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14.01.2018

Die besten Gitarren-Soli - Cream - Sunshine of your love - Workshop

Die berühmtesten Gitarren-Solos zum Nachspielen - mit Noten und Tabs

Die E-Gitarre war noch jung, als der Brite Eric Clapton auf der Bildfläche erschien. Im Jahre 1966 spielte er zusammen mit John Mayall and the Bluesbreakers das Album "Blues Breakers with Eric Clapton" ein, auf dem - so heißt es - die erste historisch dokumentierte Aufnahme eines verzerrten Marshalls mit einer Les Paul zu hören ist. Wegen des Beano-Comics auf dem Cover ist es auch als "Beano-Album" bekannt, und auch der neue Sound, den Clapton darauf kreierte, wird folgerichtig häufig als "Beano-Sound" bezeichnet. Noch im selben Jahr wechselte Clapton zur Superband "Cream" und nahm das Album "Fresh Cream" auf, dicht gefolgt vom 1967 veröffentlichten Album "Disraeli Gears". Dort zu finden ist die Singleauskopplung "Sunshine of your Love", ein Meilenstein der Rockgeschichte mit einem klassischen Clapton-Solo, das uns gleichzeitig das Soundphänomen des "Woman Tone" bescherte.

Clapton wollte einen weichen, zarten (daher "woman" - ob er das auf charakterliche oder körperliche Attribute bezog, werden wir nie erfahren) aber dennoch sustainreichen Sound erzielen und experimentierte mit diversen Pickupstellungen und den Potis seiner Gitarre, bis er zu folgendem simplen Setting kam, das er auf seiner SG demonstrierte: Er aktivierte einen oder beide Humbucker und drehte die Tonregler der beiden Tonabnehmer auf maximal 1 oder komplett zu, während die Volume-Regler auf Vollgas stehen. Fertig ist der Claptonsche "Woman Tone".

Bei unserem Beispiel kam bei eine Gibson Les Paul zum Einsatz (auch wenn Clapton sich in dieser Zeit gerne mit seiner "Fool" - Design Gibson SG zeigte). Der Amp war ein Marshall JTM 100 Full- oder Halfstack mit GEC KT 66 Endstufenröhren. Die Lautsprecherboxen waren mit Celestions G12M 20 oder G12H 25 bestückt.

Harmonisch ist "Sunshine of your love" stark an die I - IV - V Harmonik des Blues angelehnt und Clapton verbindet sehr schön das Tonmaterial der D-Bluesscale und der D-Dur Pentatonik bzw. B-Bluesscale. Er erwähnt in einem Interview, dass die Melodie des Solos an den Rodgers/Hart Klassiker "Blue Moon" angelehnt ist, der in den 50ern von "The Marcels" aufgenommen wurde.

Hier hört ihr Claptons Solo:

Playback:

Wie oben bereits erwähnt, macht es natürlich Sinn, sich soundmäßig in Marshallgefilden zu bewegen - Effekte gab es damals kaum, lediglich etwas Reverb könnte zum Einsatz kommen, den Rest macht das Toneregler-Setting eurer Gitarre.

Das wäre ein mögliches Setup:

Und nun viel Spaß mit Claptons "Woman Tone"

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Einen ausführlichen Eric Clapton Play-Alike Workshop findet ihr hier

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