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Test
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05.07.2016

D16 Group Punchbox Test

Bassdrum-Synthesizer-Plug-in

Der Kick für die Kick!

D16 Group PunchBOX – der Bassdrum-Synthesizer im Bonedo-Test: Die polnische Software-Schmiede D16 Group hat einen Bassdrum-Synthesizer entwickelt, der das Beste aus zwei Welten vereint. Der Hersteller kombiniert nämlich die Bassdrum-Channels seiner beliebten Drum-Machine-Emulationen von Roland mit drei Sampler-Modulen. Das verspricht komplexe Layer. Hinzu kommen fünf Effekte, um den Bassdrum-Sound zu veredeln. Wir haben diesen Hybriden genauer unter die Lupe genommen.

Details

Kompatibilität und Verfügbarkeit

PunchBOX ist im Online-Shop von D16 Group für 79 Euro erhältlich. Das Plug-in läuft unter Windows als VST- und AAX- sowie unter OS X als AU- und VST-Plug-in 64 Bit; für Windows gibt es zusätzlich eine 32-Bit-Version.

Klangerzeugung 

PunchBOX ist ein virtuelles Rack mit neun Modulen zur Programmierung synthetischer Bassdrums. Vier Module erzeugen die Klänge: „Kick“ bildet den Grundstein der Bassdrum und greift entweder auf Samples, 606/808/909-Emulationen oder den „Sine“-Synthesizer mit Amplituden- und Frequenzmodulation zurück. Die Module „Click‟, „Tops‟ und „Tools“ bieten eine Reihe weiterer Bassdrum-Samples, mit denen fleißig gelayert werden darf. Die Library hält insgesamt 1100 Bassdrum-Samples bereit.

Beim Layern von Bassdrums tritt häufig das Problem auf, dass Samples nicht zueinander passen. Der Sound wird unharmonisch und durch unterschiedliche Startpunkte setzen die Transienten nicht zeitgleich ein. Ein verwaschener, undefinierter Bassdrum-Sound ist die Folge. Bei PunchBOX hingegen sind die Samples bereits passend geschnitten und aufeinander abgestimmt.

Effekt-Module

Mit den fünf Effekten Distortion, Bitcrusher, Filter, Equalizer und Limiter lässt sich der Sound veredeln. Die Effekte basieren teils auf den Modulen der Silver Line Collection, die wir ebenfalls auf Bonedo getestet haben.

So besitzt „Distortion“ die Dioden-Clipper-Emulation und die Dynamic-Sektion des Devastor 2. Die fünf Formen des Dioden-Clippers ermöglichen eine unterschiedlich starke Verzerrung, die mit dem Preamp-Regler verstärkt werden kann. Hinzu kommen Low Cut, Contour, Tone und Volume.

Das Bitcrusher-Modul nutzt die Engine von Decimator 2  Es bietet die Parameter „Quantize“ und „Sampling Freq“, mit denen der eigentliche Bitcrusher-Effekt geregelt wird. Auch das „Images Filter“ wurde übernommen. Es beeinflusst den Klang nach der Reduzierung der Samplerate. Dadurch sind weichere Bit-Crusher-Effekte möglich. Auch hier sind Preamp-Regler und Low Cut vorhanden.

Das Filter lässt sich in Cutoff und Resonance steuern, begrenzt wahlweise mit 12 oder 24 dB Flankensteilheit und arbeitet als Low Pass, Band Pass oder Hi Pass. Distortion, Bit-Crusher und Filter verfügen über einen zusätzlichen FX-Amount-Regler, mit dem sich der Effekt dosieren lässt.

Der dreibandige Equalizer setzt bei 5 kHz in den Höhen und 100 Hz in den Bässen an (jeweils +/- 24 dB), die Mitten lassen sich bei ebenfalls 24 dB Gain zwischen 100 Hz bis 10 kHz durchstimmen. Ein Limiter rundet die Effekte ab, sein Auto-Makeup arbeitet dynamisch zum Threshold. Eine Clip-LED zeigt Übersteuerungen an.

Zufall!

Wer sich überraschen lassen möchte, kann über den Random-Button Zufallssounds generieren. Der Prozess betrifft die Samples und alle Klangerzeuger, nicht aber die Effekte. Klangerzeuger können dabei gezielt aus dem „virtuellen Würfelbecher‟ herausgenommen werden, falls deren Einstellungen erhalten bleiben sollen.

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