Test
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03.09.2015

Beats by Dr. Dre Solo2 Test

Geschlossener dynamischer Lifestyle-Kopfhörer

Stromlinienförmig für einen besseren CW-Wert?

Beats by Dr. Dre bringt mit Solo2 eine verbesserte Version des Vorgängers und verspricht mit dem Upgrade eine effizientere Außenabschirmung und eine Optimierung der Treiber. Der Hersteller, der mittlerweile zum Apple-Konzern gehört, will die Passform des Solo untersucht haben und hat aufgrund der Ergebnisse die Hörmuscheln um 15 Grad angewinkelt, was für länger anhaltenden Tragekomfort sorgen soll. Wir haben uns ein Exemplar zukommen lassen, um das mal ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Details

Lieferumfang und Verarbeitung

Aus dem ansehnlichen Karton hole ich nach und nach das rote Anschlusskabel, die Tasche, in der der Kopfhörer zusammengeklappt Platz gefunden hat, einen Karabiner, eine Schnellstartanleitung sowie einen „Beats“-Sticker hervor.

Der Kopfhörer von Dr. Dre macht insgesamt einen passablen Eindruck. Er ist fast komplett aus Plastik gefertigt. Nur sein Bügel, der zum Vorschein kommt, wenn man die Größenverstellung bemüht, besteht aus Aluminium. Das Bügelpolster sitzt unter einem festgeklebten Gummi und erscheint mir beim ersten Befingern ein wenig hart. Die Ohrpolster sind nicht ohne weiteres abnehmbar, aber schon deutlich weicher als das Kopfpolster. Auch sie sind aus einem weichen Kunststoff gefertigt, der ein bisschen wie Leder anmutet, aber definitiv keines ist. Die Treiber sitzen in der Plastikkapsel und lassen maximal von sich hören, ein Blick darauf bleibt uns indes verwehrt. Die Kapseln sitzen fest am Bügel und lassen sich leicht auf ihm verdrehen, was für die Ohranpassung sorgt.

Die mitgelieferte Tasche ist einigermaßen hochwertig. Das eiförmige Behältnis ist aus Nylon gefertigt und schließt mit einem Reißverschluss, der zwar auch aus Plastik hergestellt ist, aber dennoch einen langlebigen Eindruck vermittelt. Es bietet genügend Platz für den zusammengeklappten Solo2, das Kabel und einen MP3-Player oder iPod.

Das Kabel macht einen guten ersten Eindruck. Der gegossene rote PVC-Schlauch ist 1,30 Meter lang, sehr flexibel, aber dennoch relativ hart und er scheint sehr strapazierfähig zu sein. Die Enden münden sauber in Steckverbindern aus Hartkunststoff, ausgeführt als vierpolige Miniklinken. Das Hörerende ist eine gerade Klinke, während das geräteseitige Ende eine Winkelklinke darstellt. Wie lange die Remote-Einheit der Bedienung durch den Nutzer standhalten wird, muss man über die Dauer beobachten, da kann ich keine Prognose abgeben.

Techspecs

Leider gibt es hier gar nicht so viel zu berichten. Da es sich auch um einen Lifestyle-Kopfhörer handelt und nicht um einen „seriösen“ Headphone, der in einem professionellen Arbeitsumfeld bestehen muss, steht der Hersteller auch nicht unbedingt in der Pflicht, sämtliche Details preiszugeben. Einige habe ich aber durch Netzrecherche ermitteln können bzw. selbst nachgemessen.

Der Kopfhörer von Beats by Dr. Dre bringt ohne Kabel 205 Gramm auf die Waage, was für einen geschlossenen Kopfhörer ein recht guter Wert ist. Sein Gewicht macht sich so schnell auf dem Kopf nicht bemerkbar, was ein echtes Plus ist. Seine Nennimpedanz wird mit 32 Ohm angegeben, womit er im Zusammenhang mit seiner verbesserten Abschirmung sehr effizient sein sollte. Das werden wir im Praxisteil mal ein wenig genauer unter die Lupe nehmen. Der Übertragungsbereich soll von 20 bis 20.000 Hertz reichen, aber wie dieser Frequenzbereich konkret ermittelt wurde oder wie hoch die Abweichungen sind, verschweigt der Hersteller. Angaben, die darüber hinausgehen, sind nicht zu finden.

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