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22.10.2021

Die besten polyphonen Synthesizer 2021

Polyphone Synthesizer von analog bis digital

Marktübersicht: Polyphone Synthesizer

Nie war die Auswahl an polyphonen Synthesizern größer. Während das Revival analoger Synthesizer zunächst auf monophone Synths beschränkt war, gibt es mittlerweile auch wieder viele polyphone Synthesizer mit einer vollständig analogen Klangerzeugung. Auch im digitalen Bereich findet man spätestens seit der Renaissance der Wavetable-Synthesizer viele spannende Alternativen. Dazwischen liegen die Hybridsynthesizer, die digitale mit analogen Elementen verknüpfen. In dieser Übersicht haben wir die besten polyphonen Synthesizer 2021 für euch zusammengestellt.

Da die Erwartungen und Anforderungen an einen Synthesizer weit auseinandergehen, ist es unmöglich, eine objektive Rangliste zu erstellen. Deshalb haben wir die Synthesizer in dieser Liste alphabetisch nach Herstellernamen sortiert. Dass ein Synth weiter oben steht, bedeutet also nicht, dass er objektiv „besser“ als ein Instrument weiter unten auf der Liste ist.

Was ist ein polyphoner Synthesizer?

Ein polyphoner Synthesizer oder Polysynth ist ein Synthesizer, der mehr als einen Ton gleichzeitig erzeugen kann. Auf einem polyphonen Synthesizer kann man also Akkorde spielen, während ein monophoner Synthesizer nur einstimmige Melodien und Basslines liefern kann. Dafür sind die verschiedenen Elemente der Klangerzeugung, wie Oszillatoren und Filter, bei polyphonen Synthesizern mehrfach vorhanden – einmal für jede Stimme. Bei digitalen Synthesizern geschieht das auf der DSP-Ebene; bei analogen Synthesizern sind die entsprechenden Bauteile tatsächlich mehrfach auf den Platinen verlötet. Deshalb sind polyphone Analogsynthesizer nicht selten deutlich teurer als ihre monophonen und digitalen Konkurrenten.

Die besten analogen Polysynths 2021

Polyphone Analogsynthesizer sind Synthesizer, bei denen die klangformenden Elemente der Klangerzeugung aus analogen Bauteilen bestehen. Der Audio-Signalweg vom Oszillator über das Filter bis hin zum VCA und Ausgang ist also vollständig analog aufgebaut. Viele moderne analoge Synthesizer arbeiten mit digitalen Hüllkurven, LFOs und ggf. Effekten und verfügen über eine digitale Steuerung, die das Abspeichern von Sounds und die Steuerung über MIDI ermöglicht. Solange die eigentliche Klangerzeugung analog ist, spricht man aber dennoch von analogen Synthesizern. Durch die vergleichsweise aufwendigen Schaltungen, die sorgfältig kalibriert werden müssen, gehören analoge Polysynths zu den teuersten Synthesizern im Markt – sie sind sozusagen die „Könige der Synthesizer“.

Arturia PolyBrute

Der Arturia PolyBrute vereint die Erfahrung, die der französische Hersteller mit dem MiniBrute und MatrixBrute gesammelt hat, in einem imposanten Polysynth. Die sechs analogen Stimmen verfügen jeweils über zwei Brute-Oszillatoren mit Waveshaping. Pro Stimme stehen zudem je ein Steiner-Parker-Multimode-Filter und ein Ladder-Filter nach Moog-Vorbild zur Verfügung, die sich parallel oder seriell betreiben lassen. Hinzu kommen eine umfangreiche Modulationsabteilung mit je drei Hüllkurven und LFOs und dem innovativen, ausdrucksstarken Morphée-Controller, eine sehr vielseitige Modulationsmatrix und eine geniale Morph-Funktion, mit der man zwischen zwei unterschiedlichen Einstellungen eines Klangs überblenden kann. Ein polyphoner Sequenzer mit Motion Sequencing und eine digitale Effektsektion mit vielen modulierbaren Effekten runden den Synthesizer ab.

Behringer DeepMind

Mit dem DeepMind begann Behringers Aufstieg zum Synthesizer-Hersteller. Und obwohl die vielen Klone analoger Klassiker, die der Hersteller folgen ließ, in letzter Zeit mehr Aufmerksamkeit bekamen, darf der DeepMind in dieser Liste nicht fehlen. Der mit sechs oder zwölf Stimmen und als zwölfstimmige Desktop-Variante erhältliche Synthesizer orientiert sich mit seiner Klangerzeugung an der Roland Juno-Serie. Jedoch hat Behringer das Konzept erweitert; vor allem die Modulationsmöglichkeiten sind deutlich umfangreicher als beim Juno. Zwei LFOs und drei Hüllkurven pro Stimme lassen sich über die Modulationsmatrix flexibel zuweisen. Hinzu kommen ein 32-Step-Sequenzer und vier digitale Effektprozessoren. Wer einen vielseitigen analogen Polysynth zu einem mehr als attraktiven Preis sucht, wird beim Behringer DeepMind auch einige Jahre nach seinem Erscheinen noch fündig.

Sequential Prophet-5 / Prophet-10

Nach einer langen Reihe anderer Synthesizer mit dem Namen Prophet schloss sich für Altmeister Dave Smith im Jahr 2020 ein Kreis. Die Neuauflage des legendären Prophet-5 aus dem Jahr 1978 bietet fünf oder zehn voll analoge Stimmen mit den klassischen Curtis-VCOs. Obwohl fast alles genau wie beim berühmten Vorgänger ist, hat Dave Smith den Synthesizer behutsam modernisiert. So kann man beim neuen Prophet-5/Prophet-10 aus zwei Filtervarianten wählen, die alle historischen Varianten des Synthesizers abdecken. Neben dem Curtis-Filter der Rev3 steht das von Dave Rossum entwickelte SSM-Filter der Rev1 und Rev2 zur Verfügung. Ein Vintage-Regler fügt auf Wunsch analoge Ungenauigkeiten hinzu. Weitere moderne Verbesserungen sind Velocity, Aftertouch, MIDI und USB. Der Prophet-10 lässt sich mit dem neuesten Firmware-Update bitimbral spielen, kann also zwei verschiedene Sounds gleichzeitig erzeugen. Für den Prophet-5 ist eine Voice Expansion Card erhältlich, um den Synthesizer auf zehn Stimmen aufzurüsten. Beide Varianten sind in Tastatur- und Desktop-Versionen verfügbar.

Sequential Prophet-6 / OB-6

Die beiden sechsstimmigen Synthesizer-Zwillinge Prophet-6 und OB-6 sind schon ein paar Jahre auf dem Markt, dürfen aber hier nicht fehlen. Der Prophet-6 ist Dave Smiths moderne Adaption des Prophet-5. Pro Stimme gibt es zwei VCOs mit überblendbaren Schwingungsformen und analoge Tiefpass- und Hochpassfilter. Der in Zusammenarbeit mit Tom Oberheim entstandene OB-6 ist im Prinzip der gleiche Synthesizer, jedoch mit anderen Voice-Cards, die die klassische SEM-Klangerzeugung mit zwei VCOs und State-Variable-Filter enthalten. Beide Synthesizer verfügen über polyphone Step-Sequenzer und digitale Effektsektionen mit einer großen Auswahl an Effekten. Beide sind als Tastaturversionen und Desktop-Module erhältlich.

Sequential Take 5

Dass der analoge Teil dieser Liste von Sequential dominiert wird, überrascht nicht – schließlich ist der Hersteller seit jeher für diese Instrumente berühmt. Leider sind die meisten davon aber recht teuer. Um eine Alternative für kleinere Budgets zu bieten, die dennoch den klassischen Sequential-Sound bietet, stellte der Hersteller vor Kurzem den Take 5 vor. Der als kompakter, unkomplizierter Performance-Synthesizer konzipierte Take 5 bietet fünf analoge Stimmen mit je zwei VCOs und einem 4-Pol-Filter nach Art des Prophet. Von der Neuauflage des Prophet-5 hat der Take 5 den Vintage-Regler für analoge Schwebungen geerbt. Die Tastatur mit 44 Tasten stammt von Fatar. Zu den weiteren Vorzügen des Take 5 gehören eine digitale Effektsektion mit zwei Blöcken und ein polyphoner Step-Sequenzer mit 64 Steps.

Die besten hybriden Polysynths 2021

Hybride Synthesizer verbinden analoge und digitale Elemente miteinander. Dadurch lassen sich Klänge realisieren, die auf rein analogen Synthesizern nicht oder nur schwer möglich wären. Wie die Aufteilung zwischen analogen und digitalen Teilen im Detail aussieht, unterscheidet sich von Instrument zu Instrument. Häufig anzutreffen ist eine Struktur, bei der digitale Oszillatoren auf analoge Filter treffen. Es gibt aber auch Synthesizer, die sowohl digitale als auch analoge Oszillatoren bieten, welche sich miteinander kombinieren und mischen lassen.

Novation Peak / Summit

Die beiden Synthesizer-Geschwister Peak und Summit von Novation arbeiten mit digitalen Oszillatoren auf FPGA-Basis und analogen Filtern sowie VCAs. Die drei New-Oxford-Oszillatoren pro Stimme beherrschen virtuell-analoge Synthese, FM und Wavetables. Es folgen analoge Multimode-Filter, die vom OSCar inspiriert sind, und drei Möglichkeiten, auf analogem Wege Verzerrungen hinzuzufügen – vor und nach dem Filter sowie nach dem VCA. Ein Wavetable-Editor ermöglicht das Erstellen eigener Wavetables. Während der Peak ein achtstimmig polyphoner, monotimbraler Desktop-Synthesizer ist, kombiniert der Summit 16 Stimmen und bitimbrale Split- und Layer-Funktionen mit einer 61-Tasten-Klaviatur mit Aftertouch.

UDO Super 6

Der UDO Super 6 ist ein 12-stimmig polyphoner Hybridsynthesizer mit einem binauralen Aufbau. Im sechsstimmigen, binauralen Modus ist der Synthesizer komplett in Stereo ausgelegt, wobei für den linken und rechten Kanal jeweils komplette Synthesizerstimmen zur Verfügung stehen. Da diese sich unabhängig steuern und modulieren lassen, kann der Super 6 sehr breite, komplexe Stereo-Sounds erzeugen. Alternativ kann er als 12-stimmig polyphoner Synth mit einem konventionellen, in Mono ausgelegten Signalweg arbeiten. Die digitalen FPGA-Oszillatoren treffen auf je ein analoges 4-Pol-Tiefpassfilter und ein Hochpassfilter pro Stimme. Auch die VCAs sind analog. Hinzu kommen ein Arpeggiator/Sequenzer, eine umfangreiche Modulationsmatrix und digitale Chorus- und Delay-Effekte. Vor Kurzem hat UDO Audio die Desktop-Version des Super 6 angekündigt.

Sequential Prophet X

Und noch ein Prophet! Der Sequential Prophet X ist ein bitimbraler Synthesizer mit 16 Mono- oder 8 Stereo-Stimmen. Pro Stimme stehen je zwei Sample-Oszillatoren und zwei hochauflösende, digitale Oszillatoren zur Verfügung, wodurch man beim Sounddesign sehr flexibel ist. Der Synthesizer wird mit einer 150 GB großen, von 8dio beigesteuerten Sample-Library ausgeliefert. Zudem ist es möglich, eigene Samples zu importieren, wofür weitere 50 GB Speicherplatz bereitstehen. Der weitere Signalweg besteht aus analogen 24-dB-Filtern und zwei digitalen Effektblöcken pro Part. Die umfangreiche Modulationsabteilung mit je vier LFOs und Envelopes pro Stimme lässt sich dank der Modulationsmatrix mit 16 Slots flexibel zuweisen. Hinzu kommen pro Part ein polyphoner Step-Sequencer und ein Arpeggiator. Der Prophet X ist mit 61 oder als Prophet XL mit 76 Tasten erhältlich.

Waldorf Quantum

Das 8-stimmige Synthesizer-Flaggschiff Quantum von Waldorf ist der teuerste Synthesizer auf dieser Liste – noch vor dem Prophet-10. Wer bereit ist, diese Summe zu investieren, wird mit einer Klangerzeugung belohnt, die man wohl nur als den feuchten Traum jedes Sounddesigners bezeichnen kann. Seine drei Oszillatoren pro Stimme beherrschen fünf verschiedene Syntheseformen: Wavetables, klassische Synthesizer-Schwingungsformen, granulares Sampling, Resonator und die der FM-Synthese ähnliche Kernel-Synthese. Pro Stimme gibt es zwei analoge Tiefpassfilter und digitale Algorithmen wie Kamm-, Hochpass-, Bandpass- und Bandsperrenfilter, Bitcrusher und mehr. Auch die Modulationsabteilung ist mit je sechs LFOs und Hüllkurven, einem komplexen Mehrstufen-Modulator und einer Matrix mit 40 Slots mehr als umfangreich ausgestattet. Fünf Effektprozessoren und ein Sequencer runden den Quantum ab. Bedient wird das alles über ein hochauflösendes Touch-Display und jede Menge Regler für einen direkten Zugriff.

Die besten digitalen Polysynths 2021

Digitale Synthesizer erzeugen ihre Klänge nicht mit analogen Schaltungen, sondern mit Mikroprozessoren bzw. DSPs, die Klänge in Echtzeit berechnen. Dafür gibt es verschiedene Verfahren. Neben den FM-Synthesizern und samplebasierten Synthesizern gehören auch die virtuell-analogen Synthesizer die in letzter Zeit wieder sehr beliebten Wavetable-Synths zu den digitalen Vertretern. 

ASM Hydrasynth

Mit dem Hydrasynth brachte der neue Hersteller Ashun Sound Machines (ASM) im Jahr 2020 einen 8-stimmig polyphonen Wavetable-Synthesizer heraus, der sich durch extrem weitreichende Möglichkeiten auszeichnet. Zwei der drei Oszillatoren pro Stimme beherrschen das Morphen von Schwingungsformen und das Scannen durch bis zu acht Waves. Der dritte Oszillator kann auf dieselben Waves zugreifen, ist aber statisch. Hinzu kommen für die Oszillatoren 1 und 2 jeweils zwei sogenannte „Mutatoren“, wohinter sich komplexe Waveshaper verbergen. In der Filtersektion stehen ein Multimode-Filter und ein State-Variable-Filter nach dem Vorbild des Oberheim SEM zur Verfügung. Auch in Sachen Modulationen macht dem Hydrasynth nicht zuletzt dank polyphonem Aftertouch so schnell kaum ein anderer Synthesizer etwas vor. Die je fünf LFOs und Envelopes lassen sich über eine umfangreiche Matrix beinahe jedem Parameter zuweisen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, mehrere Parameter zu Makros zusammenzufassen und gemeinsam zu steuern und zu modulieren. Auch Effekte sind selbstverständlich an Bord. Die ursprüngliche Tastaturvariante mit 49 Tasten wurde vor Kurzem um den 16-stimmigen Hydrasynth Deluxe mit 73 Tasten und den Hydrasynth Explorer mit 37 Minitasten ergänzt. Außerdem gibt es eine Desktop-Variante.

Kodamo EssenceFM MKII

Auch kleinere Hersteller beleben den Markt mit erfreulichen Konzepten. Die immer stärker waschende Popularität der FM-Tonerzeugung veranlasste den französischen Hersteller Kodamo dazu, einen Desktop-Synthesizer zu bauen, der mithilfe von ARM-Multicore-CPUs unterstützt ein wahres Polyphonie-Monster mit 300 Stimmen ist, dessen Tonerzeugung auf FM-Technologie beruht. Kennt man diese Tonerzeugung noch aus dem Yamaha-Klassiker DX7, so hat Kodamo im EssenceFM MKII deren Funktionsumfang noch um einiges erweitert. Dazu zählen Features wie das Layern von Patches mit jeweils sechs Operatoren, das virtuelle Verschalten eigener Operatoren, das Zeichnen eigener Wellenformen und LFOs über das integrierte große und farbige 7 Zoll Touch-Display. Das ist aber nur ein kleiner Ausschnitt der vielen Möglichkeiten des innovativen Desktop-Synthesizers, der obendrein 16-fach multitimbral arbeitet, eine umfangreiche Modulationsmatrix besitzt sowie über Multimode-Filter und integrierte Effekt-Prozessoren verfügt. Das sehr gut umgesetzte Konzept macht den EssenceFM MKII zu einem echten Klangspezialisten mit großem Sound-Potenzial.

Korg Wavestate / Modwave / Opsix

Mit dem Wavestate erfüllte Korg den Fans der legendären Wavestation einen Traum und brachte einen modernen Vektor-Synthesizer mit Wave-Sequencing heraus. Im gleichen Format folgten später der Wavetable-Synth Modwave und der FM-Synthesizer Opsix. Jeder Synthesizer dieses Trios widmet sich also einer klassischen Spielart digitaler Synthese – jeweils ergänzt um viele moderne Features und umfangreiche Modulationsmöglichkeiten. Der Wavestate ermöglicht mit unabhängigen „Lanes“ für Timing, Sample und Pitch sehr vielseitige Wave-Sequenzen. Seit der Version 2.0 ist auch der Import von User-Samples möglich. Der Modwave schöpft seine Sounds aus über 200 Wavetables, die mit über 30 „Modifiers“ und 13 Morph-Typen zum Leben erwachen. Auch er ermöglicht inzwischen den Import eigener Wavetables. Und der Opsix bietet mit sechs Operatoren, 40 Algorithmen und insgesamt 21 Wellenformen einen neuen Blick auf die FM-Synthese. Alle drei Synthesizer verfügen über Tastaturen mit 37 Tasten.

Modal Electronics Argon8

Fast zeitgleich mit dem Hydrasynth erschien mit dem Modal Electronics Argon8 ein weiterer moderner Wavetable-Synthesizer, der maßgeblich zur Renaissance dieser Syntheseform beitrug. Der 8-stimmig polyphone Argon8 bietet vier Wavetable-Oszillatoren pro Stimme, die auf 120 Wavetables zugreifen. Hinzu kommen 32 sogenannte „Modifiers“, wohinter sich verschiedene Waveshaper verbergen. Ein Multimode-Filter mit vier Filtertypen, drei Envelopes und zwei LFOs runden die Klangerzeugung ab. Darüber hinaus bietet der Argon8 einen programmierbaren Arpeggiator, einen polyphonen Step-Sequenzer mit vier Animationsspuren für Modulationen und drei unabhängige Stereo-Effektprozessoren. Der Synthesizer ist als Keyboard-Versionen mit 37 oder 61 Tasten und als Desktop-Modul erhältlich.

Modal Electronics Cobalt8

Nach dem Argon8 widmete Modal Electronics sich der virtuell-analogen Synthese und brachte mit dem Cobalt8 einen 8-stimmigen VA-Synth im gleichen Format heraus. Pro Stimme bietet der Cobalt8 zwei Oszillatorgruppen, die jeweils bis zu vier Oszillatoren umfassen können. 40 komplexe Algorithmen zur Verknüpfung der Schwingungsformen wie Sync, Ringmodulation und Morphing sorgen für eine große Klangvielfalt. Die Filtersektion besteht aus einem 4-Pol-Ladder-Filter mit vier verschiedenen Modi und Morphing-Funktion. Zur Modulation bietet der Cobalt8 je drei Hüllkurven und LFOs, die sich über acht Slots flexibel zuweisen lassen. Der Sequencer, der Arpeggiator und die drei Effektprozessoren sind mit dem Argon8 identisch. Auch den Cobalt8 gibt es mit 37 oder 61 Tasten und als Desktop-Modul.

Nord Wave 2

Der Nord Wave 2 ist durch und durch als Performance-Synthesizer für die Bühne konzipiert. Er bietet eine Polyphonie von 48 Stimmen und vier Parts, die sich in Split- und Layer-Konfigurationen miteinander kombinieren lassen. Die flexible Oszillatorsektion bietet virtuell-analoge Grundschwingungsformen, Samples aus der Nord Sample Library 3.0, Wavetables und FM mit zwei, drei oder vier Operatoren. In der Filterabteilung stehen sechs Filtertypen zur Auswahl. Für jeden Part gibt es einen LFO, eine Hüllkurve zur Modulation, eine Amp Envelope und einen eigenen Effektprozessor. Die Morph-Funktion ermöglicht es, per Velocity, Aftertouch, Modulationsrad oder Expressionpedal zwischen verschiedenen Einstellungen zu überblenden. Hinzu kommt ein polyphoner Arpeggiator.

Roland Jupiter-X / Jupiter-Xm

Wohl kaum ein Synthesizer in dieser Liste ist so wandlungsfähig wie der Roland Jupiter-X. Dank der Zen-Core-Synthese kann der fünffach multitimbrale Jupiter-X verschiedene analoge Klassiker aus Rolands langer Geschichte emulieren, darunter den Jupiter-8, Juno-106 und SH-101. Auch die Klänge der Digitalpianos der RD-Serie, des XV-5080 und der berühmten Drummachines TR-808, TR-909 und CR-78 werden authentisch emuliert. Das System ermöglicht den Austausch von Klängen mit anderen Zen-Core-Synthesizern wie dem Software-Synth ZENOLOGY und die Erweiterung um weitere Hardware-Emulationen. Das Bedienfeld im Jupiter-Stil ermöglicht dabei einen intuitiven Zugriff auf alle wichtigen Parameter der Klangerzeugung. Hinzu kommt der innovative I-Arpeggiator, der mittels künstlicher Intelligenz automatisch mehrspurige Patterns erstellen kann. Als Jupiter-Xm gibt es die Engine auch in einer kompakteren Version mit 37 Minitasten.

Waldorf Iridium

Der Waldorf Iridium ist die 16-stimmige Desktop-Variante des oben beschriebenen Quantum. Wie dieser bietet er drei digitale Oszillatoren pro Stimme mit fünf verschiedenen Syntheseformen. Auch die übrigen Elemente der Klangerzeugung wie die Modulations-Engine und der „Former“ ähneln sich. Allerdings gibt es Unterschiede in der Filtersektion: Anders als der Quantum verfügt der Iridium nicht über analoge Filter. Stattdessen bietet er pro Stimme zwei digitale Filter mit verschiedenen Modi. Trotz dieses Unterschieds ist er kompatibel mit der Synth-Engine des Quantum.

Waldorf Kyra

Der 128-stimmig polyphone und 8-fach multitimbrale Waldorf Kyra ist ein virtuell-analoger Desktop-Synthesizer auf Basis von FPGA-Oszillatoren. Pro Stimme gibt es zwei Oszillatorgruppen mit beeindruckenden Fähigkeiten. Neben Sägezahn, Pulsschwingung und Rauschen steht pro Gruppe ein Wave-Oszillator mit nicht weniger als 4096 gesampelten Schwingungsformen zur Verfügung – und alle vier Elemente lassen sich gleichzeitig nutzen. In der Filterabteilung arbeiten pro Stimme zwei virtuell-analoge Multimode-Filter. Hinzu kommen je drei Hüllkurven und LFOs, die sich über eine Modulationsmatrix flexibel zuweisen lassen.

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