Gitarre Hersteller_Death_by_Audio
Test
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08.09.2018

Death By Audio Apocalypse Test

Fuzz-Overdrive Effektpedal

Finale Zerre

Mit dem Death By Audio Apocalypse bereichert die in Brooklyn, New York, angesiedelte Firma den Markt mit einem Fuzz/Overdrive-Pedal, das eine deutlich höhere Flexibilität an den Tag legt, als man das von dieser Effektgattung gemeinhin kennt.

Dabei besticht der Bodentreter durch ein ansprechendes Vintage-Design und fünf wählbare Post-Amplifier, die ihm eine breite Fülle an Sounds entlocken können, sowie durch eine Fertigung in Handarbeit, Made in USA. Da das griechische Wort "Apocalypse" eigentlich "Entschleierung" bedeutet, wollen wir hier nun auch enthüllen, ob es dem Pedal gelingt, interessante, fuzzige Gitarrensounds und verzerrte Endzeitstimmungen einzufangen.

Details

Gehäuse/Optik

Das Apocalypse zeigt sich in einem Metallgehäuse mit den Maßen 150 x 120 x 59 mm. Das komplette Design, beginnend mit der Beschriftung, der mintgrünen Lackierung bis hin zu den Potis erinnert sehr an 50er/60er Jahre Vintage-Ästhetik und macht das Pedal zu einem wahren Hingucker.

In der oberen Pedalhälfte vereinen sich nicht die vier apokalyptischen Reiter, dafür aber vier Bedienelemente in Form von zwei Potis in Normgröße, einem Maxipoti und einem fünffach gerasterten Moduswahlknopf. Durch die großzügige Beschriftung sind alle Einstellungen mehr als nur gut erkennbar. Unter dem Bedienfeld zeigt sich der Fußschalter zum Aktivieren der Pedals, was von einer daneben postierten roten LED angezeigt wird.

Sämtliche Anschlüsse sind bei diesem Pedal stirnseitig angebracht und zwar links der Input, rechts der Output und mittig der Eingang für das optional erhältliche 9V- Netzteil, das gemäß Herstellerangabe mindestens 5,8 Milliampere zur Fütterung liefern muss.

Vier Kreuzschlitzschrauben arretieren die Bodenplatte und verbergen das Pedal-Innenleben sowie das Batteriefach, das schon ab Werk mit einem 9V-Block bestückt ist. Ebenfalls vier schwarze Gummifüße sind bereits auf der Bodenfläche angeklebt, sichern Pedal und Boden vor Kratzern und gewähren gleichzeitig Rutschsicherheit.

Zum Lieferumfang gehört eine 9V-Blockbatterie und ein Manual-Kärtchen, das die Funktionen und Modi erläutert.

Bedienung

Bei dem Apocalypse handelt es sich prinzipiell um einen analogen Overdrive bzw. vielmehr Fuzz, dem fünf anwählbare Verstärkungsstufen nachgeschaltet wurden.

Drei Regler und ein gerastertes Modusrad erlauben das Einstellen, Volume verarztet die Lautstärke des Pedals, während Gain den Grad der Verzerrung bestimmt. Hier erhält man in der ersten Hälfte des Regelwegs einen leicht fuzzigen Boost/Overdrive- Ton und ab der 12-Uhr-Marke fuzzige Distortionsounds bis hin zu einem vollkommen trashigen Fuzz.

Der "Sweepable Frequency Equalizer" kombiniert gleich mehrere EQ-Funktionen. Dies beginnt mit einem Bassboost in der niedrigeren Position, läuft über einen Mid- Scoop (Absenkung der Mittenfrequenz), über einen Mid-Boost (Anhebung der Mittenfrequenz), bis hin zu einem Höhen- (Treble-) Boost ab 15 Uhr.

Das gerasterte Wahlrad erlaubt das Umschalten von fünf verschiedenen Betriebsmodi:

  • Twin-T Scoop:
    Hier werden Höhen und Bässe gleichzeitig hinzugefügt und die Mitten gescoopt. Dieser Modus hat einen niedrigeren Output als die restlichen Settings.
  • War Fuzz:
    Der War Fuzz ist ein voll klingender, dynamische Distortion mit reichhaltigen Obertönen und Sustain. Dieser Modus ist dem "Fuzz War" Pedal von Death by Audio angelehnt.
  • Dual J-FET:
    Dieser Modus ist dem dem War-Fuzz-Setting ähnlich, allerdings kommen diesmal Dual J-FET Transistoren zum Einsatz. Hier erhält man mehr Output und Gain als im Vorgängermodus.
  • Octave Rect:
    Der Octave Rect addiert die untere und obere Hälfte der Wellenform und generiert so eine nach oben gesetzte Oktave. Hier sind ebenfalls sehr hohe Gainsettings möglich.
  • Gain x1000:
    Das Gain ist hier sehr hoch gesetzt und diese Betriebsart ermöglicht trashige und übertriebene Fuzz-Effekte

Wie fast alle Boutique Pedale arbeitet auch das Apocalypse mit einer True-Bypass- Schaltung.

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