-Punkte
  • Abmessungen: 350 x 195 x 170 mm
  • Gewicht: 2380 g
  • Inkl. 15 Volt Netzteil

Dreadbox Erebus V3 Sound Demo (no talking)

Schlusswort

Das Jahr 2018 war ein wirklich interessantes Jahr. Das neue Jahr 2019 steht uns bevor. Was wird uns die kommende Winter-NAMM an spannenden News bringen? Die nächste Musikmesse? Oder die Superbooth 19? Alles noch ungewiss … aber gerade das macht ja den Reiz aus!

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