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17.10.2020

Behringers EMS-Clone Synthi B nimmt Formen an

Behringer fragt noch immer, ob sie ihn bauen sollen und was er kosten dürfe? Der EMS-Clone mit Vorbild VCS3. Es gibt Fortschritte. Und die zeigt Behringer gern.

EMS-Clone

Gerade heute zeigt Behringer ein Rendering von jenem länger angekündigten EMS-Clone. Dabei haben sie die drei Basisplatinen komplett geändert und sie als eine große Hauptplatine umgearbeitet. Das Original besteht im Wesentlichen aus drei Platinen. Als weitere Elemente sind die Schalt-Matrix und der Joystick mit eigener Platine vorgesehen. Alle Buchsen sind auf einer dritten kleinen Anschlussplatine ausgeführt. Das Format kann damit auch eher ähnlich sein wie das Original aber trotzdem wird er anders aussehen und vermutlich etwas kleiner ausfallen.

EMS-Clone Gehäuse?

Bei der Betrachtung des Renderings wird klar, dass die bisherigen klassischen Behringer-Gehäuseangebote hier nicht passen werden, deshalb kann man keines der bisherigen „Standard-Cases“ mitbenutzen. Das würde die Herstellung günstiger machen. Genau und unter Anderem deshalb fragt die Firma noch immer, was so ein Gerät kosten dürfte und gibt klar an, dass dies keine Aussage sei ob das Instrument überhaupt gebaut würde. Aber eine Entwicklung wird dennoch klar weiter betrieben. Wie auch immer wird er demVCS3 mehr ähneln als der Koffervariante, denn lediglich erstere wurde gezeigt. Technisch sind beide allerdings gleich.

Was soll er kosten?

Der Hintergrund mag sein, dass so ein Synthesizer wie der Behringer EMS-Clone eher für den musikalischen Spezialisten oder Nerd funktionieren wird. Es ist ganz sicher kein massenkompatibler Synthesizer wie es ein Minimoog oder ein ARP Odyssey ist. Damit kann man nicht unbedingt melodische Standards erfüllen, sondern ist ein Spezialist für Kenner und Liebhaber. Das Original war primär eine Noise-Maschine und ist und war als ProcessingEinheit beliebt. Besondere „Magie“ geht (unter anderem) von der leider nur einfach vorhandenen Loop-Hüllkurve aus und der FM zwischen den Oszillatoren. Der dritte Oszillator reicht bis 500 Hertz und ist primär als Modulationsoszillator gedacht. Genau genommen ist auch das ein LFO. Würde doch jeder Hersteller seine LFOs nicht so stark begrenzen.

Der zu erwartende Preis dürfte höher sein als der der anderen Synths.Das liegt an den herzustellenden Mengen und dem speziellen Konzept und Herstellungsprozess sowie an den besonderen Bauteilen wie Endlospotis und Matrix. Diese sind jedoch immer mehr vorliegend und machbar für eine Firma wie Behringer, die auch elektronische Grundbauteile selbst herstellt (als „Cool Audio“).

Was würdest du bezahlen? Ein aktueller Clone, wie der von PIN Electronics kostet noch immer mindestens 6300€. Ein Selbstbau mit viel Selbstaufopferung kann günstiger sein, dennoch muss man als Einzelperson die Pins und Matrix, die Potis und einige Kleinigkeiten besorgen. Viele tendieren auch zum Einbau in den Koffer wie man ihn vom Synthi A her kennt. Auch eine Art Mini-EMS mit einem Oszillator und digitaler Matrix wurde schon gesichtet. Ein realistischer Preis darf daher eher in die Tausender gehen und zwischen dem für den 2600 und der magischen 999€ liegen. Oder? Andere Ansichten?

Stay tuned.

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