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29.09.2021

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Status Quo: „Rockin' All Over The World“

Erlerne die Bassline von „Rockin' All Over The World“ (Status Quo/Alan Lancaster)

Die berühmtesten Bass Riffs in Noten und Tabs

Die Anfänge der britischen Kultband Status Quo reichen bis in die frühen 60er-Jahre zurück. 33 Studioalben, über 100 Singles, nahezu 120 Millionen verkaufte Tonträger sowie unzählige Welttourneen sind die erstaunliche Bilanz bis heute. "Mann der ersten Stunde" war der leider am 26.9.2021 72jährig verstorbene Bassist Alan Lancaster. Nach über 20 Jahren bei Status Quo stieg Alan bereits 1985 aus der Band aus, ist aber auf allen großen Hits bis zu diesem Zeitpunkt zu hören, darunter auf Songs wie "Down, Down, Down", "Whatever You Want" - und natürlich "Rockin' All Over The World". Der Wahl-Australier kehrte noch einmal für Reunion-Tourneen in den Jahren 2013 und 2014 zu Status Quo zurück, um sich danach aus gesundheitlichen Gründen - er litt an Multipler Sklerose - endgültig von der Band zu verabschieden. Mit der Transkription und Analyse der Bassline zu "Rockin' All Over The World" (im Original übrigens von John Fogerty) wollen wir Alan Lancasters Leben und Werk huldigen.

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"Rockin' All Over The World" - Originalvideo

Wie immer gibt es hier zum Einstieg erst einmal das Video zum Song:

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"Rockin' All Over The World" - Rhythmik

"Achtel, Punkt!" So einfach könnte es sein, wenn man die Transkription betrachtet. Der Teufel steckt allerdings wie immer im Detail, und die entscheidende Frage lautet daher: WIE werden die Achtel gespielt? Hier gibt es bekanntlich einige mögliche Varianten!

Alan Lancaster hat sich bei "Rockin' All Over The World" dafür entschieden, jeweils die Viertelnoten-Pulsschläge zu betonen und etwas kürzer (aber nicht zu kurz) zu spielen. Die Offbeat-Achtel hingegen spielt er etwas länger und weniger stark betont. Durch den Lautstärkeunterschied zwischen den zwei Achteln eines Viertels entsteht eine Art Pumpeffekt, der dem Song sein ganz besonderes Feeling verleiht.

Ein kleiner rhythmischer Stolperstein können die Breaks ab Minute 1:40 sein, hier wird die Zählzeit 1 um eine Achtel antizipiert (vorgezogen) - gefühlt muss man schon recht lange warten, bis man den Stop auf der 2 endlich spielen darf. Hier hat sich im Laufe der Jahrzehnte übrigens auch schon so manche Coverband verschluckt.

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"Rockin' All Over The World" - Tonmaterial

"Rockin' All Over The World" ist ein Rock'n'Roll in C-Dur. Alan Lancaster nutzt dementsprechend die C-Dur-Pentatonik (C, D, E, A, G) oder die C-Dur-Tonleiter (C, D, E, F, G, A, B). Zum größten Teil bleibt er jedoch dem Grundton treu und spielt lediglich kleinere Übergänge am Ende einer zwei- oder viertaktigen Phrase, um wieder auf die nächste 1 hinzuleiten.

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"Rockin' All Over The World" - Basssound

Ich kann zwar nicht mit Gewissheit sagen, welchen Bass Alan Lancaster bei der Session einsetzte, er wurde aber jedoch in der Regel mit seinem geliebten Fender Mustang Bass gesehen, den er im Laufe der Jahrzehnte immer wieder modifiziert hat. Dieses legendäre Instrument würde zumindest auch hier gut passen, denn der Basssound ist generell eher mittenlastig, besitzt nicht sehr viel Low End und Höhen und klingt leicht komprimiert. In der Summe deutet dies auch darauf hin, dass hier wahrscheinlich ein Vollröhrenamp mitsamt Box mikrofoniert wurde.

Letztlich ist der Basssound unterm Strich nicht sonderlich spektakulär und man sollte mit nahezu jedem passiven Bass (gerne Höhenblende etwas zurückdrehen!) in die richtige Richtung kommen. Erwähnenswert ist sicher noch, dass Alan hauptsächlich mit Plektrum spielte.

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"Rockin' All Over The World" - Noten, TABs, Soundfiles

Da sich in "Rockin' All Over The World" an vielen Stellen lediglich wiederholt bzw. nur leicht variiert wird, habe ich in meiner Transkription diesmal die genauen Zeiten innerhalb des Songs aufgeschrieben, an denen die entsprechenden Parts zu hören sind. Zwischendrin geht es immer wieder auf den Vers bzw. Chorus zurück. Ich habe für euch den Vers und Chorus aufgenommen, da hier das angesprochene pumpende Feel am besten zu hören ist.

Ruhe in Frieden, Alan!

Bis zum nächsten Mal, euer Thomas Meinlschmidt

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