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29.10.2021

Die besten Gitarrenriffs in Noten und Tabs - Dream Theater - The Alien

Legendäre Gitarren Hit-Riffs zum Nachspielen

Die berühmtesten Gitarren Riffs in Noten und Tabs

Mit "A View from the Top of the World" haben die Mannen von Dream Theater bereits ihr 15. Album releast, das alles in sich trägt, was alteingesessene Prog-Rock-Fans begeistern dürfte. Mit schnellen Unisonoläufen, tollen Gitarrenriffs, furiosen Soli und natürlich den obligatorischen ungeraden Taktarten geizt auch dieses Werk nicht, wobei man auf Balladen interessanterweise gänzlich verzichtet hat.
Der erste Video-Release war der Song "The Alien", der sich mit der Kolonisation fremder Welten durch den Menschen beschäftigt, sodass es zu einer Umdeutung des Begriffs kommt und der Homo sapiens in Wirklichkeit zum "Alien" wird. Da es das Introriff dieses Stückes ganz schön in sich hat, möchte ich mir selbiges in diesem Workshop mal genauer vorknöpfen und es euch mitsamt Playback bereitstellen.

Den Gitarrenposten bei Dream Theater übernimmt natürlich Gründungsmitglied John Petrucci. Dieser setzt bereits seit geraumer Zeit auf seine Music Man Majesty Signature-Gitarre, die mit einem DiMarzio Rainmaker in der Hals- und einem Dreamcatcher in der Stegposition ausgestattet ist. Die Majesty ist mittlerweile in einer 6-, 7- und 8-saitigen Ausführung erhältlich, wobei ein Standard 6-Saiten-Modell für das Riff ausreichend ist. John ist seit jeher Mesa Boogie User und besitzt mit dem JP 2C sein eigenes Signature-Modell, das eine Weiterentwicklung des MkII C+ ist. Die meisten Effekte, die John benutzt, entstammen dem Fractal Audio Axe Fx III.

Der Gitarrenpart des Stückes besteht überwiegend aus einstimmigen Lines, bei denen die tiefe E-Saite immer wieder als Pedalton aufflammt. Der vorherrschende Groove steht im 17/8tel Takt, allerdings würde ich empfehlen, ihn noch mal feiner aufzugliedern. Melodisch und auch innerhalb des Drumgrooves stellt sich nämlich eine Zusammensetzung von zwei 5/8tel und einem 7/8tel Takt heraus, sodass die Zählweise 12345, 12345, 1234567 am sinnvollsten erscheint (mit Akzent auf den unterstrichenen Zählzeiten). Die Tonart des Stückes ist Em und ihr könnt den Song mit einer sechssaitigen Gitarre im Standardtuning einüben. In den Noten habe ich euch das Intro in kleine Parts aufgeteilt, die ihr am sinnvollsten erst einmal separat einübt.

Für Johns Sound ist natürlich die Textur des Mesa Boogie Amps sehr entscheidend, denn der Ton ist zwar massiv und verzerrt, besitzt aber dennoch eine hohe Klarheit. Grundsätzlich solltet ihr eine Humbuckergitarre verwenden und einen Amp mit tendenziell eher amerikanischer Zerre, wie Mesa Boogie, 5150s oder Soldano. John nutzt auch den Equalizer an seinem Amp, den er im für Metal-Genre typischen V- bzw. "Badewannen"-Setting betreibt. Hier ein mögliches Ampsetting inklusive der charakteristischen EQ-Kurve:

Und nun viel Spaß mit "Dream Theater" und John Petruccis Riff!

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