Test
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10.01.2019

Praxis

Beim Transport zum Test braucht die stabile Transporttasche dank ihrer geringen Packmaße angenehm wenig Platz. Ich packe aus, schlage die deutschsprachige Bedienungsanleitung auf und schmunzle ein wenig über den Hinweis, dass es sich bei den Freedom Sticks nicht um Spielzeug oder Waffen handele. Tatsächlich werden kleinere LED-Sticks anderer Hersteller als Lichtschwerter für Kinder angeboten.

Ich schraube also die Sticks brav auf die Basis und lade sie auf. Alles wirkt solide verarbeitet. Lediglich die vier Ausgangskabel des Ladegerätes hätten meiner Meinung nach dicker und an den Steckern und Übergängen zum Ladegerät mit stabilerem Knickschutz versehen sein können. Praktischerweise erkennt das Ladegerät die anliegende Spannung, muss also nicht eigens darauf eingestellt werden.

Nachdem die Sticks mit dem Ladegerät und dieses mit dem Stromnetz verkabelt sind, leuchten die Kontroll-LEDs an den Sticks rot. Auf dem Display der Stäbe wird der Ladezustand der Akkus durch maximal vier Balken angezeigt. 

Betriebsarten

Mit den im Lieferumfang enthaltenen Komponenten können die Sticks an den im Sockel eingelassenen Menütasten bedient werden. Alternativ kann man sie mit der IR-Fernbedienung ansteuern. Jeder Stick kann allein für sich arbeiten oder kabellos als Master und Slave. Dabei gibt es vier unterschiedliche Slave-Modi, bei denen das Farbschema des Masters zeitlich verzögert an die nachfolgenden Sticks weitergereicht wird, um dynamische Lauf-Effekte erzeugen zu können. Je mehr LED-Stäbe man dabei verwendet, desto eindrucksvollere Gestaltungsmöglichkeiten hat man. 

Menüführung und Bedienung

Im Menü kann man unter voreingestellten Farben und zahlreichen Auto-Programmen wählen. Die Geschwindigkeit der Chaser ist einstellbar. Des Weiteren wird eine Sound-to-Light-Funktion mit regelbarer Empfindlichkeit des Mikrofons angeboten. Wem die voreingestellten Farben nicht reichen, kann eigene RGB-Farbmischungen erstellen.

Möchte man die LED-Stäbe mit der beiliegenden Infrarot-Fernbedienung oder dem optionalen Zubehör per Wireless-DMX nutzen, so müssen diese Funktionen im Menü zuerst aktiviert werden. Die Sticks haben vier DMX-Modi. Schon mit drei DMX-Kanälen können die LED-Stäbe betrieben werden. Mehr Features bieten der 8-, 48- oder 50-Kanal-Betrieb. Damit kann man die 16 übereinanderliegenden LED-Paare der Sticks getrennt ansprechen und zum Beispiel wunschgemäße Chaser kreieren.

Für die Remote-Control bietet Chauvet eine deutschsprachige nur eine Seite kurze Anleitung zum Download an. Maximal neun Meter Distanz dürfen zwischen der Fernbedienung und den Sticks liegen, damit die Infrarot-Steuerung funktioniert. An der Remote Control hat man direkten Zugriff auf die Stroboskop-Funktion.

Helligkeit, Farben und weitere Features

Nun war ich gespannt auf die Live-Performance der Freedom Sticks im Club. Die Farben sind gut mischbar. Die LEDs strahlen rundum ab. Den größten Effekt erzielt man, wenn die Umgebung der Sticks möglichst dunkel ist. Dann sieht man nur noch den Stick und nicht mehr die Basis. Arbeitet man mit verschieden hohen Aufstellpositionen, z. B. auf Podesten, kann man erstaunliche Effekte erzielen. Die Konvektionskühlung arbeitet unhörbar.

Je heller das Bühnenlicht, desto weniger kann sich allerdings die Leuchtkraft durchsetzen. Schon ein wenig Aufhell-Licht lässt die Wirkung der Sticks verblassen. Hier wirkt sich die geringe Wattzahl von nur 0,2 Watt pro LED entscheidend aus. Im Dunkeln jedoch sind die LED-Stäbe eine ausgesprochen ansprechende, effektvolle Deko.

Die verbauten SMD-LEDs sind gut dimmbar. Lauflichter, zum Beispiel von unten nach oben, machen Eindruck. Für einen wirkungsvollen Auftritt würde ich hier den Grundsatz anwenden: Nicht kleckern, sondern klotzen. Mit vier Stäben kann man möglicherweise knapp den ansonsten schwarzen Hintergrund eines Solokünstlers einrichten. Mit weiteren Stick-Packs erzielt man weitaus überzeugendere Effekte. Dies gilt insbesondere für Farbwechsel in der Vertikalen.

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