Test
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14.05.2009

Das Konzept
Das Gegenteil der eierlegenden Wollmilchsau bei Gitarrenverstärkern hat einen Namen: „The Killer Ant“. Die Mörderameise verzichtet auf jeglichen Schnickschnack, sowohl optisch als auch schaltungstechnisch. Einschalten und losspielen ist hier die Devise, denn das verunsicherte Gitarristenauge findet lediglich einen An/Aus-Schalter und einen Lautstärkeregler. Und was ist mit der Klangregelung? Fehlanzeige, denn hier wird der Ton noch von Hand gemacht.

Etwas Ähnliches hab ich doch schon mal gesehen, dachte ich beim Auspacken des Miniamps, denn die Idee ist nicht neu. Der Edelpedal-Hersteller ZVex hat ebenfalls einen 1 Watt Amp im Programm. Der ZVex Nano Head Tube Amp ist jedoch wesentlich kleiner, dafür aber leider konstruktionsbedingt mit einem Lüfter ausgestattet. Aber weiter im Text. Unser Testkandidat aus dem Hause Blackheart ist ein reinrassiger Class A Vollröhrenverstärker und kann an 4, 8 oder 16 Ohm Boxen betrieben werden. Zwei 12AX7/ECC83 Röhren sorgen für die nötige Endstufenleistung, die zwar nur ein einziges, aber dafür richtig sattes Watt auf die Waage legen kann.

Die Box
Die passende 1 x 10“ Box ist mit ihren 30 Watt eigentlich vollkommen überdimensioniert, aber so lässt sich das gute Stück eventuell auch mit einem leistungsstärkeren Amp betreiben, ohne dass es sich gleich in seine Einzelteile zerlegt.

Der spezielle 16 Ohm 10 Zoll Speaker für den Blackheart stammt aus der Fertigung der Firma Eminence. Dessen Klangcharakteristik ist auf dem Beipackzettel mit „British Voiced“ umschrieben, was den Nagel auch wirklich genau auf den Kopf trifft. Möchte man eine weitere 16 Ohm Box an den BH1H Killer Ant anschließen, kann man dies an der zweiten, parallel verlöteten Buchse auf der Rückseite tun und die Impedanz der beiden verringert sich auf 8 Ohm.

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