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Test
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07.12.2018

Death By Audio Total Sonic Annihilation 2 Test

Effektpedal

Effekt-Transformer

Das Death By Audio Total Sonic Annihilation 2 (TSA2) ist die überarbeitete Version eines der ersten Pedale, das 2002 die kreative Boutique-Werkstatt von Death By Audio in Brooklyn/New York verlassen hat. Dieses Effektpedal konnte man nicht in eine bestimmte Schublade einordnen, denn es war eine sehr eigenwillige Konzeption, bei der externe Effektpedale eingeschleift und deren Signal wieder zum Ursprungseffekt zurückgeführt wurde.

So kann zum Beispiel ein Modulationseffekt wieder durch dieselbe Modulation geschickt werden, eine Feedback-Schleife entsteht und mit ihr sehr eigenwillige Sounds, die natürlich immer abhängig von den benutzten Pedalen sind. Dadurch bietet sich dem Anwender eine offene Spielfläche mit der Möglichkeit, sehr ausgefallene und komplett eigenständige Sounds zu erzeugen. Während das alte Modell lediglich mit einem Regler zum Einstellen des Feedback-Levels bestückt war, hat man dem neuen Modell noch einen kompletten Boost-Schaltkreis spendiert, der bei Bedarf den Sound noch entsprechend verzerrt.

Details

Gehäuse/Optik

Der TSA2 kommt im weiß lackierten Druckguss-Gehäuse mit den Maßen 68 x 122 x 60 mm (B x T x H) und einem Gewicht von 311 Gramm. Er kann wahlweise mit Batterie oder Netzteil (9V, Center Negative) betrieben werden, zum Wechsel der Batterie wird die Bodenplatte entfernt, die von vier Schrauben gehalten wird. Unser Testkandidat benötigt ca. 10 bis 30 mA Strom, beim Test erhöhte sich dieser Wert, je mehr Pedale im Loop des TSA2 angeschlossen waren. Der Hersteller hat dem Pedal vier Gummifüße für rutschfesten Halt spendiert, die schnell gelöst sind, will man es ins Board verfrachten und dafür die glatte Unterseite mit Klettband bekleben oder Mounting Plates an den Gehäuseschrauben befestigen.

Die Audio-Anschlüsse sind an der linken Seite aufgereiht, neben Ein- und Ausgang auch Send (zu den Effekten) und Receive (von den Effekten). Der Anschluss für ein optionales Netzteil befindet sich an der Stirnseite. Meines Erachtens sind die vier Buchsen direkt nebeneinander an der Seite nicht die ideale Lösung. Platzsparender im Board wäre auf jeden Fall die übliche Verteilung der Anschlüsse auf beide Seiten, man könnte entspannt mit Winkelsteckern arbeiten und die Pedale näher beieinander positionieren. Verkabelt man den TSA2 mit vier Winkelsteckern, steht mindestens ein Kabel relativ senkrecht nach oben.

Alle Schalt- und Regelmöglichkeiten sind auf der Oberseite platziert, hier gibt es neben dem Fuß- auch zwei Kippschalter (Phase, Boost-Schaltung On) und zwei Mini-Regler (Gain, Limit) sowie ein großes Poti zum Einstellen des Feedback-Pegels. Alle Regler sind von solider Qualität und die Einstellungen der beiden kleinen durch ihre weißen Markierungen auf der Oberseite gut erkennbar. Eine rote LED neben dem Fußschalter gibt Auskunft über den Betriebsstatus des Pedals.

Bedienung

Der TSA2 arbeitet wie sein Vorgänger - er erzeugt eine regelbare Rückkopplungsschleife. Das bedeutet, dass der Sound der Effektpedale wieder zu den Pedalen zurückgeführt wird. Der Pegel des zurückgeführten Signals wird mit dem Feedback-Regler eingestellt. Dazu kommt ein separat aktivierbarer Boost-Schaltkreis, der auch optisch abgesetzt ist und seine eigenen Schalter und Regler mitbringt. Dazu gehört der rechten Kippschalter, der den Boost einschaltet (ON), der linke Schalter dreht bei Bedarf die Phase, Gain bestimmt den Pegel bzw. Zerrgrad des Signals und mit dem Limit-Poti wird die Gesamtlautstärke des Boosts eingestellt. Dadurch kann der TSA2 auch als Boost/Fuzz-Pedal eingesetzt werden, ohne dass man den internen Effektloop benutzt. Wie das alles klingt, erfahrt ihr jetzt im Praxisteil.

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