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Test
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22.04.2015

Denon DN-300Z Test

Mediaplayer & AM/FM-Tuner

Blauzahn und die Radio-Fee!

Der Denon DN-300Z ist ein Mediaplayer, der in der Lage ist, Musik von CDs, USB-Sticks, Festplatten, SD/SDHC-Karten, via Bluetooth sowie über einen AM/FM-Tuner mit separatem Signalausgang abzuspielen. Ein Push-Encoder und diverse Taster ermöglichen die Steuerung der Funktionen direkt am Gerät. Die Fernbedienung erfolgt über eine Infrarot-Remote. Der Player lässt sich in ein 19-Zoll-Rack einbauen, kann unverzüglich nach dem Einschalten mit der Wiedergabe einsetzen und lässt sich sogar vor unbefugtem Zugriff schützen.

Aufgrund seiner flexiblen Eigenschaften dürfte der DN-300Z als Allround-Lösung für unterschiedliche Kundenkreise durchgehen. Beispielsweise für FOH-Techniker, die einen Rack-Player für den Soundcheck oder die Pause benötigen, für eine Arztpraxis, die mehrere Räume unterschiedlich beschallen möchte, für die Installation in einem Konferenzraum, oder, oder, oder. Der nachfolgende Artikel verrät euch, ob euer „sauer verdientes“ Geld beim Denon DN-300Z, der immerhin 480 Euro UVP aufruft, gut angelegt ist.

Details

Im Karton finde ich neben dem bereits vormontierten 300er gleich drei Antennen: eine FM-Wurfantenne, eine AM-Rahmenantenne und die Bluetooth-Stabantenne zum Aufschrauben. Ebenfalls im Paket: eine sofort einsatzbereite, von einer Knopfzelle angetriebene, 55 x 85 x 7 Zentimeter große Infrarot-Fernbedienung. Trotz ihrer kompakten Maße ist sie auch mit meinen zugegebenermaßen ziemlich großen Fingern gut zu bedienen und wenn ich es vorwegnehmen darf: Bezüglich der Reichweite habe ich nichts zu beanstanden. Die üblichen Sicherheitshinweise und ein deutschsprachiges, verständlich geschriebenes und mit zahlreichen Abbildungen versehenes DIN-A4 Manual runden den Lieferumfang ab.

Erster Eindruck

Das Gehäuse misst 34 x 43 x 4 Zentimeter, belegt eine Höheneinheit im Rack, ist aus stabilem Metall gefertigt und wirkt mit seinem Gewicht von 3,6 kg sehr robust. Sofern man den Player als Tischgerät verwendet, verleihen ihm vier große Gummifüße auch auf glatten Flächen den nötigen Halt. Die gummierten Front-Taster sind griffig, haben einen angenehmen Druckwiderstand und wirken langlebig, genau wie der Push-Encoder und die vordere, vergoldete Klinkenbuchse. Edelmetall kommt auch beim Bluetooth-Antennenanschluss am Backpanel zum Einsatz, der wie der Rest der Buchsen und Schalter die hohen Qualitätsansprüche im Hause Denon untermauert.

Anschlüsse

Wende ich mich der Vorderseite des Denon DN-300Z zu, treffe ich auf einen Aux-Input (Miniklinke) für MP3-Player und Konsorten, eine USB-Buchse und den SD/SDHC-Karteneinschub. Das bürgt für Flexibilität. Hinten entdecke ich zwei Stereo-Cinch-Ausgänge, einmal für die Tuner-Sektion, einmal für CD, USB, SD/SDHC, Aux oder Bluetooth. Die AM-Rahmenantenne wird an zwei Kabelklemmen angeschlossen, für 75-Ohm-FM-Antennen ist eine F-Buchse verbaut. Da die Rundfunkbänder nicht in jedem Land der Welt identisch sind, habe ich hier die Möglichkeit, zwischen Amerika, Japan und Europa/andere Länder umzuschalten. Der DN-300Z verfügt über einen vertieft angebrachten, vor versehentlichem Ausschalten schützenden Power-Button, den ich nun gleich einmal betätigen möchte.

Nach dem Einschalten zeigt mir das Display etwa acht Sekunden lang den Gerätenamen an und es folgt ein kurzes Surren des Slot-in CD-Laufwerks, dann ist der DN-300Z einsatzbereit. Kontrastreich und hell präsentiert sich das blaue, hintergrundbeleuchtete, jedoch für meinen Geschmack etwas klein geratene LCD-Display (73 x 18 mm), das mir unter anderem die Titelnummer und den Medientyp, die Radio-Preset-ID und Panel-Sperre und Laufzeiten anzeigt. Das zentrale Bedienelement ist der Media-Button zur Auswahl des Datenträgers und zum Umschalten in der Radiosektion. Es sind eine Transportsektion mit Abspiel- und Spulfunktionen sowie vier Multifunktionstasten zum Steuern der diversen Preset- und Gerätefunktionen verbaut. Der praktische Push-Encoder beschleunigt und vereinfacht die Bedienung des Gerätes enorm, denn er navigiert durch die Datenträger und greift komfortabel auf die im Display angezeigten Optionen zu. Ein Highlight sind für mich die zehn Zifferntasten, mit denen ich ohne lange Wartezeiten, bedingt durch wiederholtes Track-Skipping, bestimmte Titel einer CD oder auch Radiospeicherplätze auswählen kann. Insgesamt entpuppt sich die Bedienung des DN-300Z als herrlich unkompliziert und intuitiv. Und das, obwohl der Player nur eine HE im Rack belegt und somit über eine begrenzte Anzahl an Bedienelementen verfügt. Bravo!

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