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24.10.2018

Beleuchtungstipps für Halloween

Lichteffekte und Scheinwerfer

Lass‘ gruseln Kumpel

Die Nacht der Nächte ist für überzeugte Gruselfans alljährlich die vom 31. Oktober auf den 01. November: Halloween! Eigentlich ein Brauch aus Irland, mit dem den Verstorbenen und den Armen Seelen im Fegefeuer gedacht werden sollte. Später wurde das durch die irischen Einwanderer nach Amerika getragen; also nicht das Fegefeuer, sondern der Halloween-Brauch. Und von da aus ging’s dann ab in die ganze westliche Welt. Mittlerweile längst der ideale Anlass für die Motto-Party mit Gänsehautfaktor. Und natürlich auch für szenengerechtes Licht.

Wie das ganz einfach mit dem richtigen Equipment umgesetzt werden kann und ihr es zum Kürbisfest richtig gruseln lasst, dazu ein paar Gedanken und Vorschläge. Wer noch die passende Outdoor-Box dazu benötigt, hier findet ihr eine Auswahl der Redaktion für jeden Geldbeutel.

 

UV-Licht, weil’s so schön unwirklich wirkt

Schwarzlicht ist ein unbedingtes Must-have. Gehört einfach dazu. Wenn die Zähne, Augen und mehr der Gäste im UV-Licht blitzen, laufen die Wehrwölfe erst zu voller Leistung auf. Ausgesprochen wirkungsvoll, weil die Natürlichkeit damit gewissermaßen invertiert werden. Und Unnatürlichkeit ist die eigentliche Anforderung, der ihr euch stellen müsst. Besonders gut kommt Schwarzlicht in Kombination mit Nebel zur Geltung.

Wabernde Nebelschwaden aus der Gruft

Der Nebel darf ohnehin nicht fehlen. Die Frage ist dabei nicht, ob die Nebelmaschine eingesetzt wird, sondern vielmehr wie und welche Objekte oder Bereiche damit bedampft werden. Immer nur auf die Tanzfläche, könnte schnell monoton und ein wenig zu normal erscheinen. Immer daran denken: Angst kommt aus dem Hintergrund. In diesem Sinne werden – im Gegensatz zur herkömmlichen Lichtshow – nicht die zentralen Flächen wie die Tanzfläche vollgestopft. Lasst es lieber an den Seiten wabern, gerne inszeniert als käme es hier Bänken, Sitzen oder irgendwelche Kisten hervor. Und dabei nicht auf Volldampf stellen, sondern eben nur auf Slow Motion. Wie tief ihr für die Nebelmaschine in die Tasche greifen müsst, entscheidet sich an der Größe des Events. Sofern noch nicht vorhanden, ist es ratsam eher mehrere kleine, als eine große einzusetzen.

Flute dich fit

Fluten gehört für die Halloween-Illusion unbedingt dazu. Speziell auf dem Boden muss es mystisch wabern. Super, wenn ihr dabei ebenfalls auf Einfarbigkeit in den typischen Gruftfarben Rot oder Blau achtet, außerdem speziell Weiß einsetzen und das Ganze auch vernünftig runterdimmen könnt. Üblicherweise gibt’s diese Möglichkeit erst bei etwas teureren Geräten.

Wenn ihr das Budget nicht zu sehr strapazieren wollt, schaut ihr euch beispielsweise bei der XBrick-Serie von Stairville um. Dort gibt’s vernünftige Fluter mit diesen Features bereits im sparsamen Preisbereich um die 100 bis 200 Euro.  

In der Farbreduktion liegt der Gruselfaktor

Verbleibt die Frage nach den Farben, mit denen sich die wirkungsvollsten Effekte erzielen lassen. Was schmeißt man in die Lichtersuppe? Wie erzielt man Mystik? Das Paradoxon, bei dem ihr einen irgendwie vernünftigen Kompromiss finden müsst: Gänsehaut-Feeling entsteht ja eigentlich hauptsächlich in der Dunkelheit. Zunächst liegt also das Geheimnis des Geheimnisvollen in der Reduktion. Beschränkt euch auf wenige Farben; leuchtet auch nicht sämtliche Bereiche aus. Wildgewordene Lichterspiele und rasant durch die Gegend jagende Moving Heads hier fehl am Platz. Interessant sich natürlich Geräte mit Laser-Funktion, die ihr dann möglichst langsam laufen lasst.

Romantische Harmonie ist der natürliche Feind von Halloween

Der Markt boomt dank LED-Technologie von geradezu unfassbaren Möglichkeiten, zahlreiche Farben und komplexe Farbmischungen zu inszenieren. Von dieser innovativen Vielfalt verabschiedet ihr euch für die Kürbiskopf-Party. Das braucht ihr nicht; vielmehr exakt das Gegenteil. Also bitte keine Bonbon-Farben, kein warmes Amber oder vor Schmalz tropfende Farbmischungen. Würde es euch in einer pink beleuchteten Barbie-Umgebung gruseln oder müsstet ihr eher lachen? Eben.

Lichtarchitektur auf den Kürbiskopf gestellt

Vermeidet auch hinsichtlich der Positionierung allzu viel Harmonie. Das soll und darf nicht im Geringsten natürlich wirken. All das, was man üblicherweise bei der Beleuchtung von Personen macht, um sie realistisch und fotogen wirken zu lassen, missachtet ihr vorsätzlich für das Kürbiskopf-Szenario. Stellt die Räumlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf. So würde beispielsweise im normalen Bühnenbetrieb niemals eine Person ausschließlich von unten beleuchtet. Die optische Wirkung wäre geradezu krank. Genauso soll es sein. Am besten macht Ihr das in einem zuverlässig ekelerregenden Grün. Wenn ihr also Personen oder Teile der Einrichtung beleuchtet, dann ausschließlich eindimensional.  

Halloween-Deko und typisch Kulinarisches

Kürbis- oder Knoblauchsuppe passt perfekt; vielleicht ein paar Speck-U-Latius, die ihr kräftig mit Ingwer gewürzt habt. Kommt auch gut, wenn die mit einem Gesicht aus dem Reich der Untoten gestaltet sind. Zur Deko gehören neben den Spinnweben zum Beispiel ein „blutig“ bemalter Zaun, ein Skelett und selbstredend die Fledermäuse, Raben und Spinnen, die ihr vielleicht auch mit Gobos durch den Raum schweben lassen könnt. Eine weitere coole Variante sind Spinnweben. Müssen ja nicht gleich die echten aus der Natur sein; entsprechende Imitate gibt’s im Deko-Handel oder im Horrorshop deines Vertrauens zu kaufen. 

Wer gar nicht genug bekommt, kann den Raum auch mit einem großen Bild des Schlagerstars seiner Wahl dekorieren. Auf alle Fälle viel gruseligen Spaß!

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