Test
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17.06.2015

Praxis

Handhabung

Mittels vier Tasten navigiert es sich komfortabel, übersichtlich und logisch durch das Menü. Das hintergrundbeleuchtete, farbige LC-Display lässt sich um 180° drehen - hilfreich, falls das Gerät geflogen werden soll. Nach Einstellen der DMX-Adresse wird diese angezeigt, ein rotes Display weist auf ein nicht vorhandenes DMX-Signal hin. Ist alles in Ordnung ist, leuchtet es weiß mit Farbhinterlegungen in den gerade aktiven Befehlszeilen. Bei Nichtbenutzung schaltet sich die Display-Beleuchtung nach einer Weile ab.

Eine Besonderheit ist die Pan-/Tilt-Limitierung in 2°-Schritten. So lassen sich ungewollte Lichtrichtungen grundsätzlich ausschließen. Für geräuschempfindliche Anwendungen kann die Lüfter-Emission in zwei Stufen nach unten reguliert werden, was aber gleichzeitig die Helligkeit reduziert.

Neben 13 Auto-Modi steht im Standalone-Betrieb die User-Option zur Verfügung. Sie erlaubt den benutzerdefinierten Zugriff auf Pan/Tilt, Geschwindigkeit/Position, RGBW, Szenendimmer und die Stroboskop-Funktion. So lassen sich auch ohne Lichtpult bis zu 100 Abläufe speichern, abrufen oder per Hold-Time nacheinander fahren.

Erwähnenswert ist ferner der Static-Modus. Dabei sind Pan und Tilt (inklusive Feinkanal) als feste Position und Endlosrotation wählbar sowie das Stroboskop einschließlich Geschwindigkeit, Masterdimmer, RGBW, Farbüberblendungen und Chaser-Geschwindigkeit. Dazu gesellen sich Einzelpixelprogramme und eine Musiksteuerung, bei der ausschließlich Pixelprogramme laufen. Somit gestattet der Standalone-Modus Zugriff auf alle Funktionen des Geräts. Nur wer flexible Echtzeit- oder Fernkontrolle benötigt, braucht einen Controller.

Nicht schlimm, aber wissenswert: Der AuroBeam verfügt ebenso wenig über einen automatisch geschalteten Terminator wie über einen internen Booster. Ihr braucht also zusätzliche Geräte, um mehr als 32 AuroBeams in einer DMX-Kette anzuschließen.

RDM steht für Remote Device Management und erlaubt den Fernzugriff per DMX auf das Gerätemenü. So kann man die DMX-Adressvergabe und den Betriebsmodus mittels RDM über die DMX-Leitung senden, falls alle Kompenenten im System dies erlauben. Mehr zur DMX-Kontrolle erfahrt ihr im Praxistest.

Lichtqualität und Eigenschaften

Der 12°-Beam ist überraschend kontinuierlich und die Farbwirkungen sind in den Primärfarben ebenso differenziert wie in den Sekundär- und Tertiärfarben. Warmweiß, Weiß und Kaltweiß sind per Preset abrufbar und per Farbtemperatur zu modifizieren. Dank der qualitativ hochwertigen Quad-LEDs lässt sich ein durchgehend sauberer und einfarbiger Beam bilden. Die Einzelpixelsteuerung erlaubt es beispielsweise, eine Art Aura um den mittleren Pixel zu bilden oder Regenbogenfarben im Kreis laufen zu lassen.

DMX-Steuerung

Der Cameo AuroBeam 150 unterstützt die 5-, 11-, 19- oder 41-Kanal-Steuerung.

Der 5-Kanal-Modus bietet einen Dimmer für alle Pixel und vorgefertigte Farben/Farbwechsel sowie drei Bewegungsmuster inklusive Größen- und Geschwindigkeitszugriff. Für Farbe und Bewegung lässt sich getrennt voneinander der Sound-to-Light-Modus wählen.

Der 11-Kanal-Modus erlaubt außerdem Zugriff auf das Stroboskop nebst Frequenzkontrolle (0 - 30Hz) sowie Einzelfarben inklusive Dimmer für RGBW. Pan/Tilt können separat angesprochen werden, auch die Geschwindigkeit der Clockwise Rotation.

Im 19-Kanal-Modus kann man zudem Pan/Tilt-Fine justieren und Stroboskop-Effekte aufrufen, die besonders nützlich beim Einsatz mehrerer AuroBeam 150 sind. Zusätzlich stehen alle Autoprogramme und Bewegungsmuster aus dem 5-Kanal-Modus zur Verfügung. Im Color-Macro-Mode lassen sich Warm- und Kaltfarbtöne aufrufen. Auch ein Motor-Reset ist möglich.

Der 41-Kanal-Modus gewährt zudem RGBW-Kontolle über jedes der sieben Pixel. Er bietet außerdem fast alles, was die kleineren Modi auffahren, nur fehlt die gemeinsame Farbgruppenbedienung für alle Pixel. Das verschwendet leider Gruppen und Zeit.

Anwendungsbereiche

Ohne LED-Output wartet die Lampe lautlos. Die Geräuschkulisse startet beim ersten Output und steigert sich bei einsetzender Pan- und Tilt-Bewegung. Besonders laut wird der AuroBeam bei schnellen Tilt-Rotationen. Dann kann man den AuroBeam nicht nur sehen, sondern bei leiseren Veranstaltungen auch hören. Solange das kein Problem darstellt, lässt sich der AuroBeam 150 bei jeder Indoor-Veranstaltung einsetzen.

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