Hersteller_Behringer
Test
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30.07.2011

PRAXIS

Bedienung
Die Kernfunktionen des Xenyx X1222 lassen sich auch ohne einen Blick ins Handbuch zu werfen auf Anhieb nutzen. Spätestens beim Aux/Monitor-Routing und beim Einstellen des Effektprozessors ist dann aber doch ein bisschen Nachdenken erforderlich. Letzterer arbeitet nach dem Prinzip, dass man durch Drücken des Encoders den Parameter-Modus aufruft. Danach muss man sich allerdings geschlagene fünf Sekunden gedulden, bis man wieder in den Programm-Umschalt-Modus gelangt: Im hektischen Live-Betrieb kann das auch mal nervig sein. Dafür entschädigt dann die Klangqualität des 24-Bit/40 kHz-Prozessors: Besonders die hervorragend dichten und realistischen Hallräume sowie der angenehm warme Chorus überzeugen auf ganzer Linie. Noch vor wenigen Jahren hätte man allein für ein so hochwertiges Effektgerät schon ohne mit der Wimper zu zucken den Preis gezahlt, den heute der komplette Mischer kostet.

Haptisch und mechanisch kann man in Anbetracht der Preisklasse keine Kritik geltend machen. Allein der Abstand der Bedienelemente in den Kanalzügen ist recht knapp bemessen: Vertikales Bedienen der EQ-Potis ist für europäische Durchschnitts-Hände nur mit spitzen Fingern möglich. Positioniert man die Fingerkuppen horizontal, ist die sichere Bedienung aber durchaus gewährleistet. 

Gut gefallen hat mir das umfassende visuelle Feedback, das der Mixer mit seinen Signal-, Mute- und Clipping-LEDs, ebenso wie mit der Summen-Pegelanzeige und dem 7-Band EQ gibt: Hat man sich an sie gewöhnt, kann man hier bereits aus dem Augenwinkel wichtige Informationen ablesen.

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