Schrottpresse
Feature
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27.01.2017

Besser als das Original?!

Sieben Originale vs. Remixe oder Cover

Regelmäßig bekommt der ein oder andere Song eine Frischzellenkur verpasst. Sei es als Coverversion, als Übertragung in ein anderes Genre, oder einfach gesamplet als Remix – Manche Lieder sind in ihrer Essenz einfach zeitlos und können sich immer wieder beweisen.

Wir haben ein paar Beispiele von Remakes und Coverversionen samt Originalen zusammengestellt, die das Zeug haben, ihr Original in den Schatten zu stellen. Seht ihr das genauso, kennt ihr noch andere Beispiele? Unsere Kommentarspalte wartet auf euch!

The Number Of The Beast (Zwan, Iron Maiden)

Die Coverversion von Zwan ist wohl eine der gelungensten Cross-Genre Covers in der Geschichte. Statt Amphetamin-geladenem Metal-Geschrei kriegen wir smoothen Country auf die Ohren. Fun-Fact: Das Remake wurde zum Titel-Song des äußerst kontroversen und Aufputschmittel-geladenen Filmes „Spun“ erkoren. 666 – the number of the beast!

Tainted Love (Marilyn Manson, Soft Cell, Gloria Jones)

Von Gloria Jones grooviger Nummer Mitte der 60er Jahre, über den wohl bekanntesten Soft Cell Hit der 80er bis hin zum Nu-Metal-Banger: Tainted Love hat eine beeindruckende Reise hinter sich. Mit seiner Version von Tainted Love gelang Marilyn Manson ebenfalls ein gekonntes Crossover. Der verträumte, schnulzige Sing-Sang wirkt neben Mansons äußerst düsterem Aufreißer-Track schon niedlich. Wer genau hinhört, erkennt auch den gesampleten Synth von Soft Cell in der Neuinterpretation. 

Hurt (Johnny Cash, Nine Inch Nails(o))

Man hätte es nicht für möglich gehalten: Einer der packendsten Songs von Johnny Cash ist ein Cover, das 2002 – also acht Jahre nach dem Original der Nine Inch Nails – erschienen ist. Emotional liefern beide Versionen ab. Aber finden wir den alten, weisen Cash nicht einfach cooler?

Toxic (Mark Ronson, Yaël Naïm, Britney Spears)

Das frech-poppige Original von Britney Spears wurde gleich mehrmals neu interpretiert. Hier hört ihr eine Hip-Hop Version von Mark Ronson mit ODB und Tiggers und eine Rotweinabend-taugliche Version von Yaël Naïm – verglichen mit dem Original wirkt diese äußerst brav.

Halleluja (Jeff Buckley, Leonard Cohen(o))

Das Remake von Jeff Buckley macht aus dem letzten Schmuselied der Disko eine ebenso kuschlige Rockballade. Insgesamt gibt es eine ganze Handvoll neuer Auflagen des Klassikers, der wohl bei dem ein oder anderen Pärchen der vergangenen 30 Jahre einen ersten Kuss provoziert hat.

All Along The Watchtower (Jimi Hendrix, Bob Dylan)

Auch wenn sich melodisch nicht allzu viel verändert hat, fallen Hendrix’ rhythmische Ergänzungen sowie seine abgespaceten Gitarre deutlich auf. Die „Woodstock-Version“ von Jimi Hendrix kam gerade mal ein Jahr später auf Platte und wurde von Bob Dylan sogar als legitim empfunden. Lenny Kravitz und Eric Clapton reizte der Track auch, um ihn gemeinsam live zu performen.

Paranoid (Type O Negative, Black Sabbath)

Hier wurde direkt noch ein Track aus der Woodstock-Playlist „gepimpt“. Der Psychedelic-Rock von Black Sabbath mag neben dem dreimal langsamerem Doom-Metal-Cover zwar klanglich dünn wirken, unter die Haut gehen aber beide! Das Original von Black Sabbath kommt durch höheres Tempo fast fröhlich daher – Type 0 Negative's Version bringt den abgründigen Text dafür noch stärker auf den Punkt. 

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