Test
2
16.11.2018

Fazit
(3 / 5)

Der Beyerdynamic DT 100 ist mehr Ackergaul als Rennpferd, aber anspruchslose Arbeitstiere haben im Profialltag ebenfalls ihre Berechtigung. Aufgrund seiner Klangsignatur sehe ich den DT 100 persönlich eher beim Broadcasting, wo eine gewisse Sprachverständlichkeit plus Zuverlässigkeit geschätzte Attribute sind. Dass man den Beyerdynamic-Klassiker heute definitiv noch vielfach in musikproduzierenden Studios antrifft, liegt aus meiner Sicht möglicherweise daran, dass die Dinger einfach nicht kaputtgehen wollen und sich auch Gewöhnungseffekte langjähriger Nutzer eingestellt haben, wobei ich auch hier im Fazit nicht vorenthalten möchte, dass der DT 100 ein populärer Kopfhörer bei Orchesteraufnahmen ist. Seitens der Wiedergabe gibt es für viele Monitoring-Szenarien inzwischen aber deutlich zielführendere Konkurrenzprodukte, einige davon im eigenen Hause, wie auch der genannte DT 150, der quasi eine Weiterentwicklung darstellt. „Mein“ Kopfhörer ist der DT 100 nicht, dennoch finde ich es sehr charmant, dass Beyerdynamic das legendäre und servicefreundliche Modell noch im Programm hat.

  • Pro
  • äußerst robustes und servicefreundliches Industriedesign
  • hohe Nennbelastbarkeit der Wandler
  • angenehmer Tragekomfort
  • generell gute Dämmung
  • Contra
  • sehr rustikale, topfige Wiedergabeeigenschaften für die musikalische Verwendung
  • kraftlose Wiedergabe trotz geringer Impedanz

 

  • Features und Spezifikationen
  • geschlossener Studio-Kopfhörer
  • dynamisch
  • ohrumschließend
  • abnehmbares Kabel (3 m)
  • 3,5mm-Klinkenstecker und Adapter auf 6,35 mm (beide vergoldet)
  • Nennbelastbarkeit: 1000 mW = 124 dB SPL
  • Kennschalldruck: 94 dB SPL
  • Gewicht: 350/418 g (ohne/mit Kabel)
  • Impedanz: 16 Ohm
  • Übertragungsbereich: 30–20000 Hz
  • Klirrfaktor: < 1%
  • Preis:€ 122,– (Straßenpreis am .15.11.2018)
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