Hersteller_Denon
Test
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11.12.2012

Denon DN-HP 500S Test

DJ Kopfhörer

Schlichte Eleganz und profunder Sound?

Wer Denon kennt, weiß um deren hohen Qualitätsansprüche, wenn es um DJ-Equipment geht. Ob CD-Player oder Mixer, Denon steht für eine hohe Wertigkeit. In 2010 gab’s mächtig was zu feiern, denn das japanische Traditionshaus blickt auf eine mittlerweile 100-jährige Firmengeschichte zurück. Gegründet 1910 als Grammophon Manufaktur vom amerikanischen Unternehmer Frederick Whitney Horn, war die Firma Denon in den Fünfzigern die erste, die Vinyl-Schallplatten in Japan verkaufte. In den Achtzigern eroberten ihre Plattenspieler, Tuner, Tapedecks und Verstärker den HiFi-Markt und machten sie zu einem der führenden Unternehmen in diesem Segment, immer darauf bedacht, dem perfekten Sound einen Schritt näher zu kommen. Ja, und dann wäre da noch das eingangs erwähnte Volk der Plattendreher, welches naturgemäß Werkzeuge mit besonderen Fähigkeiten einfordert. Ein Fall für Denon?

In der Kopfhörersparte finden wir zum Testzeitpunkt einer breite Palette von Over-, On- und In-Ear Modellen, die sowohl preisbewusste Kunden ansprechen, aber auch „das besondere Stück Privatsphäre“ in Aussicht stellen (der audiophile AHD-5000 für 799 Euro etwa oder der In-Ear AH-C710 für 169 Euro). Die Produkte HP-1000 (UVP 199 Euro), HP700 (UVP 169 Euro) und HP500 (UVP 109 Euro) sind für Deejays gemacht. Letztgenanntes Modell hat im letzten Sommer eine Frischzellenkur stilistischer und linguistischer Natur durch den Namenszusatz „S“ verpasst bekommen, wobei wir uns nicht ganz sicher sind, ob das „S“ für Second-Edition oder Snow steht, da der Kopfhörer nun weiß ist. Fragt sich, ob sich auch in technischer Hinsicht in den letzten drei Jahren etwas getan hat.

Details

Der HP500S wendet sich an DJs und Musikliebhaber, die ihren professionellen Anspruch mit einem modernen Look kombinieren wollen. In Sachen Verarbeitungsqualität kann der Proband bereits nach dem Auspacken erste positive Akzente setzen: Die Gelenke lassen sich sanft drehen und wirken stabil. Bei der Rückführung in die Standardposition (minimaler Bogen zwischen Kopfbandaufhängung und Ohrmuschel) vernehme ich einen unaufdringlichen Schnappmechanismus. Die Kunststoffschiene zum Verstellen der Passgröße ist durch ein breites Edelstahlband verstärkt, wobei ein Kunststoffrahmen den unteren Teil der Bandaufnahme vor Überdehnungsbruch schützt. Auch die kleine Metallverstärkung oberhalb des Kabelschachtes lässt erkennen, dass Denon eine gewisse Langlebigkeit erwartet. Die Bügelkonstruktion ist praxisgerecht biegsam. Die Kopf- und Ohrauflagen sind aus steingrauem Kunstleder gefertigt, wobei sich die Ohrpolster im Falle des Verschleißes einfach abziehen und austauschen lassen. Der Teilnehmer ist trotz seines eher schlichten Designs ein Eyecatcher, was nicht zuletzt an der Kombination von Weiß und Grau mit Muschelabdeckungen im Edelstahl-Look liegt, die dadurch besonders zur Geltung kommen. Auf dem Weg zum Gig kann ich unser Testmodell komplett einklappen und in einer Kopfhörertasche verstauen, die in diesem Fall separat angeschafft werden muss. Schade.

Technisches
Beim HP500S handelt es sich um ein dynamisches, ohraufliegendes Modell mit geschlossener Rückseite. Im Inneren werkeln 40 mm Neodym-Magnet-Treiber, die einen Output von 102 dB generieren sollen. Die Impedanz liegt bei 48 Ohm, der maximale Eingangspegel bei 1300 mW. Der Frequenzgang beträgt laut Hersteller 15 – 28.000 Hz.

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