Hersteller_Behringer 2013_Jahresrueckblick
Test
2
05.09.2012

Fazit
(5 / 5)

Ich kann ja meinen salzigen Finger in jede noch so kleine Wunde stecken, aber selbst wenn ich die mir aufgefallenen Kleinigkeiten dazu hätte nutzten wollen, das Behringer X32 insgesamt schlecht dastehen zu lassen: Es wäre mir nicht gelungen. Es stimmt einfach: Behringer hat mit dem X32 ein wirklich rundes Produkt abgeliefert. Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass es Behringers bislang bestes Produkt ist (ohne die bisherigen Geräte in Misskredit bringen zu wollen). Es ist schön, dass das Mischpult sehr ausgereift ist, dadurch werden zukünftige Updates sicher nicht primär zur Beseitigung von Bugs, sondern zur Implementierung neuer Features genutzt werden. Es ist daher zu hoffen, dass Behringer sich auch weiterhin so kreativ, so umtriebig, kundenfreundlich und so engagiert zeigt wie bei der Entwicklung des X32. Ich bin selbst etwas erstaunt, derart wenige und vor allem keine substantiellen Kritikpunkte finden zu können: Ja, das neue Behringer-Pult ist ein wichtiges, neues Produkt auf dem Markt, welches alles Rüstzeug für einen "Siegeszug" hat und gleichzeitig das vielleicht wegweisende Produkt für Behringer (ab hier: "Behringer 2.0"). Und wer weiß, was dem X32 noch alles folgt?

Natürlich gibt es bei einem Gerät in einer Komplexität dieser Ordnung je nach User den ein- oder anderen Wunsch. Softwareseitig kann ja noch viel kommen, hardwareseitig sind es eher diejenigen, die es primär für Recordingzwecke nutzen wollen, die aufgrund einiger kleiner Einschränkungen das Wort "schade" in den Mund nehmen werden. Man bekommt für 3000 Euro natürlich nicht alles, aber wirklich eine verdammt große Menge. Die fünf Sterne meine ich also absolut ernst und seriös. 

  • Pro
  • Mini-LC-Displays
  • Channel-Strip-Bedienarchitektur
  • "View"-Buttons
  • Routing-Optionen (AES50, eingebautes 32-Kanal-Interface)
  • geringe Latenzen
  • geringer Preis
  • Contra
  • Ausstattung mit Standard-Digitalverbindungen und Sync mager
  • Technische Spezifikationen
  • Digitales Mischpult mit 16 Mix-Bussen, 6 Matrix-Bussen, LRC-Bus
  • AD/DA: max. 48 kHz, 24 Bit
  • internes Processing: 40 Bit Fließkomma
  • I/O-Latenz weniger als 1 ms
  • 32 XLR-Mic-/Line-Inputs (von Midas)
  • 16 XLR-Outputs
  • Monitoring-Outs XLR/TRS
  • 6 Aux-Inputs/Outputs (zwei parallel als Cinch)
  • AES/EBU-Out
  • AES50-Ports: 2 (Supermac)
  • P-16-Anschluss
  • Ethernet (Remote)
  • USB (Remote)
  • USB (Audiowiedergabe/-aufnahme, OS-Updates)
  • MIDI-I/O
  • 2 Phones-Out
  • ext. TB-In
  • Lampenanschluss
  • Frequenzgang: 10 Hz - 22 kHz (+0/-1dB)
  • THD+N: 0,008%
  • XUF-Audio-Interface:
  • 32 I/O
  • FW400 oder USB 2.0
  • Voraussetzungen PC: XP 32 Bit mit SP2, Win7; Core2Duo, 1 GB RAM
  • Voraussetzungen Mac: ab OS X 10.5; 1,5 GHz, 512 MB RAM
  • TFT: 800 x 480 Pixel, 7", 262000 Farben
  • Mini-LCDs: 128 x 64 Pixel, RGB-Beleuchtung
  • Drehgeber mit LED-Kranz
  • motorisierte 100mm-Fader
  • Power-Supply: auto-switch, 120 W
  • interne Send- und Insert-Effekte
  • 8 DCA-Gruppen, Mite-Gruppen, Library, HUI-Unterstützung
  • Remote-Control über Ethernet (iPad, PC-Editor)
  • Behringer-Ethernet-Monitoring- und Stagebox-System anschließbar
  • Maße: 900,23 x 527,05 x 221,33 (B x T x H in mm)
  • Gewicht: 20,6 kg
  • Preis: € 3.492,65 (UVP)
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