Gitarre Hersteller_Burns_Guitars
Test
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06.09.2013

Praxis

Sound/ Bespielbarkeit:

Kurz und knapp: Die Bespielbarkeit ist sehr gut. Trocken angespielt ertönt ein drahtiger, perkussiver Sound, der schon recht stark in Richtung Strat tendiert. Für die Audiobeispiele habe ich verschiedene Verstärker verwendet, die allesamt mit einem SM57 und einem Sontronics Halo abgenommen wurden. Selbstverständlich sind alle Beispiele ohne Nachbearbeitung und ohne Delay, Hall oder sonstige Extras aufgenommen. Nein, auch kein Kompressor!

Los geht es mit einem Fender Deluxe Combo. Ich spiele alle sieben Pickup-Positionen durch, also auch die mit gezogenem Tone-Poti.

Sehr interessant! Die Burns bewegt sich definitiv auch am Verstärker in stratigen Gefilden, aber im direkten Vergleich liefern die Tri-Sonic Pickups ein anderes Höhenbild.

Die Pickup-Kombinationen sind in ihrer Lautstärke gleich abgestimmt, was am cleanen Amp natürlich von Vorteil ist. Meiner Meinung nach sind alle sieben Sounds sehr gut zu gebrauchen und liefern streckenweise sehr interessante, vom Mainstream abweichende Klangcharakteristika.

Ich bleibe beim selben Setup.

Hier kommen die verschiedenen Klänge besonders gut zur Geltung und laden zum Schalten durch die unterschiedlichen PU-Konfigurationen und zum Experimentieren ein. Vor allem der Stegpickup hat es mir angetan.

Ich verlasse jetzt die klaren Gefilde und verwende einen angecrunchten AC30.

Na, da kommt doch direkt Freude auf! Mit einem leicht zerrenden Amp scheint sich das silberne Trio ganz besonders wohlzufühlen. Die Gitarre hat ganz schön Pfeffer unter dem Schlagbrett und macht wirklich Spaß beim Spielen. Sie geht schön perkussiv zu Werke und kommt mit viel Knack um die Ecke. So mag ich das!

Jetzt drehe ich den Vox weiter auf und erzeuge einen dreckigen Crunchsound.

Aber auch breite, gestrummte Akkorde liegen ihr. Die Gitarre klingt schön weit und fügt wunderbare, fast schon glasige Höhen hinzu, die dem Klangbild eine eigene Note verpassen, und das in allen Pickup-Kombinationen. Ich fühle mich stark an Danelectro Lipsticks erinnert, wobei die Tri-Sonics, wie ich finde, mehr Substanz in den Mitten besitzen.

Mal hören, wie sie sich an einem modernen High Gain Amp macht

Das wiederum scheint sie nicht so sehr zu mögen. Hier klingt sie indifferent und schwammig, fast schon wie durch ein Fuzz gespielt. Als Schmankerl irgendwo im Song sicherlich genau richtig, aber auf Dauer zumindest nichts für mich.

Abschließend ein kleiner Song, der die Leadqualitäten der Gitarre unter Beweis stellen soll.

Sobald ich einen angecrunchten Amp verwende, kommen ihre Qualitäten aber wieder zum Vorschein und sie liefert einen absolut authentischen Leadsound, der sich angenehm in den Vordergrund stellt.

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